Berufung

24. März 2011 13:41; Akt: 24.03.2011 13:46 Print

Contador muss erneut vor Gericht

Der Radsport-Weltverband UCI lässt im «Fall Contador» nicht locker. Er legt beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne Berufung gegen den Freispruch des Spaniers ein.

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Alberto Contador darf sich seines Tour-de-France-Sieges 2010 nicht sicher sein. (Bild: AP)

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Die Doping-Affäre um Alberto Contador erfährt eine Fortsetzung. Dies nachdem Contador vom spanischen Landesverband entlastet worden ist, obwohl er im vergangenen Jahr bei einer Kontrolle während der von ihm gewonnenen Tour de France einen positiven Test auf die verbotene Substanz Clenbuterol abgeliefert hat.

Contador hatte das Ergebnis jener Probe auf den Verzehr von verunreinigtem Fleisch zurückgeführt. Der nationale Verband akzeptierte diese Version und sah von einer Sperre ab. Die UCI schreibt nun, sie habe sich nach eingehendem Studium der vom spanischen Verband zugestellten Unterlagen für das Veto entschieden. Unabhängig vom laufenden Verfahren darf Contador bis zum Urteil des CAS für seinen aktuellen Arbeitgeber «Saxo Bank» an Wettkämpfen teilnehmen. Der 28-Jährige aus Madrid ist in diesen Tagen an der Katalonien-Rundfahrt im Einsatz. Vor der 4. Etappe von gestern Donnerstag hatte er an der Spitze des Gesamtklassements gelegen.

«El Pistolero» muss weiter zittern

Contador droht weiterhin, dass er für zwei Jahre aus dem Verkehr gezogen wird und dass ihm der letzte Tour-de-France-Gesamtsieg aberkannt wird. Der Kletterer hat bei der «Grande Boucle» insgesamt dreimal triumphiert. 2010 setzte er sich in Diensten des Teams Astana vor dem Luxemburger Andy Schleck durch.

(sda)