Super-G-Sieger Feuz

16. Dezember 2011 15:55; Akt: 16.12.2011 16:06 Print

«Die Erwartungen schon weit übertroffen»

Wie aus heiterem Himmel hat Beat Feuz den Super-G von Val Gardena gewonnen. Am meisten überrascht über seinen zweiten Weltcup-Sieg war der Shooting-Star aber selbst.

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Schweizer Weltcup-Siege in der Saison 2011/12.

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Die Triumphfahrt im Super-G war Feuz' zweites Rennen auf der berühmten Saslong von Gröden. 2009 wurde der 24-Jährige in der Abfahrt nur gerade 51. «Die Saslong und ich – das ist keine Liebe auf den ersten Blick. Es gibt Strecken, die mir besser liegen. Doch das kann sich ja noch ändern», sagte der Emmentaler am Tag vor dem Super-G in seiner 20-Minuten-Kolumne. Und er sollte Recht behalten.

In einem verrückten Rennen fuhr Feuz mit der hohen Startnummer 26 völlig überraschend auf Rang 1. Leichter Schneefall, Windböen und die schlechte Sicht bevorteilten eigentlich die früh gestarteten Fahrer. «Ich habe am Start gehört, dass Bode Miller führt und mit den höheren Nummern keiner mehr eine Chance hat», sagte der Schweizer nach seinem Überraschungssieg. «Ich habe die Fahrt von Miller sogar noch am TV anschauen können. Umso überraschter war ich im Ziel, als die 1 aufleuchtete - es ist einfach unglaublich.»

Wo er die drei Zehntel auf Miller herausgeholt hat, wusste Feuz nicht. «Ich habe mir gedacht: Du musst jetzt voll auf Risiko fahren, sonst gibt es keine Weltcup-Punkte. Und diese Taktik ist voll aufgegangen», war seine einzige Erklärung. Seine Ziele revidieren will Feuz nach seinem zweiten Weltcup-Sieg aber nicht. «Keine Ahnung, was ich noch für Ziele haben soll. Ich habe ja meine Erwartungen schon weit übertroffen mit dem, was ich bis heute erreicht habe.» Wie wär's mit der Abfahrt vom Samstag? Ein Sieg im Klassiker von Gröden würde Feuz sicher weiteren Schub geben.

Immer wieder verletzt

Doch nicht immer lief alles so reibungslos beim Schangauer. Zwar hatte er die Junioren-Weltmeisterschaften von 2007 in Zauchensee und Flachau im Stile des kommenden Champions beherrscht: Gold in der Abfahrt, Gold im Super-G, Gold in der Kombination und Bronze im Slalom. Doch dann folgte eine lange Leidenszeit.

Im Herbst 2007 erlitt Feuz im Abfahrtstraining ohne Sturz einen Kreuzbandriss. Ein Jahr später beim geplanten Comeback in Lake Louise wieder das Knie: Meniskusschaden lautete die Diagnose. Und nur zwei Jahre später folgte die nächste Knieverletzung. Erst 16 Weltcup-Abfahrten hat der Berner in vier Jahren bestritten. «Den momentanen Erfolg sehe ich auch ein wenig als Entschädigung für all das, was mir in den letzten Jahren widerfahren ist», sagte Feuz zuletzt mit viel Genugtuung.

(pre)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Steingeiss am 16.12.2011 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    Freude herrscht!

    verheizt den Kerl bloss nicht, der ist supi!

  • herbert fivian am 16.12.2011 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Top die Schweizer

    Einfach KLASSE diese Schweizer. Wenn einer wie eben Cuche oder Janka nicht ganz vorne ist, haben wir ja noch Feuz od. Defago.

  • Skifahrer am 16.12.2011 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Super G 2 Durchgänge?

    "Gröden - Super-G - 1. Durchgang" gibs einen Zweiten?!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Anthe am 16.12.2011 17:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Talent

    Was fürne Fahrer B E A T F E U Z ! :)))

  • Steingeiss am 16.12.2011 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    Freude herrscht!

    verheizt den Kerl bloss nicht, der ist supi!

  • Leela Lila am 16.12.2011 14:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So guat!

    Hopp Schwiiz!!!

  • Emmentaler am 16.12.2011 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Grandios

    Super Beat!! Gratuliere!!

  • Marie am 16.12.2011 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    Feuz vs. Olsson

    Bravo Beat! Na da würd ich mal sagen, dass dir Hans Olsson DEIN Raiffeisen-Cap schuldet! :-) Guet gmacht!!!