Nach Sieg

13. März 2011 13:51; Akt: 13.03.2011 14:14 Print

«Abgerechnet wird erst am Schluss»

Nach den Enttäuschungen in den beiden Abfahrten, schlägt Didier Cuche beim Super-G in Kvitfjell zurück. Die Euphorie dämpft er aber gleich selbst wieder.

storybild

Konzentriert Richtung Lenzerheide: Didier Cuche.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Gestern noch war er unruhig und zu verbissen. Der Disput mit Günter Hujara schien ihn zu bedrücken. Doch Cuche rechtfertigte sich noch am Abend und scheint diese Probleme hinter sich gelassen zu haben.

Umfrage
Wer holt sich den Super-G-Weltcup?
89 %
6 %
2 %
3 %
Insgesamt 1070 Teilnehmer

«Ich habe den richtigen Mix zwischen Angriff und Lockerheit gefunden», so der Neuenburger. Genau das, was er in der Abfahrt vermissen liess. Dass es so gut laufen würde, dachte er jedoch selbst nicht: «Ich war überrascht, dass ich so schnell war. Ich habe zwar gespürt, dass mein Ski schnell ist, und dass ich einen guten Zug drauf habe.» Trotzdem, war er wegen den Nebengeräuschen nicht ganz zufrieden: «Das ist wohl der einzige Sieg in meiner Karriere, den ich nicht richtig geniessen kann.»

68 Zähler Vorsprung

Jetzt weist er in der Spezialwertung 64 Zähler Vorsprung auf den ersten Verfolger vor dem letzten Rennen am Donnerstag aus. Dieser ist mit Georg Streitberger allerdings verletzt. Darum muss Cuche in erster Linie auf Ivica Kostelic mit 68 und Michael Walchhofer mit 77 Punkten Rückstand schauen. Die beiden müssen mindestens Rang 2 erreichen, um den Schweizer noch zu überholen. Dem Schweizer selbst reicht ein achter Platz auf jeden Fall. Trotzdem stapelt er tief: «Abgerechnet wird erst am Schluss. Ich glaube, dass es weiterhin sehr knapp wird. Der Fahrer, der in Lenzerheide gewinnt, hat die grösste Chance auf die Kugel.» Der letzte Schweizer Super-G-Weltcupsieger war Paul Accola vor 19 Jahren.

(fox)