«Way to Champéry»

28. Juni 2011 13:03; Akt: 25.08.2011 13:50 Print

Mit dem Camper im Trainingslager

Noch rund zwei Monate bis zum Beginn der Heim-Mountainbike-WM in Champéry. Der Schweizer Florian Vogel plaudert exklusiv für 20 Minuten Online aus seinem persönlichen Trainings-Nähkästchen.

storybild

Florian Vogels temporäres Zuhause. (Bild: Florian Vogel)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Im Spätsommer findet im Wallis die WM der Mountainbiker statt. Bis dahin berichtet der Schweizer Florian Vogel über sein Leben als MTB-Profi.

Traditionell sind bei uns im Juni eher wenige Wettkämpfe und somit eignet sich dieser Monat optimal, um die Form neu aufzubauen. Im Gegensatz zu den letzten Jahren habe ich die vergangenen Wochen jedoch nicht im Engadin verbracht, sondern habe mit meiner Familie in unserem Team-Camper einen kleinen «Giro d’Italia» absolviert. Italien ist radsportbegeistert, in Italien gibt’s guten Kaffee und gutes Essen – also genau der richtige Ort für ein «Trainingslager».

Die ersten Tage haben wir in der Toskana verbracht und sind danach ins Südtirol weitergereist. Schlussendlich in Prad «gelandet» - einem äusserst schmucken Dorf direkt am Fusse des Stelvio-Passes – mit 2757 m.ü.M der zweithöchste befestigte Alpenpass überhaupt.

«Ich hatte Mitte Woche sehr gute Beine»

Die Trainingsbedingungen dort waren wirklich optimal. Neben ausgedehnten Rennradtouren mit vielen Höhenmetern konnte ich auch auf dem Mountainbike optimal trainieren. Mir zuerst gänzlich unbekannt, hat sich die Region als absolutes Trail-Paradies entpuppt. Endlos lange Singletrails, technisch anspruchsvolle Passagen und Höhenmeter in genüge – genau die richtigen Zutaten für gute Trainings.

Am Sonntag stand nach dieser längeren Trainingsphase noch ein letzter Test vor den zwei Weltcups in Mont-Sainte-Anne (Can) und in Windham (USA) an. Beim Racer Bikes Cup in Chur konnte ich am Start dem Tempo von Nino und Moritz Milatz nicht folgen und fuhr danach stets in der Verfolgergruppe. In der letzten Abfahrt musste ich dann Lukas Flückiger den Vortritt lassen und kam als Vierter ins Ziel. Eigentlich hatte ich mir etwas mehr erhofft, denn ich hatte Mitte Woche sehr gute Beine. Gerade dies stimmt mich im Hinblick auf die Weltcups jedoch zuversichtlich. Die Form passt.

(heg)