105. Tour de France

21. Juli 2018 17:31; Akt: 22.07.2018 19:08 Print

Spanischer Triumph auf dem Flugplatz

Omar Fraile entscheidet die 14. Etappe der Tour von Saint-Paul-Trois-Châteaux nach Mende solo für sich. Es ist der bisher grösste Erfolg für den Astana-Profi.

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Grosse Freude: Omar Fraile jubelt im Ziel nach dem grössten Sieg in seiner Laufbahn. (21. Juli 2018) Ganz oben: Der spanische Astana-Profi nach der 14. Etappe der Tour in Mende. Der Brite Geraint Thomas verteidigt souverän sein Leadertrikot. Das Feld pedalt während des 14. Teilstücks durch die wunderschönen Landschaften im Süden Frankreichs. Der Leader sprintet vor seinen Konkurrenten dem Ziel entgegen: Geraint Thomas setzt sich auch in der Königsetappe durch und gewinnt als erster Brite auf der Alpe d'Huez. (19. Juli 2018) Sein Landsmann und Teamkollege Chris Froome (r.) muss sich mit Rang 4 begnügen. Im Gesamtklassement liegt der Tour-Vorjahressieger 1:38 Minuten hinter Thomas. Der Franzose Romain Bardet (l.) beendet die Etappe zeitgleich mit Froome als Vierter und der Niederländer Tom Dumoulin (r.) erreicht das Ziel mit zwei Sekunden Rückstand auf den Gesamtführenden an zweiter Stelle. Der Tagessieger ist nach dem Aufstieg auf 1850 Meter über Meer von den Strapazen gezeichnet. Auch Dumoulin muss auf der 175,5 Kilometer langen Königsetappe beissen. Auf dem Streckenabschnitt hinauf zum beliebten Wintersportort kommen die Zuschauer den Fahrern ganz nahe, wodurch immer wieder brenzlige Situationen entstehen. Vincenzo Nibali bekommt das zu spüren: Der Vierte des Gesamtklassements fährt im Rauch von Petarden auf ein Polizei-Motorrad auf und stürzt. Der Italiener beisst zwar auf die Zähne und kommt mit nur 13 Sekunden Rückstand als Siebter ins Ziel. Am späten Donnerstagabend muss er aber wegen eines erlittenen Wirbelbruchs aufgeben. Wird für seinen kurz vor dem Ziel lancierten Antritt belohnt: Geraint Thomas entscheidet die 11. Etappe der Tour de France solo für sich. (18. Juli 2018) Der Brite übernimmt nach der ersten Bergankunft der Rundfahrt die Gesamtführung und trägt am Donnerstag beim Erklimmen der Alpe d'Huez das Maillot Jaune. Teamkollege und Landsmann Chris Froome (l.) sowie der Niederländer Tom Dumoulin erreichen 20 Sekunden später das Ziel. Ersterer liegt im Gesamtklassement nun als Zweiter 1:25 Minuten hinter dem Leader, während Dumoulin als Drittplatzierter 1:44 Minuten Rückstand hat. Greg van Avermaet aus Belgien ist bei der zweiten Alpenetappe noch im Gelben Trikot unterwegs, muss dieses nach der Ankunft (als 71.) in La Rosière allerdings wieder abgeben. Der Schweizer Mathias Frank (2.v.l.) hält lange an der Spitze mit, ehe er bei der Abfahrt vom Cormet de Roselend stürzt, danach aber weiterfahren kann. In den Alpen sind die Tour-Teilnehmer sowohl beim Bewältigen von Anstiegen als auch bei den Abfahrten enorm gefordert. Ein Einheimischer entscheidet die erste Bergetappe für sich: Der Franzose Julian Alaphilippe feiert bei der Zieleinfahrt seinen Tagessieg. (17. Juli 2018) Der 26-Jährige aus dem Team QuickStep Floors schüttelte im letzten Anstieg des Tages hinauf zum Col de la Colombière seinen Fluchtgefährten ab. Leader Greg Van Avermaet aus Belgien hält in den Alpen gut mit und baut als Etappenvierter seinen Vorsprung in der Gesamtwertung aus. Die Zuschauer feuern die Fahrer während der Etappe mit vielen Höhenmetern an. Dieser besonders kreative Fan schwenkt in den französischen Alpen die Schweizer Flagge. Einen Tag nach der 10. Etappe von Annecy nach Le Grand-Bornand erwartet die Tour-Teilnehmer in den Bergen zwei Anstiege der höchsten Kategorie. Grosser Triumph: John Degenkolb jubelt nach der Zieleinfahrt in Roubaix. (15. Juli 2018) Im Finish haben Leader Greg Van Avermaet (M.) und Yves Lampaert das Nachsehen. Zahrleiche Fahrer stürzen bei der sonntäglichen «Mini-Classique», darunter der auch der zum Favoritenkreis zählende Australier Richie Porte (r.). Die endschnellen Favoriten überrascht: Dylan Groenewegen (g. l.) siegt in Chartres. (13. Juli 2018) Im Spurt zugeschlagen: Daniel Martin jubelt im Ziel der 6. Etappe der Grande Boucle. (12. Juli 2018) Der irische Routinier setzt sich an der Mûr de Bretagne durch – ein feiner Triumph für den 31-Jährigen. Greg van Avermaet kann sein Leadertrikot mit Erfolg verteidigen. Vive la France – der grösste Radsportevent des Jahres zieht nicht nur die Franzosen in ihren Bann. La France, wie Gott das Land schuf: Faszinierende und romantische Bilder der Tour. Mitten durchs Dorf: Das Feld fährt mit einem Höllentempo dem Ziel der 6. Etappe entgegen. Warten auf die Helden auf zwei Rädern: Fans in der Bretagne. Alt und jung sind von der Tour begeistert: Ein Mädchen in traditioneller bretonsicher Tracht. Hasen sind neben den Strassen keineswegs unerwünscht. Das Feld in der Provinz: Impressionen von der Tour de France 2018.

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Der 28-jährige Spanier setzte sich wenige Sekunden vor dem Franzosen Julian Alaphilippe und dem Belgier Jasper Stuyven durch und feierte den grössten Sieg seiner Karriere. Omar Fraile vom Team Astana, der diesen Frühling eine Etappe der Tour de Romandie gewonnen hatte, gehörte einer ursprünglich 32-köpfigen Spitzengruppe an, die sich kurz nach dem Start gebildet hatte. Das Feld mit allen Anwärtern auf den Gesamtsieg liess die Ausreisser gewähren.

Aktiver Küng

Zu Beginn der der 3 Kilometer langen Rampe kurz vor dem Ziel lag noch Stuyven alleine in Führung, mit einem Vorsprung von 1:40 Minuten auf die Verfolger. Während Stuyven im Anstieg immer langsamer wurde, griffen dahinter Fraile und später der Bergpreis-Leader Alaphilippe an. Fraile überholte den Führenden zwei Kilometer vor dem Ziel und rettete sich zu seinem ersten Etappensieg im Rahmen der Tour de France.

Der Fluchtgruppe angehört hatte auch der Schweizer Stefan Küng. Der Thurgauer musste auf dem hügeligen Parcours mit vier Bergpreisen bereits 40 Kilometer vor dem Ziel abreissen lassen. Er wurde schliesslich mit einem Rückstand von gut zwei Minuten guter 17. im Etappenklassement.

Top 3 geschlossen im Ziel

Die besten Fahrer in der Gesamtwertung folgten gut 18 Minuten nach Fraile. Der Brite Geraint Thomas, der zweitplatzierte Vorjahressieger Chris Froome und der Gesamtdritte Tom Dumoulin fuhren geschlossen über die Ziellinie. Thomas hinterliess dabei erneut einen souveränen Eindruck und schien zumindest nicht die schwächeren Beine zu haben als sein Captain und Landsmann Chris Froome.

Der in der Gesamtwertung viertplatzierte Slowene Primoz Roglic machte als 29. der Tageswertung acht Sekunden gut auf Dumoulin. Die hinter den Top 3 klassierten Fahrer wie zum Beispiel der Franzose Romain Bardet oder der Kolumbianer Nairo Quintana verloren erneut etwas Zeit.

105. Tour de France. 14. Etappe, Saint-Paul-Trois-Châteaux - Mende (188 km): 1. Omar Fraile (ESP) 4:41:57. 2. Julian Alaphilippe (FRA) 0:06 zurück. 3. Jasper Stuyven (BEL), gleiche Zeit. 4. Peter Sagan (SVK) 0:12. 5. Damiano Caruso (ITA) 0:17. 6. Simon Geschke (GER) 0:19. 7. Nicolas Edet (FRA), gleiche Zeit. 8. Lilian Calmejane (FRA) 0:23. 9. Daryl Impey (RSA) 0:30. 10. Thomas de Gendt (BEL) 0:37.

Ferner: 17. Stefan Küng (SUI) 2:07. 20. Greg van Avermaet (BEL) 2:25. 29. Primoz Roglic (SLO) 18:01. 30. Chris Froome (GBR) 18:09. 31. Tom Dumoulin (NED). 32. Geraint Thomas (GBR), beide gleiche Zeit. 33. Nairo Quintana (COL) 18:19. 34. Steven Kruijswijk (NED) 18:23. 35. Egan Bernal (COL) 18:23. 36. Romain Bardet (FRA), gleiche Zeit. 41. Mikel Landa (ESP) 18:38. 64. Mathias Frank (SUI) 21:20. 72. Michael Schär (SUI) 22:13. 101. Silvan Dillier (SUI) 23:15. - 152 gestartet, 151 klassiert.

Gesamtklassement: 1. Thomas 58:10:44. 2. Froome 1:39. 3. Dumoulin 1:50. 4. Roglic 2:38. 5. Bardet 3:21. 6. Landa 3:42. 7. Kruijswijk 3:57. 8. Quintana 4:23. 9. Jakob Fuglsang (DEN) 6:14. 10. Daniel Martin (IRL) 6:54. Ferner: 35. Küng 56:05. 53. Frank 1:12:39. 56. Fraile 1:14:11. 98. Dillier 1:47:41. 108. Schär 1:51:46.

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Radsport

(fal/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • frizz am 22.07.2018 11:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bewegt euern A..... mal selbst!

    Wer selbst nie ein Rennvelo bewegt hat, soll an dieser Stelle einfach den Stinkefinger von den Tasten lassen. Bin selbst seit über 30 Jahren im Sattel unterwegs, auch diverse Rennen gefahren, auf Amateurbasis, habe einige Sünder kennengelernt, leider auch in diesem Bereich des Radsports.... Egal, was über Allem steht, sind die gigantischen Erlebnisse, eins mit der Natur, der Landschaft, den Bergen. Die Sinne geschärft. Unbezahlbar.

  • King am 22.07.2018 04:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer mit Vorbehalt

    Nach der Tour sollte dem Gewinner ein Heiligenschein aufgesetzt werden.

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  • Rigo Ros am 21.07.2018 22:10 Report Diesen Beitrag melden

    Dopingsport

    Man sollte Radsport in Dopingwettkampf umbenennen. Wer sich mehrreinhaut gewinnt

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Die neusten Leser-Kommentare

  • frizz am 22.07.2018 11:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bewegt euern A..... mal selbst!

    Wer selbst nie ein Rennvelo bewegt hat, soll an dieser Stelle einfach den Stinkefinger von den Tasten lassen. Bin selbst seit über 30 Jahren im Sattel unterwegs, auch diverse Rennen gefahren, auf Amateurbasis, habe einige Sünder kennengelernt, leider auch in diesem Bereich des Radsports.... Egal, was über Allem steht, sind die gigantischen Erlebnisse, eins mit der Natur, der Landschaft, den Bergen. Die Sinne geschärft. Unbezahlbar.

  • King am 22.07.2018 04:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer mit Vorbehalt

    Nach der Tour sollte dem Gewinner ein Heiligenschein aufgesetzt werden.

    • Knecht am 22.07.2018 11:50 Report Diesen Beitrag melden

      Auch Schweinger dopen

      Auch die Schwinger dopen.

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  • Rigo Ros am 21.07.2018 22:10 Report Diesen Beitrag melden

    Dopingsport

    Man sollte Radsport in Dopingwettkampf umbenennen. Wer sich mehrreinhaut gewinnt

    • Randy am 21.07.2018 23:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rigo Ros

      Du hast absolut keine Ahnung! Im Fussball oder sonstigen Kommerzsportarten wird viel mehr gedopt, nur wird das dort unter den Tisch gekehrt damit ja nicht negativ über die Geldspirale berichtet wird. Jeder Profiradsportler wird permanent überwacht, muss sogar sein Hotel und Zimmer angeben damit er nachts überraschend kontrolliert werden kann.

    • Tarnold Meier am 22.07.2018 05:06 Report Diesen Beitrag melden

      Keine Ahnung....

      ...aber im Internet stark!

    • Stöff am 22.07.2018 08:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Randy

      Gutgläubigkeit macht Drogenkonsumenten im Umfeld von Händlern auch nicht besser.

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  • John America am 21.07.2018 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unvergessen

    Heutiger Radsport ist nur noch pipifax, hingegen unvergessen bleibt wie Lance Armstrong damals Jan Ullrich in die Augen schaute und ihn dann gnadenlos in Grund und Boden fuhr. Armstrong, der beste Sportler den die Menschheit jemals gesehen hat.

    • Maler50 am 21.07.2018 20:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @John America

      Einer der grössten Doper im Radsport triffts wohl eher.

    • Sportexperte am 21.07.2018 20:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Maler50

      Zu dieser Zeit waren alle im Feld gedopt, und selbst mit Doping ist diese Leistung einfach nur Gigantisch gut, Watt-Zahlen, Umdrehungen pro Minute und zurückgelegte Höhenmeter - einfach Wahnsinn.

    • Sepp Schweizer am 21.07.2018 21:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @John America

      Und da war mal Don Miguel!!!

    • Armschwach am 21.07.2018 21:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @John America

      Mit chemischer Unterstützung.

    • Beat Meyer am 21.07.2018 21:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @John America

      der niederträchtigste und extrem gedopte sportler aller zeiten vielleicht!!

    • Hoover am 22.07.2018 06:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @John America

      Ja das stimmt. Der war richtig Dope!:)

    • the symbol am 22.07.2018 07:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @John America

      gnadenlos gedopt war er und sicher kein grosser Sportler. Er fährt nur Velo...

    • radi am 22.07.2018 07:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @John America

      genau und auch der grösste doper der gröste ist merkxx

    • Heinz Schweiz am 22.07.2018 08:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @John America

      Genau! Darum sind ihm ja auch alle Toursiege aberkannt worden.

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