82. Tour de Suisse

12. Juni 2018 18:01; Akt: 13.06.2018 16:39 Print

Däne düpiert die Sprinter, Küng bleibt Leader

Mit dem überraschenden Sieg von Christopher Juul-Jensen geht in Gstaad die 4. Etappe zu Ende. Stefan Küng verteidigt sein Leadertrikot.

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Premiere im Tessin: Stefan Küng gewinnt erstmals eine Etappe bei seiner Landesrundfahrt. (17. Juni 2018) Für den Thurgauer Radprofi ist die Tour optimal verlaufen. Am Ende kann sich Gesamtleader Richie Porte behaupten und die Schweizer Landesrundfahrt gewinnen. Der Australier beweist, dass er für die Tour de France gerüstet ist. Arnaud Démare kommt als Erster in Bellinzona an und gewinnt die achte Etappe der Tour de Suisse. Der Blick nach oben: Ein Kolumbier macht die Rundfahrt wieder spannend. (15. Juni 2018) Nairo Quinitana macht mit seinem Etappensieg in Arosa die Tour wieder spannend. Leader bleibt allerdings der Australier Richie Porte. Leiden im Aufstieg nach Arosa: Der Luzerner Mathias Frank fällt zurück. Der grösste Triumph seiner Laufbahn: Sören Kragh Andersen ist im Ziel in Gommiswald SG überglücklich. (14. Juni 2018) Richie Porte kann seine Führung im Gesamtklassement in den Schweizer Bergen sogar ausbauen. Wenigstens schönes Wetter: Das Feld kämpft in der Königsetappe auf den steilen Alpenstrassen. Mathias Frank (M.) und Berufskollegen auf der rasanten Abfahrt vom Klausen. Der Luzerner stösst im Gesamtklassement auf Rang 14 vor. Tapfer geschlagen: Stefan Küng fällt im Gesamtklassement zurück. (13. Juni 2018) Neuer Leader ist Küngs australischer Teamkollege Richie Porte. Der Italiener Diego Ulissi gewinnt das fünfte Teilstück mit Ziel in Leukerbad VS. Angriff im Wallis: Stilstudie des Amerikaners Lawrence Warbasse. Eine Aureissergruppe auf dem Weg nach Crans-Montana. Feiert seinen bisher grössten Erfolg: Der Däne Christopher Juul-Jensen entscheidet die 4. Etappe der Tour de Suisse für sich. (12. Juni 2018) Der 28-jährige aus dem Team Mitchelton-Scott kann sich bis zur Zieleinfahrt in Gstaad vor dem Feld behaupten. Schon kurz nach dem Start in Gangsingen kann sich Juul-Jensen mit einer Fluchgruppe absetzen und fährt später solo voraus. Der Schweizer Michael Albasini freut sich über den Etappensieg seines Teamkollegen. Grund zur Freude hat auch Stefan Küng. Der Thurgauer (r.) vom BMC Racing Team nimmt die 4. Etappe im gelben Leadertrikot in Angriff. Küng erreicht das Ziel als 23. mit dem Feld und kann seine Führung im Gesamtklassement behaupten. Er hat weiterhin drei Sekunden Vorsprung auf seine ersten Verfolger. In Krauchthal im Emmental fährt der Tross an Kühen vorbei, die sich allerdings nicht aus der Ruhe bringen lassen. Der Franzose Nans Peters (Team Ag2r La Mondiale) bewältigt im Regen eine Steigung. Der Holländer Bauke Mollema vom Team Trek-Segafredo blickt den 189,2 km, die am Dienstag zu bewältigen sind, etwas kritisch entgegen. Hartnäckig in Gelb: Für Stefan Küng läuft es bisher bei der einheimischen Rundfahrt rund. (11. Juni 2018) Sonny Colbrelli (r.) setzt sich im Spurt in Gansingen durch. Der Italiener bezwingt auch Weltmeister Peter Sagan. Mit Michael Albasini (M.) mischtauch ein Schweizer um den Etappensieg mit. Der formstarke Thurgauer wird am Ende Vierter. Er fühlt sich hierzulande wohl: Peter Sagan lässt die Konkurrenz in Frauenfeld stehen. (10. Juni 2016) Der Slowake erfreut mit seinem 16. Etappensieg an der Tour de Suisse auch die Fans aus seiner Heimat. Etappensieg des slowakischen Weltmeisters hin oder her: Stefan Küng bleibt nach der 2. Etappe Leader der Tour de Suisse. Teamkollege Greg van Avermaet wünscht dem einheimischen Tourleader alles Gute. Das Feld während des zweiten Teilstücks rund um Frauenfeld. Zeichen gesetzt: Stefan Küng darf sich in seiner Heimat das gelbe Trikot überziehen lassen. (9. Juni 2018) Küng und das BMC Racing Team gewinnen das Teamzeitfahren in der 1. Etappe der Tour de Suisse überlegen. AG2R La Mondiale mit dem Luzerner Mathias Frank dagegen verliert schon viel Zeit. Am Sonntag geht die Landesrundfahrt weiter mit einem Rundkurs rund um Frauenfeld. Zwei treue Fans der Tour lassen sich das Spektakel nicht entgehen. Keiner zu klein, um an der Tour de Suisse dabei zu sein. Wie sieht so ein futuristisches Ding mit zwei Rädern überhaupt genau aus? Heisser erster Tag: Im Schatten lässt sich wunderbar ausharren. Fans aus Kolumbien schauen sich im Fahrerlager in Frauenfeld um. Es geht los – die Landesrunfahrt ist in der Ostschweiz perfekt lanciert worden.

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Christopher Juul-Jensen, der 28-jährige Däne aus dem Team Mitchelton-Scott, gehörte einer Fluchtgruppe an, die sich unmittelbar nach dem Start in Gansingen abgesetzt hatte und in welcher mit Silvan Dillier auch ein Schweizer vertreten war. Der Däne war aber letztlich der Einzige, der sich vor dem Feld behaupten konnte.

Im Aufstieg zum Saanenmöser, dem letzten Aufstieg vor dem Ziel, hatten sich Juul-Jensen und der Franzose Nans Peters, Mannschaftskollege von Dillier, aus der Fluchtgruppe verabschiedet. Und 3,5 km vor dem Ziel hängte Juul-Jensen auch noch Peters ab. Zu diesem Zeitpunkt schien es aber, als käme das Feld nochmals heran. Doch der Däne mobilisierte aus dem Flugplatz Saanen nochmals seine letzte Kräfte und düpierte damit die Sprinter. 8 Sekunden hinter ihm gewann der Australier Michael Matthews lediglich den Spurt um Platz 2.

Vom Mountainbike auf die Strasse

Juul-Jensen feierte an diesem verregneten Dienstag seinen grössten Sieg überhaupt. Vor drei Jahren hatte er in seiner Heimat die Gesamtwertung der Dänemark-Rundfahrt für sich entschieden, aber ein Sieg in der World Tour ist halt noch höher zu gewichten. Aufgewachsen ist Juul-Jensen aber in Irland, wo er bis als 16-jähriger lebte. Auf der Insel reifte auch die Liebe fürs Zweirad. Zunächst versuchte er sich als Mountainbiker, ehe er auf die Strasse wechselte.

Erfolgreich kämpfte auch Stefan Küng. Der Thurgauer verteidigte das gelbe Leadertrikot, das er am Samstag beim Auftaktsieg von BMC im Mannschaftszeitfahren erobert hatte. Küng erreichte das Ziel als 23. mit dem Feld und weist im Gesamtklassement weiterhin drei Sekunden Vorsprung auf seine ersten Verfolger auf. Die nächste Aufgabe wird aber ungleich härter.

Küngs Kampfansage

Am Mittwoch folgt in der Tour de Suisse das bislang anspruchsvollste Teilstück, über 155 km von Gstaad nach Leukerbad. «Nun geht es so richtig in die Berge, und ich kenne die Anstiege nicht. Ich hätte nie gedacht, dass ich zu diesem Zeitpunkt der Rundfahrt immer noch im Leadertrikot unterwegs bin», gab Küng zu. Auch wenn es nicht sein Ziel sei, aufs Gesamtklassement zu fahren, «denn dafür ist bei uns Richie (Porte) zuständig», sei eines klar, so der Thurgauer: «Gelb gebe ich nicht kampflos ab.»

82. Tour de Suisse. 4. Etappe, Gansingen - Gstaad (189,2 km): 1. Christopher Juul Jensen (DEN) 4:35:56. 2. Michael Matthews (AUS) 0:08 zurück. 3. Yves Lampaert (BEL). 4. Peter Sagan (SVK). 5. Sonny Colbrelli (ITA). 6. Magnus Cort Nielsen (NOR). 7. Enrico Battaglin (ITA). 8. Michael Albasini (SUI). 9. Bjorg Lambrecht (BEL). 10. José Gonçalves (POR). 11. Greg van Avermaet (BEL). - Ferner: 22. Richie Porte (AUS). 23. Stefan Küng (SUI). 38. Mathias Frank (SUI). 54. Silvan Dillier (SUI), alle gleiche Zeit. 70. Reto Hollenstein (SUI) 2:07. 95. Gregory Rast (SUI) 5:22. 142. Michael Schär (SUI) 9:59. - 147 Fahrer gestartet und klassiert.

Gesamtklassement: 1. Küng 13:26:19. 2. Van Avermaet 0:03. 3. Porte. 4. Tejay Van Garderen (USA), beide gleiche Zeit. 5. Sagan 0:16. 6. Matthews 0:17. 7. Wilco Kelderman (NED) 0:23. 8. Sam Oomen (NED), gleiche Zeit. 9. Gregor Mühlberger (AUT) 0:30. 10. Enric Mas (ESP), gleiche Zeit. - Ferner: 14. Nairo Quintana (COL) 0:36. 15. Mikel Landa (ESP), gleiche Zeit. 21. Simon Spilak (SLO) 0:49. 38. Frank 1:10. 44. Dillier 1:23. 65. Juul Jensen 5:24. 79. Hollenstein 8:00. 92. Albasini 10:33. 102. Rast 13:15. 119. Schär 19:31.

Zeitplan, Mittwoch, 13. Juni. 5. Etappe, Gstaad - Leukerbad (155,7 km): Gstaad 13.15 Uhr - Gsteig 13.32 - Col du Pillon (Bergpreis 1. Kategorie) 13.48 - Les Diablerets 13.51 - Aigle 14.12 - Martigny 14.52 - Saxon 15.05 - Sitten 15.31 - Uvrier 15.41 - Lens 16.10 - Montana Village (Hors Catégorie) 16.22 - Siders 16.31 - Salgesch 16.38 - Varen 16.46 - Inden 17.08 - Leukerbad 17.20.

Bemerkung: Die Werbekolonne fährt jeweils rund eine Stunde vor den ersten Fahrern die Strecke ab.

Radsport

(fal/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Radsport Fan am 11.06.2018 19:28 Report Diesen Beitrag melden

    Velosport pur

    Toll, wie ein sympatischer Schweizer die Tour de Suisse anführt :)

    einklappen einklappen
  • oski. am 12.06.2018 19:19 Report Diesen Beitrag melden

    de godi schmutz de....

    super,hat ein fahrer aus der fluchtgruppe die etappe gewonnen.und jetzt geht es zu beat breu ins long-horn-city.

  • Haase am 12.06.2018 20:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kommentator

    Alles in allem eine wieder sehr gut gelungene Liveübertragung. Einzig die Berichterstattung durch Dauerplauderi Felder vermiest einem das Zuschauen. Von Radsport versteht er herzlich wenig.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Haase am 12.06.2018 20:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kommentator

    Alles in allem eine wieder sehr gut gelungene Liveübertragung. Einzig die Berichterstattung durch Dauerplauderi Felder vermiest einem das Zuschauen. Von Radsport versteht er herzlich wenig.

  • oski. am 12.06.2018 19:19 Report Diesen Beitrag melden

    de godi schmutz de....

    super,hat ein fahrer aus der fluchtgruppe die etappe gewonnen.und jetzt geht es zu beat breu ins long-horn-city.

  • Radsport Fan am 11.06.2018 19:28 Report Diesen Beitrag melden

    Velosport pur

    Toll, wie ein sympatischer Schweizer die Tour de Suisse anführt :)

    • Landei am 12.06.2018 06:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Radsport Fan

      Es hat zwar nichts mit Radsport zu tun aber im Ziel von der wunderschönen Linda Fäh wachgeküsst zu werden, ist viel schöner.

    • Casanovum am 12.06.2018 15:38 Report Diesen Beitrag melden

      Augenschmaus

      Hätte auch lieber mehr Bilder der Zieldamen gesehen statt ein paar Drahtesel. Könnten sich auch gerne freizügiger Kleiden

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