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02. Dezember 2008 17:31; Akt: 02.12.2008 17:32 Print

CAS feierte 25-Jahr-Jubiläum

Seit 25 Jahren leistet das Sportschiedsgericht CAS in Lausanne ausgezeichnete Arbeit in der Rechtssprechung.

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Die 1984 vom damaligen IOC-Präsidenten Juan Antonio Samaranch ins Leben gerufene Institution ist aus dem globalen Sport-Alltag nicht mehr wegzudenken.

Anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums lobte CAS-Generalsekretär Matthieu Reeb die Leistungen des CAS. Auf sportlichem Niveau sind CAS-Entscheide definitiv; die einzige Rekursinstanz ist das Bundesgericht. Seit der Gründung wurden nur 37 Fälle ans Bundesgericht weitergezogen - nur einer dieser Rekurse wurde gutgeheissen.

Für das inzwischen etablierte CAS nimmt die Arbeit kontinuierlich zu. Zwischen 1995 und 2007 stieg die Zahl der eingereichten Fälle von 13 auf 252. Im laufenden Jahr wird mit einer Rekordzahl von rund 300 Fällen gerechnet. Über die Hälfte (55 Prozent) betrifft den Fussball (Vertragsbruch, Transfers etc.), 35 Prozent haben mit Doping zu tun.

In diesem Zusammenhang kommt mit dem neuen WADA-Code, der ab 1. Januar 2009 gültig ist, eine neue Herausforderung auf das CAS zu. Gemäss diesem Code können einzelne nationale Verbände Dopingsanktionen variabler aussprechen; bisher wurde ein Dopingvergehen mit zwei Jahren bestraft. «Die Zahl der Streitfälle wird ansteigen», so Reeb. Das CAS sei daher gezwungen, in jedem Fall eine klare und präzise juristische Begründung zu liefern.

(sda)