Tour de Suisse

19. Juni 2011 19:32; Akt: 19.06.2011 22:04 Print

Nur Cancellara und Frank überzeugten

von Herbie Egli - Fabian Cancellara gewann nach dem Prolog auch das abschliessende Zeitfahren der 75. Tour de Suisse. Ausser ihm und Mathias Frank hielten sich die Schweizer an der Jubiläumstour zurück.

Fabian Cancellara schaut auf die Tour de Suisse zurück und blickt nach vorne zur Tour de France. (Video: 20 Minuten Online)
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Zeitfahren ist und bleibt eine Sache für Fabian Cancellara. Nachdem der Berner in Lugano den Prolog auf souveräne Art gewann, trimphierte der vierfache Weltmeister auch beim Abschlusszeitfahren in Schaffhausen. «Die Tour de Suisse war sehr schwer. Ich bin aber im Fahrplan und kann mich nicht beklagen», zieht Cancellara Bilanz. Der Zeitfahr-Champion lässt es nun ruhig angehen, bevor das Saison-Highlight wartet. «Erholung bei der Familie ist angesagt. In zehn Tagen geht es zur Vorbereitung an die Tour de France. Es wird eine harte, intensive Tour und wir haben grosse Ambitionen.»

Starke Leistung von Frank

Mit Mathias Frank auf dem 6. Platz hat die Schweiz nur einen Athleten in den Top Ten des Gesamtklassements. Der 24-jährige Luzerner fuhr ein beherztes Zeitfahren und wurde 12. Damit verbesserte sich Frank in der Endabrechnung um drei Ränge. Hätte der BMC-Profi nicht Pech mit Stürzen und aufgebrummten Strafsekunden durch die Kommissäre wegen Abstossens am Mannschafswagen gehabt, wäre die Schweizer Zukunftshoffnung wohl noch besser klassiert. Auch in den Bergen fuhr Frank stark.

Von den übrigen Schweizern sah man wenig. Michael Albasini und Andreas Dietziker versuchten ihr Glück zwar in Fluchtgruppen, hatten mit ihren Ausreissversuchen aber keinen Erfolg. Rubens Bertogliati und Johann Tschopp traten praktisch gar nicht in Erscheinung. David Loosli fuhr die Tour sogar nicht einmal zu Ende. Dies aber aus einem persönlichen und für ihn erfreulichen Grund: Der 31-jährige Berner wurde während der Rundfahrt Vater.

2012 von Lugano nach Sörenberg

Am Schlusstag der 75. Tour de Suisse gaben die Organisatoren schon die Strecke vom nächsten Jahr bekannt. Zum dritten Mal nacheinander wird in Lugano gestartet. Die 2. Etappe führt vom italienischen Verbania hoch ins Wallis nach Verbier. Danach geht es durch das Mittelland, den Kanton Aargau in die Ostschweiz nach Bischofszell. Im zürcherischen Gossau findet ausserdem ein Einzelzeitfahren statt, bevor auf die Fahrer am zweitletzten Tag eine Bergankunft in Arosa wartet. Die Schlussetappe führt vom Glarnerland nach Sörenberg.

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