Tour de France

27. Juli 2014 19:47; Akt: 28.07.2014 13:16 Print

Kittel-Sieg auf Champs-Élysées – Nibali holt Tour

Vincenzo Nibali ist Sieger der 101. Tour de France. Der Italiener triumphiert vor Jean-Christophe Peraud und Thibaut Pinot. Marcel Kittel gewinnt in Paris die Schlussetappe.

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Der Deutsche Tony Martin gewinnt das Einzelzeitfahren von Bergerac nach Périgueux über 54 km überlegen. Er nimmt dem Zweiten Tom Dumoulin aus Holland 1:39 ab. Der Italiener Vincenzo Nibali verteidigt sein Leader-Trikot souverän und wird im Zeitfahren Vierter. Ramunas Navardauskas überrascht die Sprinter und gewinnt die 19. Etappe in Bergerac. Das Wetter zeigt sich nicht von der netten Seite. Gesamtleader Vincenzo Nibali hat keine Probleme und geht mit beruhigendem Vorsprung ins Zeitfahren am Samstag. Vincenzo Nibali feiert in Hautacam seinen vierten Etappensieg und baut den Vorsprung im Gesamtklassement weiter aus. Bergpreisleader Rafal Majka aus Polen gewinnt die zweite Pyrenäenetappe von Saint Gaudens nach Saint Lary-Soulan 29 Sekunden vor dem ersten Verfolger. Gesamtleader Vincenzo Nibali wurde mit 49 Sekunden Rückstand Etappendritter. Der Australier Michael Rogers (Bild) gewinnt die erste Etappe in den Pyrenäen vor Thomas Voeckler. Vincenzo Nibali zeigt keine Schwäche und ist weiter auf Titelkurs. Der Ruhetag hat nicht geholfen: Weltmeister Rui Costa (rechts) muss wegen Problemen mit den Bronchien die Tour de France abbrechen. Alexander Kristoff jubelt über seinen Sprintsieg. Der Schweizer Martin Elmiger (l.) und Jack Bauer prägen die Etappe mit einer Soloflucht, werden aber kurz vor dem Ziel eingeholt. Gute Sicht auf den Tour-Tross. Am Vortag noch Zweiter, jetzt überquert der Pole Rafal Majka als Erster die Ziellinie. Er gewinnt die zweite Alpen-Etappe solo. Leader Vincenzo Nibali ist ihm auf den Fersen und beendet das Rennen auf dem zweiten Platz. Damit baut er die Führung aus. Solo-Sieg von Tour-Leader Vincenzo Nibali. Gegen den Italiener ist auf der ersten Alpenetappe kein Kraut gewachsen. Der zweitplatzierte Pole Fafal Majka kommt mit einem Rückstand von 10 Sekunden im Ziel auf 1730 Metern Höhe an. Alexander Kristoff gewinnt die 12. Etappe im Sprint vor Peter Sagan. Es ist der erste Tour-de-France-Etappensieg für den Norweger. Vincenzo Nibali darf das gelbe Trikot weiterhin tragen. Schmerzhaft: David de la Cruz melgarejo verletzt sich bei einem Sturz und muss die Tour aufgeben. Tony Gallopin triumphiert nach dem Ruhetag im Schlusssprint der 11. Etappe. Vincenzo Nibali verteidigt das gelbe Leadertrikot souverän. Ruhetag an der diesjährigen Tour de France: Fabian Cancellara gibt bekannt, dass er aus der Rundfahrt aussteigt. Tagessieg und Gesamtführung: Vincenzo Nibali gewinnt die 10. Etappe mit der Bergankunft in La Planche des Belles Filles. Der Italiener überholt im Schlussaufstieg alle Gegner und erscheint nach 161,5 km alleine im Ziel. Tony Gallopin muss das Maillot jaune nach nur einem Tag wieder an Nibali abtreten. Mit Tränen und Schmerzen endet die 10. Etappe für Mitfavorit Alberto Contador. Der Spanier stürzt in der Abfahrt des Petit Ballon und muss mit einer Knieverletzung aufgeben. Solo-Sieg in Mulhouse: Der Deutsche Tony Martin feiert seinen Erfolg auf der 9. Etappe nach 170 Kilometern. Fabian Cancellara sichert sich mit einem beherzten Sprint in der Verfolgergruppe Rang 2 hinter Martin. Der Franzose Blel Kadri beschehrt Frankreich an der 8. Etappe der diesjährigen Tour de France den ersten Heimsieg. Die Schweizer Hoffnung Mathias Frank muss die Tour de France 2014 aufgeben. Der Luzerner stürzt auf der 7. Etappe und bricht sich den linken Oberschenkel. Nicht nur Frank stürzt. Im Schlusssprint in Nancy erwischt es auch den Amerikaner Andrew Talansky. Im Sprint setzt sich der Italiener Matteo Trentin hauchdünn vor Peter Sagan durch. Leader bleibt der Italiener Vincenzo Nibali. Wieder ein deutscher Etappensieg: André Greipel setzt sich im Sprint durch. Vincenczo Nibali belibt auch nach der sechsten Etappe im gelben Trikot. Der Holländer Lars Boom fährt bei der Pavé-Etappe zum Sieg. Nibali bleibt im Leadertrikot. Für Titelverteidiger Christopher Froome ist die Tour de France bereits vorbei. Er stürzt auf der 5. Etappe mehrmals und gibt rund 70 Kilometer vor dem Ziel auf. Von den Stürzen gezeichnet steigt er in den Team-Wagen. Die 4. Etappe von Le Toquet-Paris-Plage nach Lille wird im Sprint entschieden. NIcht zu schlagen: Der Deutsche Marcel Kittel holt seinen dritten Tagessieg. Nicht mehr dabei ist Andy Schleck. Der Tour-Sieger von 2010 hatte sich bei der 3. Etappe bei einem Sturz am Knie verletzt. Frankreich empfängt den Briten Christopher Froome nicht herzlich: Der Titelverteidiger stürzt, zieht sich heftige Schürf wunden zu, kann jedoch weiterfahren. Marcel Kittel feiert in der dritten Etappe der Tour de France seinen zweiten Tagessieg - schon in der Startetappe war er nicht zu schlagen. Die Zielgerade vor dem Buckingham Palace in London fuhr Kittel von der Spitze aus und blieb von seinen Konkurrenten unangetastet. Der Italiener Vincenzo Nibali fährt zwei Sekunden vor den ersten Verfolgern ins Ziel der zweiten Tour-Etappe. Damit fährt der letztjährige Giro-Sieger die 3. Etappe in Gelb. Marcel Kittel gewinnt den Massenspurt und darf sich als erster Fahrer ins Maillot jaune einkleiden lassen. Mark Cavendish kommt kurz vor dem Ziel zu Fall und verletzt sich an der Schulter. Fabian Cancellara (l.) entgeht dem Sturz. Sein Angriff rund 1 Kilometer vor dem Ziel bleibt aber ohne Erfolg. Königliche Unterstützung beim Tour-Start in England. Alberto Contador (r.) fordert Vorjahressieger Christopher Froome heraus. Mathias Frank ist Captain des Schweizer Teams IAM. Fabian Cancellara startet ohne grosse Ambitionen. Die 101. Tour de France beginnt am 5. Juli in Leeds und endet am 27. Juli in Paris.

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Der letzte Sieger der 101. Tour de France heisst Marcel Kittel. Der Deutsche gewinnt in Paris die Schlussetappe auf den Champs-Élysées im Sprint knapp vor dem Norweger Alexander Kristoff. Kittel, der die prestigeträchtige letzte Etappe der Rundfahrt bereits im Vorjahr gewonnen hatte, schob sein Rad auf den letzten 50 Metern gerade noch vor jenes von Kristoff. Dritter wurde der Litauer Ramunas Navardauskas, den Sieger der drittletzten Etappe. Für «Sprinterkönig» Kittel war es der vierte Etappensieg an der laufenden Rundfahrt. Er weist damit gleich viele Tageserfolge auf wie Gesamtsieger Vincenzo Nibali.

Nibali schaffte es unbeschadet durch die letzte Etappe und gewann damit als erster Italiener seit Marco Pantani im Jahr 1998 die Tour de France. Es ist sein dritter Triumph in einer grossen Rundfahrt nach jenen an der Vuelta (2010) und im Giro d'Italia (2013). Nibalis Vorsprung im Gesamtklassement beträgt 7:37 Minuten auf den Franzosen Jean-Christophe Péraud.

Nach 30 Jahren wieder zwei Franzosen auf dem Podest

Péraud hatte auf den Champs-Élysées einen Schreckmoment zu überstehen, als er gut 40 km vor dem Ziel stürzte. Er kam aber mit dem Schrecken davon. Gesamtdritter (und bester Jungprofi) wurde mit Thibaut Pinot (8:15) ein weiterer Franzose. Zwei Einheimische schafften es letztmals vor 30 Jahren auf das Podest der Tour.

Als bester Schweizer im Gesamtklassement klassierte sich Marcel Wyss vom IAM-Team mit einem Rückstand von 1:38:27 im 32. Rang. Sein Teamkollege, der Franzose Sylvain Chavanel, lancierte auf dem Pariser Prachts-Boulevard das Finale der letzten Etappe. Wie zahlreiche andere schaffte es auch Chavanel nicht, dem Feld davonzufahren.

Sieben deutsche Etappensiege

Am Ende gewann mit Kittel der Favorit den Sprint. Nebst den Italienern (Gesamtsieg durch Nibali) und den Franzosen (zwei Fahrer auf dem Podest) gehörten damit auch die Deutschen zu den grossen Gewinnern der Rundfahrt. Kittel sowie Tony Martin (2 Siege) und André Greipel (1) sorgten zusammen für sieben deutsche Etappenerfolge - etwas, was es in der Geschichte der Tour noch nie gegeben hat.

101. Tour de France. 21. und letzte Etappe, Évry - Paris (137,5 km):
1. Marcel Kittel (De) 3:20:50.
2. Alexander Kristoff (No).
3. Ramunas Navardauskas (Lit).
4. André Greipel (De).
5. Mark Renshaw (Au).
6. Bernhard Eisel (Ö), alle gleiche Zeit.

Gesamtklassement:
1. Vincenzo Nibali (It) 89:59:06.
2. Jean-Christophe Péraud (Fr) 7:37 zurück.
3. Thibaut Pinot (Fr) 8:15.
Ferner:
32. Marcel Wyss (Sz) 1:38:27.

(sda)