105. Tour de France

13. Juli 2018 18:38; Akt: 13.07.2018 20:17 Print

Niederländer düpiert die Sprint-Asse

Dylan Groenewegen setzt sich im Spurt im siebten Teilstück der Tour de France durch. Für einmal haben die Favoriten das Nachsehen.

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Grosse Freude: Omar Fraile jubelt im Ziel nach dem grössten Sieg in seiner Laufbahn. (21. Juli 2018) Ganz oben: Der spanische Astana-Profi nach der 14. Etappe der Tour in Mende. Der Brite Geraint Thomas verteidigt souverän sein Leadertrikot. Das Feld pedalt während des 14. Teilstücks durch die wunderschönen Landschaften im Süden Frankreichs. Der Leader sprintet vor seinen Konkurrenten dem Ziel entgegen: Geraint Thomas setzt sich auch in der Königsetappe durch und gewinnt als erster Brite auf der Alpe d'Huez. (19. Juli 2018) Sein Landsmann und Teamkollege Chris Froome (r.) muss sich mit Rang 4 begnügen. Im Gesamtklassement liegt der Tour-Vorjahressieger 1:38 Minuten hinter Thomas. Der Franzose Romain Bardet (l.) beendet die Etappe zeitgleich mit Froome als Vierter und der Niederländer Tom Dumoulin (r.) erreicht das Ziel mit zwei Sekunden Rückstand auf den Gesamtführenden an zweiter Stelle. Der Tagessieger ist nach dem Aufstieg auf 1850 Meter über Meer von den Strapazen gezeichnet. Auch Dumoulin muss auf der 175,5 Kilometer langen Königsetappe beissen. Auf dem Streckenabschnitt hinauf zum beliebten Wintersportort kommen die Zuschauer den Fahrern ganz nahe, wodurch immer wieder brenzlige Situationen entstehen. Vincenzo Nibali bekommt das zu spüren: Der Vierte des Gesamtklassements fährt im Rauch von Petarden auf ein Polizei-Motorrad auf und stürzt. Der Italiener beisst zwar auf die Zähne und kommt mit nur 13 Sekunden Rückstand als Siebter ins Ziel. Am späten Donnerstagabend muss er aber wegen eines erlittenen Wirbelbruchs aufgeben. Wird für seinen kurz vor dem Ziel lancierten Antritt belohnt: Geraint Thomas entscheidet die 11. Etappe der Tour de France solo für sich. (18. Juli 2018) Der Brite übernimmt nach der ersten Bergankunft der Rundfahrt die Gesamtführung und trägt am Donnerstag beim Erklimmen der Alpe d'Huez das Maillot Jaune. Teamkollege und Landsmann Chris Froome (l.) sowie der Niederländer Tom Dumoulin erreichen 20 Sekunden später das Ziel. Ersterer liegt im Gesamtklassement nun als Zweiter 1:25 Minuten hinter dem Leader, während Dumoulin als Drittplatzierter 1:44 Minuten Rückstand hat. Greg van Avermaet aus Belgien ist bei der zweiten Alpenetappe noch im Gelben Trikot unterwegs, muss dieses nach der Ankunft (als 71.) in La Rosière allerdings wieder abgeben. Der Schweizer Mathias Frank (2.v.l.) hält lange an der Spitze mit, ehe er bei der Abfahrt vom Cormet de Roselend stürzt, danach aber weiterfahren kann. In den Alpen sind die Tour-Teilnehmer sowohl beim Bewältigen von Anstiegen als auch bei den Abfahrten enorm gefordert. Ein Einheimischer entscheidet die erste Bergetappe für sich: Der Franzose Julian Alaphilippe feiert bei der Zieleinfahrt seinen Tagessieg. (17. Juli 2018) Der 26-Jährige aus dem Team QuickStep Floors schüttelte im letzten Anstieg des Tages hinauf zum Col de la Colombière seinen Fluchtgefährten ab. Leader Greg Van Avermaet aus Belgien hält in den Alpen gut mit und baut als Etappenvierter seinen Vorsprung in der Gesamtwertung aus. Die Zuschauer feuern die Fahrer während der Etappe mit vielen Höhenmetern an. Dieser besonders kreative Fan schwenkt in den französischen Alpen die Schweizer Flagge. Einen Tag nach der 10. Etappe von Annecy nach Le Grand-Bornand erwartet die Tour-Teilnehmer in den Bergen zwei Anstiege der höchsten Kategorie. Grosser Triumph: John Degenkolb jubelt nach der Zieleinfahrt in Roubaix. (15. Juli 2018) Im Finish haben Leader Greg Van Avermaet (M.) und Yves Lampaert das Nachsehen. Zahrleiche Fahrer stürzen bei der sonntäglichen «Mini-Classique», darunter der auch der zum Favoritenkreis zählende Australier Richie Porte (r.). Die endschnellen Favoriten überrascht: Dylan Groenewegen (g. l.) siegt in Chartres. (13. Juli 2018) Im Spurt zugeschlagen: Daniel Martin jubelt im Ziel der 6. Etappe der Grande Boucle. (12. Juli 2018) Der irische Routinier setzt sich an der Mûr de Bretagne durch – ein feiner Triumph für den 31-Jährigen. Greg van Avermaet kann sein Leadertrikot mit Erfolg verteidigen. Vive la France – der grösste Radsportevent des Jahres zieht nicht nur die Franzosen in ihren Bann. La France, wie Gott das Land schuf: Faszinierende und romantische Bilder der Tour. Mitten durchs Dorf: Das Feld fährt mit einem Höllentempo dem Ziel der 6. Etappe entgegen. Warten auf die Helden auf zwei Rädern: Fans in der Bretagne. Alt und jung sind von der Tour begeistert: Ein Mädchen in traditioneller bretonsicher Tracht. Hasen sind neben den Strassen keineswegs unerwünscht. Das Feld in der Provinz: Impressionen von der Tour de France 2018.

Fehler gesehen?

Im Spurt des Feldes gewann Dylan Groenewegen in Chartres die 7. Etappe der Frankreich-Rundfahrt, das mit 231 km das längste Teilstück der diesjährigen Tour war. Der Niederländer verwies die beiden Dominatoren der bisherigen Sprints, den Kolumbianer Fernando Gaviria und den Slowaken Peter Sagan, auf die weiteren Plätze.

In den Spurtankünften an den Tagen zuvor hatte sich Groenewegen nie ganz vorne einreihen können. Platz 4 war seine bestes Ergebnis. Doch in Chartres stimmt das Timing perfekt. Problemlos liess der 25-jährige Holländer die je zweifachen Sieger Gaviria und Sagan hinter sich.

Groenewegen hatte schon letztes Jahr im Rahmen der Tour de France ein erstes Mal triumphieren können. Damals gewann er auf den Pariser Champs-Elysées die Schlussetappe.

Spektakel garantiert

Greg van Avermaet behauptete sich als Leader. Der Belgier gewann unterwegs den Zwischensprint und holte sich 3 Sekunden Bonifikation, womit er seine Führung in der Gesamtwertung leicht ausbaute. Van Avermaet profitierte dabei von der Arbeit seines Thurgauer Teamkollegen Stefan Küng, der ihm den Spurt anzog. Der belgische Strassen-Olympiasieger von 2016 in Rio schuf sich ein Polster von 6 Sekunden auf den zweitplatzierten Briten Geraint Thomas.

Am Wochenende folgt zunächst eine weitere Flach-Etappe mit Ziel in Amiens, ehe dann am Sonntag im Nordosten des Landes das Highlight der bisherigen Tour folgt. Auf der Fahrt von Arras nach Roubaix gilt es 15 mit Kopfsteinpflaster durchsetzte Sektoren zu meistern. Die Etappe ist zwar nur 156,5 km lang, aber die insgesamt 21,7 km auf den Pavés versprechen ein Spektakel analog der jeweils im Frühjahr stattfindenden Classique Paris - Roubaix.

105. Tour de France. 7. Etappe, Fougères - Chartres (231 km): 1. Dylan Groenewegen (NED) 5:43:42. 2. Fernando Gaviria (COL). 3. Peter Sagan (SVK). 4. Arnaud Démare (FRA). 5. Christophe Laporte (FRA). 6. John Degenkolb (GER). 7. Daryl Impey (RSA). 8. André Greipel (GER). 9. Andrea Pasqualon (ITA). 10. Mark Cavendish (GBR).

Ferner: 16. Greg van Avermaet (BEL). 25. Chris Froome (GBR). 41. Michael Schär (SUI). 65. Silvan Dillier (SUI). 95. Mathias Frank (SUI), alle gleiche Zeit. 134. Stefan Küng (SUI) 1:36 zurück. - 170 Fahrer gestartet und klassiert.

Gesamtklassement: 1. Van Avermaet 28:19:25. 2. Geraint Thomas (GBR) 0:06. 3. Tejay Van Garderen (USA) 0:08. 4. Julian Alaphilippe (FRA) 0:09. 5. Philippe Gilbert (BEL) 0:15. 6. Bob Jungels (LUX) 0:21. 7. Rigoberto Uran (COL) 0:48. 8. Alejandro Valverde (ESP) 0:54. 9. Rafal Majka (POL) 0:55. 10. Jakob Fuglsang (DEN) 0:56. 11. Richie Porte (AUS), gleiche Zeit. 12. Mikel Landa (ESP) 0:58. 13. Adam Yates (GBR) 1:05. 14. Froome, gleiche Zeit. Ferner: 16. Vincenzo Nibali (ITA) 1:11. 17. Primoz Roglic (SLO) 1:20. 19. Tom Dumoulin (NED) 1:26. 22. Egan Bernal (COL) 1:33. 23. Romain Bardet (FRA) 1:48. 27. Nairo Quintana (COL) 2:13. 45. Frank 5:03. 70. Küng 10:57. 120. Dillier 23:21. 150. Schär 34:19.

Radsport

(fal/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Brumm am 14.07.2018 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    Sowas von veraltet

    Fast sechs Stunden sind 170 Fahrer im Spargang irgendwo durch Frankreich getingelt wo dann gerade mal 4 oder 5 die Fähigkeiten haben im Sprint zu gewinnen. Ausserdem erwartet man sauberen Sport mit Spektakel, das ist doch so gar nicht möglich.

  • Dr. Doping am 13.07.2018 22:16 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Frage der Zeit

    Bis er erwischt wird.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Brumm am 14.07.2018 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    Sowas von veraltet

    Fast sechs Stunden sind 170 Fahrer im Spargang irgendwo durch Frankreich getingelt wo dann gerade mal 4 oder 5 die Fähigkeiten haben im Sprint zu gewinnen. Ausserdem erwartet man sauberen Sport mit Spektakel, das ist doch so gar nicht möglich.

  • Dr. Doping am 13.07.2018 22:16 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Frage der Zeit

    Bis er erwischt wird.

    • sabiten am 14.07.2018 00:39 Report Diesen Beitrag melden

      erwischt aber ...

      Haben ja einen erwischt, ach nein es war ja ein SCHWINGER ! Aber immer nur auf den Velofahrer herumhacken.

    • Ego am 14.07.2018 06:54 Report Diesen Beitrag melden

      Dopos

      Kaum, das ist ja ein Hinweis dass es viel weniger Doping gibt. Froome hat 1.05 Rückstand und ein unbekannter Fahrer gewinnt den Sprint.

    • Morgenvogel am 14.07.2018 07:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @sabiten

      Die Russen ziehen dich Ammoniak an der WM rein, aber bei jedem Radsport Ergebnis gibt es einen solchen Doping-Post...schade.

    • Norman am 14.07.2018 09:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Dr. Doping

      Kaum eine Sportart wird aufgrund der vergangenen Dopingvorfälle mittlerweile mehr kontrolliert als der Radsport. Aber wir Schweizer tun ja so etwas nicht. Oder doch?!

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