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01. März 2011 17:27; Akt: 03.03.2011 13:13 Print

Glücklicheres Ende für FCZ nach Cup-Fight

Der FC Zürich hat erstmals seit fast vier Jahren im Berner Stade de Suisse gewonnen. Im Cup-Viertelfinal verspielten die Zürcher gegen die Young Boys zwar eine 3:0-Führung, gewannen aber noch 4:3 nach Verlängerung.

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Xavier Margairaz avancierte am Mittwochabend zum Matchwinner. Der defensive Mittelfeldspieler stand in der 116. Minute völlig frei vor YB-Keeper Marco Wölfli und erzielte den vielumjubelten Siegtreffer. Bereits in der 41. Minute hatte er das 2:0 erzielt. Dass er aufgrund einer Verwarnung in der 14. Minute für den Halbfinal gesperrt ist, wird ihm die Freude über seine beiden Tore etwas mindern.

Für YB war es eine bittere Niederlage. Zum einen scheiterten sie wie bereits im letzten Jahr (gegen Challenge-League-Klub Lausanne) in den Cup-Viertelfinals. Zum anderen hatten sie vor zweieinhalb Wochen den FCZ in der Meisterschaft (4:2) im Griff gehabt; nun kassierten sie die erst zweite Niederlage in dieser Saison im eigenen Stadion. Bisher war das nur Neuchâtel Xamax gelungen.

3:0-Führung verspielt

Dass es zu einer Verlängerung kam, hätte nach 50 Minuten wohl keiner der rund 12'000 Zuschauer gedacht. Marco Schönbächler mit einem schönen Distanzschuss (5.), Margairaz nach einem Freistoss (41.) und Amine Chermiti per Kopf (49.) hatten die Zürcher in Bern scheinbar vorentscheidend 3:0 in Führung gebracht.

Aus dem Motto «Eine ruhige Kugel schieben» wurde allerdings aus Zürcher Sicht nichts. In weniger als zwei Minuten hatten die Young Boys den Anschluss wieder geschafft. Zuerst traf Alexander Farnerud in der 54. Minute zum 1:3, kurz darauf bezwang Henri Bienvenu FCZ-Keeper Johnny Leoni zum 2:3. Trainer Urs Fischer setzte übrigens erstmals seit dem 20. November und dem Cup-Achtelfinal gegen Tuggen auf Leoni, der - wie immer im Cup in dieser Saison - an Stelle des zuletzt glücklosen Andrea Guatelli das Tor hütete.

Mayukas Ausgleich in der 82. Minute

In der berühmten «YB-Viertelstunde» schlugen die Berner dann zu: der eingewechselte Emmanuel Mayuka schoss in der 82. Minute das nicht mehr für möglich gehaltene 3:3. Der Ausgleich für die Berner war zu diesem Zeitpunkt verdient, denn mit Ausnahme der ersten 20 Minuten war es das Heimteam, das das Tempo vorgab. YB war über weite Strecken die aktivere Mannschaft und kam nach 90 Minuten auf ein Corner-Verhältnis von 12:4. Doch die Zürcher legten wieder einmal eine grosse Effizienz an den Tag und nutzten ihre Chancen fast alle aus. Eine der verpassten Möglichkeiten beklagte Amine Chermiti in der 20. Minute, als er alleine an YB-Torhüter Marco Wölfli scheiterte.

Nach dem Ausgleich stand der FCZ dem 4:3 näher: Ein Tor von Mathieu Béda wurde wegen Offsides aberkannt, in der Nachspielzeit rettete Wölfli mit einer Fussabwehr auf der Linie. In der Verlängerung verpasste Mayuka in der 104. Minute aber auch für YB den wohl entscheidenden Treffer nur knapp.

Young Boys - ZÜRICH 3:4 (0:2, 3:3) n.V.
Stade de Suisse. - 12'195 Zuschauer. - SR Busacca.
Tore: 5. Schönbächler 0:1. 41. Margairaz 0:2. 49. Chermiti 0:3. 54. Farnerud 1:3. 56. Bienvenu 2:3. 82. Mayuka 3:3. 116. Margairaz 3:4.
Young Boys: Wölfli; Nef, Dudar, Affolter; Suter (75. Costanzo), Doubaï, Spycher (56. Raimondi); Farnerud; Lulic (65. Mayuka), Degen; Bienvenu.
Zürich: Leoni; Philippe Koch, Béda, Teixeira, Magnin; Schönbächler, Aegerter, Margairaz, Djuric (91. Kukuruzovic); Chermiti (75. Alphonse), Hassli (59. Mehmedi).
Bemerkungen: YB ohne Dussin (verletzt) und Jemal (abwesend), Zürich ohne Chikhaoui (verletzt) sowie Nikci, Stahel, Buff, Nafkha und Barmettler (alle nicht im Aufgebot). 87. Tor von Béda wegen Offsides aberkannt.
Verwarnungen: 14. Margairaz (Foul). 24. Bienvenu (Foul). 44. Lulic (Foul). 92. Schönbächler (Foul).

(sda)