Tour de France

22. Juli 2014 17:34; Akt: 22.07.2014 21:50 Print

Rogers gewinnt Pyrenäen-Auftakt

Der Australier Michael Rogers gewinnt die erste Berg-Etappe in den Pyrenäen vor Thomas Voeckler und Wasil Kiryjenka. Vincenco Nibali fährt weiter souverän im Maillot jaune.

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Der Deutsche Tony Martin gewinnt das Einzelzeitfahren von Bergerac nach Périgueux über 54 km überlegen. Er nimmt dem Zweiten Tom Dumoulin aus Holland 1:39 ab. Der Italiener Vincenzo Nibali verteidigt sein Leader-Trikot souverän und wird im Zeitfahren Vierter. Ramunas Navardauskas überrascht die Sprinter und gewinnt die 19. Etappe in Bergerac. Das Wetter zeigt sich nicht von der netten Seite. Gesamtleader Vincenzo Nibali hat keine Probleme und geht mit beruhigendem Vorsprung ins Zeitfahren am Samstag. Vincenzo Nibali feiert in Hautacam seinen vierten Etappensieg und baut den Vorsprung im Gesamtklassement weiter aus. Bergpreisleader Rafal Majka aus Polen gewinnt die zweite Pyrenäenetappe von Saint Gaudens nach Saint Lary-Soulan 29 Sekunden vor dem ersten Verfolger. Gesamtleader Vincenzo Nibali wurde mit 49 Sekunden Rückstand Etappendritter. Der Australier Michael Rogers (Bild) gewinnt die erste Etappe in den Pyrenäen vor Thomas Voeckler. Vincenzo Nibali zeigt keine Schwäche und ist weiter auf Titelkurs. Der Ruhetag hat nicht geholfen: Weltmeister Rui Costa (rechts) muss wegen Problemen mit den Bronchien die Tour de France abbrechen. Alexander Kristoff jubelt über seinen Sprintsieg. Der Schweizer Martin Elmiger (l.) und Jack Bauer prägen die Etappe mit einer Soloflucht, werden aber kurz vor dem Ziel eingeholt. Gute Sicht auf den Tour-Tross. Am Vortag noch Zweiter, jetzt überquert der Pole Rafal Majka als Erster die Ziellinie. Er gewinnt die zweite Alpen-Etappe solo. Leader Vincenzo Nibali ist ihm auf den Fersen und beendet das Rennen auf dem zweiten Platz. Damit baut er die Führung aus. Solo-Sieg von Tour-Leader Vincenzo Nibali. Gegen den Italiener ist auf der ersten Alpenetappe kein Kraut gewachsen. Der zweitplatzierte Pole Fafal Majka kommt mit einem Rückstand von 10 Sekunden im Ziel auf 1730 Metern Höhe an. Alexander Kristoff gewinnt die 12. Etappe im Sprint vor Peter Sagan. Es ist der erste Tour-de-France-Etappensieg für den Norweger. Vincenzo Nibali darf das gelbe Trikot weiterhin tragen. Schmerzhaft: David de la Cruz melgarejo verletzt sich bei einem Sturz und muss die Tour aufgeben. Tony Gallopin triumphiert nach dem Ruhetag im Schlusssprint der 11. Etappe. Vincenzo Nibali verteidigt das gelbe Leadertrikot souverän. Ruhetag an der diesjährigen Tour de France: Fabian Cancellara gibt bekannt, dass er aus der Rundfahrt aussteigt. Tagessieg und Gesamtführung: Vincenzo Nibali gewinnt die 10. Etappe mit der Bergankunft in La Planche des Belles Filles. Der Italiener überholt im Schlussaufstieg alle Gegner und erscheint nach 161,5 km alleine im Ziel. Tony Gallopin muss das Maillot jaune nach nur einem Tag wieder an Nibali abtreten. Mit Tränen und Schmerzen endet die 10. Etappe für Mitfavorit Alberto Contador. Der Spanier stürzt in der Abfahrt des Petit Ballon und muss mit einer Knieverletzung aufgeben. Solo-Sieg in Mulhouse: Der Deutsche Tony Martin feiert seinen Erfolg auf der 9. Etappe nach 170 Kilometern. Fabian Cancellara sichert sich mit einem beherzten Sprint in der Verfolgergruppe Rang 2 hinter Martin. Der Franzose Blel Kadri beschehrt Frankreich an der 8. Etappe der diesjährigen Tour de France den ersten Heimsieg. Die Schweizer Hoffnung Mathias Frank muss die Tour de France 2014 aufgeben. Der Luzerner stürzt auf der 7. Etappe und bricht sich den linken Oberschenkel. Nicht nur Frank stürzt. Im Schlusssprint in Nancy erwischt es auch den Amerikaner Andrew Talansky. Im Sprint setzt sich der Italiener Matteo Trentin hauchdünn vor Peter Sagan durch. Leader bleibt der Italiener Vincenzo Nibali. Wieder ein deutscher Etappensieg: André Greipel setzt sich im Sprint durch. Vincenczo Nibali belibt auch nach der sechsten Etappe im gelben Trikot. Der Holländer Lars Boom fährt bei der Pavé-Etappe zum Sieg. Nibali bleibt im Leadertrikot. Für Titelverteidiger Christopher Froome ist die Tour de France bereits vorbei. Er stürzt auf der 5. Etappe mehrmals und gibt rund 70 Kilometer vor dem Ziel auf. Von den Stürzen gezeichnet steigt er in den Team-Wagen. Die 4. Etappe von Le Toquet-Paris-Plage nach Lille wird im Sprint entschieden. NIcht zu schlagen: Der Deutsche Marcel Kittel holt seinen dritten Tagessieg. Nicht mehr dabei ist Andy Schleck. Der Tour-Sieger von 2010 hatte sich bei der 3. Etappe bei einem Sturz am Knie verletzt. Frankreich empfängt den Briten Christopher Froome nicht herzlich: Der Titelverteidiger stürzt, zieht sich heftige Schürf wunden zu, kann jedoch weiterfahren. Marcel Kittel feiert in der dritten Etappe der Tour de France seinen zweiten Tagessieg - schon in der Startetappe war er nicht zu schlagen. Die Zielgerade vor dem Buckingham Palace in London fuhr Kittel von der Spitze aus und blieb von seinen Konkurrenten unangetastet. Der Italiener Vincenzo Nibali fährt zwei Sekunden vor den ersten Verfolgern ins Ziel der zweiten Tour-Etappe. Damit fährt der letztjährige Giro-Sieger die 3. Etappe in Gelb. Marcel Kittel gewinnt den Massenspurt und darf sich als erster Fahrer ins Maillot jaune einkleiden lassen. Mark Cavendish kommt kurz vor dem Ziel zu Fall und verletzt sich an der Schulter. Fabian Cancellara (l.) entgeht dem Sturz. Sein Angriff rund 1 Kilometer vor dem Ziel bleibt aber ohne Erfolg. Königliche Unterstützung beim Tour-Start in England. Alberto Contador (r.) fordert Vorjahressieger Christopher Froome heraus. Mathias Frank ist Captain des Schweizer Teams IAM. Fabian Cancellara startet ohne grosse Ambitionen. Die 101. Tour de France beginnt am 5. Juli in Leeds und endet am 27. Juli in Paris.

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Die erste von drei Pyrenäen-Etappen der 101. Tour de France wurde eine Beute von Michael Rogers. Der 34-jährige Australier kam in Bagnères-de-Luchon solo zu seinem Premierensieg in der «Grande boucle». Leader Vincenzo Nibali zeigte sich wiederum souverän.

Michael Rogers setzte sich am Ende der steilen Abfahrt vom Port de Balès, dem Haupthindernis der 16. Etappe über 237,5 km von Carcassonne nach Bagnères-de-Luchon, von seinen vier verbliebenen Fluchtgefährten ab. Der Routinier von Down Under hatte vier Kilometer vor dem Ziel eine Attacke von Cyril Gauthier gekontert und den Franzosen gleich stehengelassen. Letztlich triumphierte er mit neun Sekunden Vorsprung vor dem Franzosen Thomas Voeckler und dem Weissrussen Wasil Kirijenka. Rogers war zu Beginn seiner Karriere vor allem als Zeitfahrspezialist bekannt geworden. Von 2003 bis 2005 sicherte sich der Australier in dieser Disziplin gleich dreimal WM-Gold.

Die Geschichte an der Spitze dieser Etappe schrieb eine grosse Fluchtgruppe. Unter den 21 Ausreissern, die zu einem Zeitpunkt fast 13 Minuten Vorsprung besassen, befand sich mit Michael Albasini auch ein Schweizer. Der Thurgauer vom Team Orica-Greenedge konnte aber 31 km vor dem Ziel, im schwierigen Anstieg zum Port de Balès, als einer der ersten Fahrer eine Tempoverschärfung nicht mitgehen.

Nibali ohne Probleme

Im Gesamtklassement blieb Vincenzo Nibali, der das Ziel mit 8:32 Minuten Rückstand erreichte, an der Spitze ungefährdet. Der Italiener führt weiterhin mit 4:37 Minuten vor dem Spanier Alejandro Valverde. Neuer Gesamtdritter ist der Franzose Thibaut Pinot (5:06 zurück), der seinen Landsmann Romain Bardet ablöste. Dieser hatte im letzten Anstieg abreissen lassen müssen und am Ende fast zwei Minuten auf seine direkten Konkurrenten eingebüsst. Bardet fiel auch noch hinter seinem Teamkollegen und Landsmann Jean-Christophe Péraud zurück.

Nach dem längsten Teilstück folgt am Mittwoch die 17. Etappe von Saint-Gaudens nach Saint-Lary Pla d'Adet, wo nach nur 124,5 km eine weitere Bergankunft erfolgt. Gerade aufgrund der Kürze wird eine sehr animierte Etappe erwartet. Diese führt zunächst über drei Pässe der ersten Kategorie (Portillon, Peyresourde und Val Louron-Azet).

Tour für Debütant Hollenstein zu Ende

Reto Hollenstein vom Schweizer Team IAM Cycling muss seine erste Tour de France wegen einer Lungenverletzung vorzeitig aufgeben. Der 28-jährige Thurgauer war in der 16. Etappe kurz nach dem Start in Carcassonne zu Fall gekommen.

Nach der Etappe wurde bei Untersuchungen in der mobilen Tour-Klinik neben zahlreichen Schürfwunden auch ein Pneumothorax rechts festgestellt. Dies bedeutet, dass die Ausdehnung des rechten Lungenflügels behindert ist, wodurch dieser für die Atmung nur noch eingeschränkt zur Verfügung steht.

Trotz dieser gravierenden Behinderung für einen Rad-Profi jagte Hollenstein nach seinem Sturz während 60 km dem Feld nach, ehe er den Anschluss wieder herstellte. Letztlich beendete der Ostschweizer die 237,5 km lange Etappe nach Bagnères-de-Luchon als 161. mit knapp 27 Minuten Rückstand auf Sieger Rogers.

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101. Tour de France. 16. Etappe, Carcassonne - Bagnères-de-Luchon (237,5 km):
1. Michael Rogers (Au) 6:07:10 (38,8 km/h)
2. Thomas Voeckler (Fr) 0:09 zurück.
3. Wasil Kirijenka (WRuss).
4. José Serpa (Kol).
5. Cyril Gauthier (Fr), alle gleiche Zeit.
6. Greg van Avermaet (Be) 0:13.

Gesamtklassement:
1. Vincenzo Nibali (It).
2. Alejandro Valverde (Sp) 4:37.
3. Thibaut Pinot (Fr) 5:06.

(sda)

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