Massive Verletzung

21. Februar 2011 11:50; Akt: 21.02.2011 12:30 Print

Trotz Holzsplitter in der Wade zu Bronze

Beim Weltcup der Bahnradfahrer in Manchester biss Azizulhasni Awang auf die Zähne: Bei einem Sturz durchbohrte ein massiver Holzsplitter seine Wade - und trotzdem beendete er das Rennen.

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Es geschah beim Keirin-Finale, dem «Kampfsprint», bei dem jeweils sechs Fahrer über 2000 Meter gegeneinander antreten. Kurz vor der Ziellinie kam es zur Kollision, Awang und vier Konkurrenten stürzten. Nur Olympiasieger Chris Hoy kam unbeschadet ins Ziel und liess sich am Ende Gold umhängen. Azizulhasni Awang erwischte es am schlimmsten: Ihm bohrte sich ein rund 20 Zentimeter langes Holzstück, ein Teil des Bodens der Bahn, durch die Wade. Trotzdem liess sich der 23-Jährige von seinem Trainer wieder auf das Rad setzen und beendete das Rennen - als Dritter notabene. Danach brach Awang unter grössten Schmerzen zusammen und musste mit der Bahre abtransportiert werden.

Sein Coach John Beasley gab nach dem Rennen laut der «Bild»-Zeitung zu Protokoll: «Er hat gesagt, er sei okay und bat: 'Bring mich auf mein Rad zurück.'» Awang gewann dank diesem dritten Platz übrigens den Gesamtweltcup. Bei der Siegerehrung konnte der Malaysier dann aber nicht mehr dabei sein. Zu diesem Zeitpunkt wurde der tapfere Radprofi bereits operiert. Wenig später liess der 23-Jährige gemäss «Krone» ausrichten: «Die OP ist gut verlaufen, der Splitter wurde sauber entfernt. Danke für die Gebete.»

Der Sturz von Azizulhasni Awang
(Video: BBC)

(mon)