Tour de France

02. Juli 2018 11:45; Akt: 02.07.2018 16:26 Print

Froome startet an der Tour de France

Das Verfahren gegen den viermaligen Tour-Sieger wurde eingestellt. Die Rennleitung akzeptiert den Entscheid des Weltverbandes UCI.

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Chris Froome wird entlastet und wird an der Tour wohl wieder um den Titel mitfahren. (Bild: Keystone/Yoan Valat)

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Die Tour de France hat das Urteil des Rad-Weltverbandes UCI im Fall von Chris Froome akzeptiert. Der Brite werde am Samstag zum Start der Frankreich-Rundfahrt zugelassen, sagte der Tour-Direktor Christian Prudhomme gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Noch am Wochenende hatten die Organisatoren der Tour de France den vierfachen Gewinner ausgeschlossen. Am Dienstag wäre vor dem französischen Sportgericht über die Zulassung des 33-Jährigen verhandelt worden, nachdem Froomes Team Sky gegen das Startverbot rekurriert hatte.

Keine Regelverletzungen

Die Verhandlung vor dem Sportgericht wurde nach dem Entscheid der UCI hinfällig. Froome war im September 2017 an der Spanien-Rundfahrt mit einem zu hohen Wert des bis zu einem gewissen Grad erlaubten Asthmamittels Salbutamol erwischt worden. Froome konnte in dem Verfahren beweisen, dass das abnormale Testergebnis nicht die Folge eines Missbrauchs war.

Die UCI begründete ihren Entscheid im Urteil damit, dass die erhöhte Dosierung des Asthmamittels Salbutamol nicht als Doping gewertet werde. «Die UCI hat alle relevanten Beweise im Detail untersucht», hiess es in dem Statement. «Am 28. Juni 2018 teilte die WADA der UCI mit, dass sie aufgrund der konkreten Umstände des Falles akzeptieren würde, dass die Stichproben-Ergebnisse von Herrn Froome keine Regelverletzung bedeuten.»

In dem Disziplinarverfahren gegen Froome habe der Profi von seinem Recht Gebrauch gemacht, «nachzuweisen, dass sein abnormales Ergebnis die Folge einer erlaubten Verwendung war». Froome leidet offiziell seit der Kindheit an Asthma.

Froome zweifelte nie an Unschuld

Nach den WADA-Regularien durfte Froome bis zur Klärung des Falls weiterfahren. In dieser Zeit gewann der umstrittene Captain des Teams Sky im Mai zum ersten Mal den Giro d'Italia. Er habe nie daran gezweifelt, dass er freigesprochen werde, sagte Froome in einer Stellungnahme seines Teams, «aus dem simplen Grund, weil ich nie etwas falsch gemacht habe.»

Natürlich habe die UCI die Testergebnisse von der Vuelta prüfen müssen. «Leider blieben die Einzelheiten des Falls nicht vertraulich, wie sie es hätten bleiben sollen. Ich verstehe, dass die Frustration und die Unsicherheit gross war, weil es so lange gedauert hat», so der vierfache Gewinner der Tour de France weiter.

Auch Froomes Teamchef Dave Brailsford zeigte sich zufrieden: «Wir hatten immer totales Vertrauen in Chris und seine Integrität. Wir freuen uns, dass der Fall nun abgeschlossen worden ist. Wir können es kaum erwarten, Chris (an der Tour de France - Red.) zum fünften Sieg und damit zum Rekord zu verhelfen.»

Radsport

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Simon am 02.07.2018 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    Lachhaft

    Anstatt ein klares Zeichen zu setzen, entzieht man dem Radrennsport noch den letzten Rest Glaubwürdigkeit.

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  • Ruedi am 02.07.2018 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    schon krass....

    wieviele Velofahrer Asthma haben. :-)

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  • yves am 02.07.2018 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    schade...

    Es wurde eine Chance verpasst ein Exempel zu statuieren und den Herrn Froome zu sperren. Über 100% mehr als erlaubt, das dient sicherlich nicht um das Asthma zu lindern.

Die neusten Leser-Kommentare

  • B. Hinault am 05.07.2018 16:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    TdF

    Mit seiner erzwungenen TdF Teilnahme hat nun Froom der TdF und der Glaubwürdigkeit des Radsport enorm geschadet. Schade hat TdF Komitee nicht an B. Hinault gehört.

  • Nando Käser am 05.07.2018 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Farce

    Er startet, wie die andern 200 Junkies auch, wo ist das Problem? Schaut sich das echt noch jemand an?

  • E-bike am 05.07.2018 00:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    UCI

    Einfach peinlich dieses Trauerspiel. UCI soll man nun auflösen. Gib den doch gerade e-bikes. Dann werden wenigstens alle gleiche motörli haben( nicht frisiert) und müssen nicht Asthmatiker simulieren.

  • Banani am 03.07.2018 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Wichtig ist jetzt Transparenz!

    Die UCI argumentiert mit den Umständen. Offensichtlich haben sich die Experten hier überzeugen lassen, dass die konkreten Umstände zu den entsprechenden Resultaten geführt haben, welche damit keine Regelverletzung darstellen. Das ist in Ordnung. Im Sinne der Transparenz, sollte aber über diese Umstände klar informiert werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass in einem ähnlich gelagerten Fall gleich geurteilt würde. Sonst könnte die Entscheidung wirklich einen schalen Beigeschmack haben.

    • Paydriver am 05.07.2018 15:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Banani

      Die UCI hat vor den enormen Kosten des juristisches Verfahren Angst bekommen. From und sein SKY hat schon über 10 mio reingesteckt und hat mit weiteren rechtlichen Schritten gedroht. Die älteren Herren bei der UCI haben nun Windeln voll bekommen. Mit Geld kannst du dir auch TdF Teilnahme kaufen. PAYDRIVER , wie in der F1.

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  • Stöff am 03.07.2018 06:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Asthmatiker

    Alle Radprofis sind arme und geplagte Asthmatiker, ist doch klar.