Tour de Suisse 2013

08. Juni 2013 13:38; Akt: 10.06.2013 13:50 Print

Cancellara geschlagen - Feier mit Meyer in Quinto

Der Australier Cameron Meyer hat den Prolog der Tour de Suisse in der Leventina gewonnen. Fabian Cancellara und andere Favoriten waren nach wechselnden Windbedingungen chancenlos.

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Rui Costa gewinnt die diesjährige Tour de Suisse. Der Portugiese nimmt in der finalen Etappe dem Schweizer Mathias Frank das Leadertrikot ab. Frank kann das Leadertrikot beim abschliessenden Einzelzeitfahren nicht verteidigen. Am Ende muss sich der Schweizer mit dem fünften Schlussrang begnügen. Auf der 8. Etappe zieht es den Tour-de-Suisse-Tross ins Bünderland. Hier ist das Feld auf dem Weg über den Julier. Im Sprint in Bad Ragaz siegt Peter Sagan. Der Schweizer Mathias Frank kann als Leader ins Schlusszeitfahren. Etappen- und Vorjahressieger Rui Costa lässt sich in La Punt feiern. Auch nach der Königsetappe heisst der Leader Mathias Frank. Das Feld kämpft sich den Albula-Pass hoch. Nichts für schwache Wädli. Kein Durchkommen auch für frisch Vermählte. Während die Hochzeitsgäste auf der anderen Strassenseite warten, sitzt das Brautpaar im Cabrio. Das Feld auf dem Weg von Klosters nach Davos. Speziell: Die Fahrer starten von der Zürisee-Fähre in Richtung La Punt. Paolo Borghini wartet in Meilen auf den Start der Etappe. Der Schweizer Gregory Rast strahlt in Meilen nach dem Gewinn der 6. Etappe – und wohl auch wegen den Küsschen der beiden hübschen Ehrendamen. Rast wird bei der Zielankunft gefeiert. Mathias Frank hat allen Grund zu lachen. Der Teufel lässt ihm das Gelbe Trikot - zumindest bis am Freitagabend. Zürich steht still, als das Feld durch die grösste Schweizer Stadt rollt. Bauarbeiter machen in Sempach LU eine Pause, als Fabian Cancellara und Co. vorbeirauschen. Als Tagessieger darf sich der Norweger Alexander Kristoff feiern lassen. Wer ist schneller? Das Feld oder der Zug? Der Berner Oberländer ist beim Start in Buochs wie immer der gefragteste Fahrer im Feld. Das Feld macht sich von Meiringen in Richtung Innerschweiz auf. Was für ein malerischer Ausblick auf den Thunersee. Das BMC-Team von Leader Mathias Frank hat alles im Griff. Am Schluss kommt es zum Massensprint, der Schweizer bleibt somit im Gelben Trikot. Die Etappe geht schliesslich an den Franzosen Arnaud Démare. Der stolze Leader wird vom Strassenrand auf der ganzen Strecke lauthals angefeuert. Die Esel schauen dem Geschehen der Tour de Suisse zu und sehen dabei, wie der Schweizer Mathias Frank das Gesamtklassement übernimmt. Frank geniesst es sehr, das Leadertrikot überstreifen zu können. Auch die Siegerküsschen dürften die Freude des Schweizers nicht trüben. Die Radprofis bei schöner Kulisse in Fribourg. Am Anfang der Etappe war es nicht für jeden ganz einfach, seinen Platz zu finden. Der Kluge fährt im Zuge: Weil Nufenen und Furka wegen des vielen Schnees noch gesperrt sind, können die Fahrer den Weg vom Tessin ins Wallis locker angehen. Die Teamwagen fahren über den Gotthard-Pass, ... ... dann müssen auch sie auf den Schienenverkehr umsatteln. Bei völlig anderen Verhältnissen kämpfen sich die Fahrer die letzte Steigung nach Crans-Montana hoch. Fabian Cancellara wird von den Zuschauern am lautstarksten unterstützt. Küsschen für den Sieger: Der Australier Cameron Meyer freut sich über den Prologsieg in Quinto. Der erster Leader der Tour de Suisse lässt sich von den beiden Ehrendamen einkleiden. Er hat die 8,1 Kilometer im Tessin am schnellsten zurückgelegt. Fabian Cancellara gehört für einmal zu den Geschlagenen. Vor dem Start reissen sich die Fans um den Radstar. Die Handys werden gezückt, kaum ein Durchommen in Quinto. Das Dorf Ambri hat sich für den Prolog, der in Quinto stattfindet und durch die Gemeinde der Leventina führt, herausgeputzt. Wo gehts genau durch?

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Cancellara, der Gewinner der Tour de Suisse vor vier Jahren, lag bereits bei der Zwischenzeit mit 35 Sekunden im Hintertreffen. Anders als seine Konkurrenten vermochte der Berner Zeitfahr-Olympiasieger von 2008 auf der zweiten Streckenhälfte aber Zeit wettzumachen und klassierte sich bei äusserst schwierigen Bedingungen mit 21 Sekunden Rückstand im 16. Rang.

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Der Australier Cameron Meyer entschied derweil das Einzelzeitfahren über 8,1 km in Quinto vor dem Holländer Niki Terpstra und seinem Landsmann Heinrich Haussler für sich. Diese drei Fahrer gehörten zu jenen, die den Prolog in der Leventina früh in Angriff nehmen konnten. Sie profitierten dabei auf dem offenen Flughafen-Gelände in Ambri noch von Rückenwind, während die später gestarteten Profis wie Cancellara teilweise gegen starken Gegenwind anzukämpfen hatten.

Hollenstein bester Schweizer

Meyer, seines Zeichens sechsfacher Bahn-Weltmeister, setzte sich um zehn Sekunden vor dem Holländer Niki Terpstra durch. Dritter mit 14 Sekunden Rückstand wurde Meyers australischer Landsmann Heinrich Haussler, der der mit einer Wildcard ausgestatteten Westschweizer Equipe IAM bei erster Gelegenheit einen Podestplatz bescherte. Bester Schweizer wurde der Thurgauer Reto Hollenstein (ebenfalls IAM) als Sechster, Mathias Frank vom Team BMC belegte Platz 12.

77. Tour de Suisse. 1. Etappe, Einzelzeitfahren in Quinto (8,1 km):
1. Cameron Meyer (Au) 9:39.
2. Niki Terpstra (Ho) 0:10.
3. Heinrich Haussler (Au) 0:14.
4. Alex Rasmussen (Dä) 0:15.
5. Gorka Verdugo (Sp) 0:16.
6. Reto Hollenstein (Sz), gleiche Zeit.
7. Michel Koch (De) 0:18.
8. Peter Velits (Slk) 0:19.
9. Ryder Hesjedal (Ka).
10. Matteo Tossato (It), beide gleiche Zeit.
11. Giovanni Visconti (It) 0:20.
12. Mathias Frank (Sz) 0:21.
13. Cyril Lemoine (Fr) 0:22.
14. Alexander Djatschenko (Kas).
15. Philippe Gilbert (Be).
16. Fabian Cancellara (Sz), alle gleiche Zeit.
17. Arnaud Demare (Fr) 0:25.
18. Maxime Monfort (Be), gleiche Zeit.
19. Gregory Rast (Sz) 0:27.
20. Amaël Moinard (Fr), gleiche Zeit.
21. Sébastien Minard (Fr) 0:28.
22. José Ivan Gutierrez (Sp).
23. Alexandre Kristoff (No).
24. William Bonnet (Fr).
25. Michael Morkov (Dä), alle gleiche Zeit.
26. Tom Dumoulin (Ho) 0:30.
27. Georg Preidler (Ö) 0:31.
28. Jens Voigt (De).
29. Sepp Vanmarcke (Be), beide gleiche Zeit.
30. Serge Pauwel (Be) 0:32.
Ferner: 38. Michael Albasini (Sz) 0:34. 40. Peter Sagan (Slk) 0:35. 50. Martin Elmiger (Sz) 0:39. 51. Sébastien Reichenbach (Sz), gleiche Zeit. 53. Rui Costa (Por) 0:43. 73. Tejay van Garderen (USA) 0:45. 103. Michael Schär (Sz) 0:53. 112. Martin Kohler (Sz) 0:57. 129. Oliver Zaugg (Sz) 1:05. 134. Andy Schleck (Lux) 1:06. 135. Marcel Wyss (Sz) 1:07. 150. Johann Tschopp (Sz) 1:12. - 167 gestartet, 167 klassiert.

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(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kaka am 07.06.2013 22:04 Report Diesen Beitrag melden

    Wunderbar

    Ah, die chemieverseuchten Repräsentanten der Pharmaindustrie sind wieder unterwegs... lustig.

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  • Der Meister am 07.06.2013 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Super.

    Ich frage mich ob Roche oder Novartis gewinnt.

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  • Brumm am 07.06.2013 20:13 Report Diesen Beitrag melden

    Na toll

    Wieder gesperrte Strassen für Nichts.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kaka am 07.06.2013 22:04 Report Diesen Beitrag melden

    Wunderbar

    Ah, die chemieverseuchten Repräsentanten der Pharmaindustrie sind wieder unterwegs... lustig.

    • Coco am 08.06.2013 13:11 Report Diesen Beitrag melden

      Klugscheisser ?

      Du musst es ja wissen. Und all die Tausenden, die sich vollgedröhnt in jedes nur erdenkliche Festchen schmeissen erwähnst du nicht ?

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  • Brumm am 07.06.2013 20:13 Report Diesen Beitrag melden

    Na toll

    Wieder gesperrte Strassen für Nichts.

  • Der Meister am 07.06.2013 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Super.

    Ich frage mich ob Roche oder Novartis gewinnt.

    • Augen auf am 08.06.2013 18:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Wo wird am meisten gedopt

      hast du dich jemals auch nur 5min seriös mit Doping und wer Am Meisten dopt beschäftigt? Ein kleiner Tip mach Dich kundig über Dopinfälle bereits in den 50ern - Fuentes und z.B Barcelona ... Aber das ist halt ein Miliardengeschäft .....

    • Heinz am 08.06.2013 22:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      fussballdoping.de

      WM 1966 lässt grüßen. Es gibt eine interessante Page: fussballdoping.de.

    • Mike Emmenegger am 08.06.2013 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Jaja

      Fussball hat die Korruption. Was ist wohl besser?

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