Tour de France

26. Juli 2018 18:11; Akt: 26.07.2018 19:40 Print

Arnaud Démare gewinnt in Pau

Arnaud Démare heisst der Sieger der 18. Etappe der Tour de France. Der Franzose triumphiert in Pau im Massensprint vor Christophe Laporte und Alexander Kristoff.

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Arnaud Démare. Der Franzose gewinnt die 18. Etappe im Massensprint. (Bild: Keystone/Christophe Ena)

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Die zweifachen Etappensieger Fernando Gaviria und Dylan Groenewegen hatten die Rundfahrt schon vor einigen Tagen in den Alpen aufgegeben. Auch Mark Cavendish und die deutschen Sprintstars André Greipel und Marcel Kittel (im Vorjahr in Pau siegreich) sind schon längstens wieder zuhause. Dazu litt Weltmeister Peter Sagan an den Folgen seines Sturzes vom Vortag. Somit war der Weg zum Sieg in Pau frei für Arnaud Démare, dem letzten gesunden Topsprinter im noch 146 Fahrer umfassenden Feld. «Ich habe in den Bergen hart gearbeitet. Das hat sich ausgezahlt», sagte der 26-jährige Franzose vom Team Groupama-FDJ. «In der Anfahrt zum Ziel lief nicht alles so, wie es sollte. Der Sprint aber war perfekt.»

Um Démare, 2016 Sieger des Eintagesklassikers Mailand - Sanremo, war am Vorabend seines Triumphs eine kleine Polemik entstanden. Der Einheimische sah sich von André Greipel via Twitter angefeindet. Der Deutsche hatte der international zusammengestellten Rennjury unterstellt, in mehreren Bergetappen beim Zeitlimit in Bezug auf Démare ein Auge zugedrückt zu haben. Es sei beispielsweise unrealistisch, dass dieser am Mittwoch am letzten Berg hinauf zum Ziel in Saint-Lary-Soulan so wenig Zeit auf den solo siegreichen Kolumbianer Nairo Quintana eingebüsst habe, befand Greipel aus der Ferne. Doch am Donnerstagvormittag nahm der elffache Tour-Etappensieger seine Vorwürfe zurück und entschuldigte sich. Démare erklärte, «dass mich das Ganze sehr getroffen hat. Doch ich konnte Greipel mit meinem Sieg die bestmögliche Antwort geben.»

Sagan handicapiert

Peter Sagan konnte zwar in Trie-sur-Baïse zur 18. Etappe starten. Doch der Slowake konnte nach seinem Sturz am Tag zuvor in der Abfahrt vom Col de Val Luron-Azet im Finale in Pau nicht wie gewünscht in die Entscheidung eingreifen. Vor allem seine rechte Körperhälfte, mit Schürfungen und Prellungen am Arm und am Gesäss, war in Mitleidenschaft gezogen worden. «Ich verspürte starke Schmerzen und bin nicht mehr 100 Prozent fit. Gleichzeitig hatte bei diesem unglaublichen Sturz Glück, dass ich im Rennen verblieben bin», so Sagan, der in Pau nur den 8. Rang belegte, was er aber gut verschmerzen kann. Mit drei Tagessiegen und dem bereits sichergestellten sechsten Gewinn des grünen Trikots - wenn er den Paris erreicht - darf der dreifache Weltmeister die 105. Ausgabe der Tour de France trotzdem als grossen Erfolg abbuchen.

Am Freitag letzte Pyrenäen-Etappe

Auf dem dritten und letzten Teilstück in den Pyrenäen, das über 200,5 km vom Wallfahrtsort Lourdes nach Laruns führt, stehen am Freitag gleich sechs Bergpreiswertungen an. Zwei davon, der Col du Tourmalet (17,1 km Länge mit durchschnittlich 7,3 Prozent Steigung) und der Col d'Aubisque (16,6 km/4,9 Prozent), sind Anstiege der höchsten Kategorie, zu bewältigen ist zudem auch der Col d'Aspin. Von der Passhöhe des Aubisque geht es noch rund 20 km bergab ins Ziel. Am Samstag folgt das über 31 coupierte Kilometer führende Einzelzeitfahren von Saint-Pée-sur-Nivelle - Espelette.

Radsport

(sda)

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