Frühjahrsklassiker im Visier

25. März 2011 15:37; Akt: 25.03.2011 16:05 Print

«Ich habe grosse Ambitionen»

Fabian Cancellara hat auf die neue Saison hin viel verändert. Im Interview spricht der aktuelle Zeitfahr-Weltmeister über Kontinuität, Saisonziele und seinen Sinn für Design.

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Fabian Cancellara hat mit seinem neuen Leopard-Trek-Team hohe Ziele. (Bild: Watson)

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Neues Team, neues Buch, neue Management-Agentur: Sind Sie ein Mensch, der Veränderungen braucht oder hat es sich einfach so ergeben?
Fabian Cancellara:
Im Leben braucht es Veränderungen. Ich möchte weiterkommen im Sport und dazu sind Veränderungen nötig. Nach zehn Jahren im Profi-Radsport habe ich bewusst einen neuen Reiz gesucht und gefunden.

In Teams gibt es wenig Beständigkeit. Neue Teams kommen, Teams werden aufgelöst, neue Fahrer kommen, andere Fahrer gehen. Stören Sie diese ständigen Änderungen oder ist das einfach Teil des Business, auf das man sich einstellen muss?
Ich habe trotz der Veränderung Leute um mich, die mich auch schon bei meinem vorherigen Team begleitet haben. Die Kontinuität aus dem alten Team (Fahrer und Staff, Anm. d. Red.) gepaart mit neuen Elementen wie Material und Umfeld ergeben eine gewisse Geborgenheit, welche für den Erfolg im Sport wichtig ist.

Was sind Ihre persönlichen Ziele für diese Saison?
Ich und das Team haben grosse Ambitionen. Wo wir am Start sind, wollen wir das Beste geben und erfolgreich sein. Ich persönlich habe mir die Frühjahrsklassiker (Flandern-Rundfahrt, Paris-Roubaix, Anm. d. Red.) und die Tour de France als Ziel gesetzt. Weiter habe ich noch nicht geplant.

Toni Rominger hat nach seiner Profizeit bei einem Textilhersteller im Produkte-Management gearbeitet. Könnten Sie sich so eine Zukunft in der Sportartikelbranche nach der Profi-Karriere auch vorstellen? Was für eine andere Beschäftigung würde Sie auch noch interessieren?
Ich kann mir vieles vorstellen. Im Umfeld des Radsports gibt es viele sehr interessante Branchen, in welchen ich mir nach meiner Profi-Karriere eine Tätigkeit vorstellen kann. Man bedenke die vielen verschiedenen Fahrrad-Marken, die Ausrüster von Helmen und Brillen. Das Tätigkeitsfeld ist riesig. Toni hat bei Craft einen grossartigen Job gemacht, er hat die Marke im Radsektor so weiter entwickelt, dass diese heute zu den begehrtesten im Profizirkus gehört.

Wie wichtig ist für Sie Mode und Design? Gefällt Ihnen das neue Leopard-Trek-Shirt oder sind Sie froh, wenn Sie statt den Teamfarben ein Maillot Jaune tragen dürfen?
Design ist mir grundsätzlich wichtig. Ich stehe nicht auf «fancy» Farben, sondern mag es elegant. Das Leopard-Trek-Trikot gefällt mir persönlich sehr gut. Ich habe aber nichts dagegen, wenn das Trikot gelb ist oder rot mit einem Schweizer Kreuz darauf. Das heisst dann, dass ich meinen Job gut gemacht habe.

(pd/mon)