Didier Cuche

16. März 2011 11:50; Akt: 16.03.2011 12:32 Print

«Die Kugel ist ein Emotions-Booster»

Didier Cuche hat es geschafft. Für den Neuenburger war die Genugtuung nach den Querelen der vergangenen Tagen umso grösser. Konkurrent Michael Walchhofer gab sich versöhnlich.

Didier Cuche tut die Abfahrtskugel richtig gut. (Video: 20 Minuten Online)
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«Genau wegen diesen Emotionen mache ich weiter.» Für Didier Cuche war die Genugtuung nach dem Gewinn der kleinen Kristallkugel im Abfahrtsweltcup gross. Er habe das Gefühl, dass er sich diesen Erfolg nach dem Zwist mit FIS-Rennleiter Hujara verdient habe. «Ich geniesse den Triumph umso mehr», sagte er und strahlte.

Didier Cuche bedankte sich im Zielraum auch bei den zahlreich erschienenen Zuschauern. «Im Starthaus habe ich das Publikum nach Walchhofers Fahrt toben gehört und damit gewusst, dass es ihm nicht nach ganz vorne gereicht hat», so der Neuenburger.

«Das Schönste, noch um etwas Grosses mitzufahren»

Der härteste Konkurrent im Kampf um die Disziplinen-Wertung, Michael Walchhofer, bestritt auf der Lenzerheide das letzte Abfahrts-Rennen seiner Karriere. Auch wenn für ihn mit einer weniger verhaltenen Fahrt im unteren Streckenabschnitt mehr dringelegen wäre, zeigte er sich im Zielraum gelassen und zufrieden. «Für mich war es bereits das Schönste, beim Karrierenende noch um etwas Grosses mitfahren zu können und nicht einfach nur eine Randfigur darzustellen.»

Obwohl ein Jahr jünger als Didier Cuche, habe er den zu Saisonbeginn kommunizierten Entscheid des Rücktritts nie bereut. «Gerade die vielen Sprünge in diesem Winter haben auch gezeigt, wie gefährlich der Skisport sein kann und wie viel Risiko man auf sich nehmen muss, um vorne dabei zu sein», sagte Walchofer. Künftig will er sich vermehrt um den familieneigenen Hotelbetrieb kümmern.

(tat)