Tour de France

16. Juli 2014 07:54; Akt: 16.07.2014 10:34 Print

Macht es Nibali wie einst Wiggins?

Nach dem Ruhetag geht die Tour de France heute mit der 11. Etappe weiter. Durchaus denkbar, dass die Grande Boucle bereits entschieden ist.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die 101. Tour de France wurde bis zum ersten Ruhetag am Dienstag zur Tour de Farce. Viele Fahrer mussten das grösste Velorennen der Welt wegen Stürzen bereits aufgeben, darunter auch die beiden Favoriten auf den Gesamtsieg.

Umfrage
Wer gewinnt die Tour de France 2014?
45 %
55 %
Insgesamt 2213 Teilnehmer

Christopher Froome musste den Traum von der Titelverteidigung bereits am 9. Juli begraben. Der 29-jährige Brite zog sich bei mehreren Stürzen einen Handgelenk- und Handbruch zu und gab während der 5. Etappe auf. Seinen grössten Herausforderer Alberto Contador erwischte es am französischen Nationalfeiertag. Der Spanier brach sich bei einem Sturz am 14. Juli das Schienbein und musste sich den Toursieg ebenfalls abschminken.

Alle Vorteile bei Nibali

Seit dem Montag gilt Vincenzo Nibali, der zum erweiterten Favoritenkreis zählte, als Hauptanwärter auf den Toursieg. Der 29-jährige Italiener eroberte sich das Maillot jaune, das er bereits sieben Tage getragen hatte, im steilen Aufstieg nach La Planche des Belles Filles zurück. Drei Kilometer vor dem Ziel griff der Giro-Sieger von 2013 an und distanzierte seine härtesten Konkurrenten, die ihm nicht folgen konnten.

Mit Nibalis Angriff und der Fahrt ins Maillot jaune werden Erinnerungen an 2012 wach: Damals stand dieser Aufstieg zum ersten Mal auf dem Programm. Bradley Wiggins wurde Etappendritter und übernahm das Goldtrikot von Fabian Cancellara. Wiggins gab das Maillot jaune bis Paris nicht mehr ab und feierte am Ende den Gesamtsieg.

Härteprüfung folgt in der Schlusswoche

Stürzt Nibali in den nächsten Tagen nicht und erleidet keinen Einbruch, ist sein gelbes Leadertrikot kaum in Gefahr. Bis zum zweiten und letzten Ruhetag am nächsten Montag sind nur einzelne hohe Berge zu bezwingen. Die harten langen Aufstiege in den Pyrenäen folgen in der Schlusswoche, bevor am Samstag mit dem Zeitfahren die Entscheidung fällt.

Im Gesamtklassement führt Nibali mit beinahe zweieinhalb Minuten Vorsprung auf den Australier Richie Porte. Der drittplatzierte Spanier Alejandro Valverde liegt knapp drei Minuten zurück. Dahinter folgen mit Romain Bardet, Tony Gallopin und Thibaut Pinot drei Franzosen – letzterer mit rund vier Minuten Rückstand.

(heg)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fabian am 16.07.2014 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Junge Mann ist mir zu souverän

    Erinnert eher an Lance Amstrong als an Wiggens

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fabian am 16.07.2014 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Junge Mann ist mir zu souverän

    Erinnert eher an Lance Amstrong als an Wiggens