Reaktionen zum Slalom

19. Januar 2020 14:57; Akt: 19.01.2020 16:34 Print

«Es regt mich langsam auf mit diesen Hundertsteln»

Die Schweizer Slalomfahrer verpassen das Podest in Wengen nur knapp. Trotzdem überwiegt die Zufriedenheit mit dem guten Teamresultat.

7, 4 und 8 Hundertstel fehlten Zenhäusern diese Saison aufs Slalom-Podest: «Die Lösung ist, schneller zu fahren, um nicht mehr auf Hundertstel angewiesen zu sein.» Video: SDA.
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Sieben Hundertstel fehlten den zeitgleichen Schweizern Ramon Zenhäusern und Daniel Yule auf einen Podestplatz beim Slalom in Wengen, die Enttäuschung hielt sich aber in Grenzen.

Yule wusste, dass er eine bessere Klassierung als Rang 5 im ersten Lauf vergeben hatte. «Für mich waren es zwei Rennen heute», sagte der Adelboden-Sieger. Mit dem ersten sei er gar nicht zufrieden gewesen, mit dem zweiten dagegen schon. Beim Fazit zum Rennen zeigte er Weitsicht: «Es nervt, das Podest um einige Hundertstel zu verpassen, aber im Laufe der Karriere gleicht sich das aus. Manchmal sind die Hundertstel für mich, manchmal gegen mich», so Yule.

Auch Zenhäusern gab sich versöhnlich. «Ich komme dem Podest immer näher, letzte Woche waren es acht Hundertstel, heute sieben. Irgendwann wird es wieder reichen», so der 27-Jährige. Aber natürlich wurmte es ihn, die Top 3 erneut knapp verfehlt zu haben. «Es regt mich schon langsam auf mit diesen Hundertsteln», sagte er und fügte mit einem Lächeln an: «Die einzige Lösung ist, schneller Ski zu fahren, dann ist man nicht mehr auf diese Hundertstel angewiesen.»

Yule und Zenhäusern verpassen Podest knapp

Bei Yule gilt der Fokus schon dem nächsten Slalom, der nächstes Wochenende in Kitzbühel stattfindet. «Heute haben wir gute Sachen gezeigt, nächste Woche können wir hoffentlich noch bessere Sachen zeigen.» Für ihn ging in Wengen die Mini-Serie von zwei Slalomsiegen zu Ende. Dazu sagte er: «Man kann nicht jedes Rennen gewinnen. Nicht einmal Marcel Hirscher hat es in seiner Karriere geschafft, jeden Slalom in einer Saison zu gewinnen.»

Noël doppelt nach

Tanguy Nef (8.) und Loïc Meillard (10.) rundeten das gute Teamresultat mit vier Schweizern in den Top 10 ab. Im Gegensatz zu Yule war Meillards zweiter Lauf langsamer als der erste: «Der erste Lauf war ziemlich gut, den zweiten Lauf habe ich gut begonnen, aber hatte im Mittelteil Probleme, den Rhythmus zu finden», sagte der 23-Jährige. «Aber in die Top 10 zu fahren, ist immer gut – es bedeutet Weltcup-Punkte.»

Das letzte Wort gehört dem französischen Sieger Clément Noël. Der Slalom in Wengen ist offenbar eines seiner liebsten Rennen, hat er ihn doch schon letztes Jahr für sich entschieden. «Es ist speziell, den Sieg hier zu verteidigen. Das Rennen letztes Jahr war unglaublich, weil es mein erster Weltcupsieg war», freute sich der 22-Jährige. «Die Piste heute war wunderbar und die Stimmung super!»

Wintersport

(va)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dietmar N. am 19.01.2020 15:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sportler

    Es war ein schönes Rennen und Rennwochenende mit so gut wie keine Verletzten ,für mich zählt zuerst die Gesundheit der Sportler und die Faierniss ,so soll es sein ,Gratulation.

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  • Heidi Keller am 19.01.2020 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    Was für ein tolles Team!

    Wir haben ein motiviertes,, sympathisches und leistungswilliges Slalomteam, Kompliment allen Sportlern, Trainern und Betreuern. Gemeinsam ist man stark, ihr dürft stolz sein auf eure Leistung!

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  • Papa Bär am 19.01.2020 15:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade...

    ...doch kein Weltuntergang. Sport eben, mal so mal anders. Übung macht den Meister durch Konzentration auf das Einzige, nämlich zu gewinnen und Geduld bis zu diesem einen oder mehrfachen Sieg zu haben.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Cresenza am 20.01.2020 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Knapp vorbei...

    ... ist auch daneben. Mich gfreits! Sind eh unsympathische Sportler, die Schwizer. So verbissa und nidig! Wääähhh....

  • Florian am 20.01.2020 06:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    also ich

    Versteh den Rummel um die Skirennen überhaupt nicht, die Fahrer sind doch eh alle gleich gut, hat einer etwas mehr Gegenwind is er paar hundertstel langsamer, davon abgesehen ist es einfach langweilig, Teletabbis bieten mehr Abwechslung und Spannung

  • Gscheitele am 19.01.2020 23:21 Report Diesen Beitrag melden

    Streck die Hand

    Würde Zenhäusern die Hand inkl. max. Schulterdrehung auf der Ziellinie nach vorne statt nach unten strecken, wäre er jetzt auf dem Podest!

  • Biene am 19.01.2020 22:56 Report Diesen Beitrag melden

    Fairness

    Die Regel müsste geändert werden. Wenn der Abstand zum nächsten Fahrer nicht mindestens ein oder zwei Sekunden beträgt, gibt es halt mehrere Gewinner. Das wäre fair.

    • 50+ am 20.01.2020 00:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Biene

      cool, die besten 20 - 30 Fahrer aufm Podest mit einer Zeit von 1 Minute und 20-22 Sekunden :-)

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  • bei schönem Wetter am 19.01.2020 22:41 Report Diesen Beitrag melden

    Ski fahren

    und ihr hattet tolles Wetter, sodass die Bedingungen für alle in etwa gleich waren. Das hat mich sehr gefreut für die Athleten.