WM-Bronze

03. März 2011 19:31; Akt: 03.03.2011 19:31 Print

«Es tut wirklich richtig gut»

Simon Ammann zeigte sich nach dem Gewinn der Bronzemedaille auf der Grossschanze zuerst erstaunlich sprachlos - und dann sehr gelöst. Er widmet den Erfolg seinem Freund Andreas Küttel.

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Die Medaillengewinner auf der Grossschanze (v.l.): Thomas Morgenstern (2.), Gregor Schlierenzauer (1.) und Simon Ammann (3.). (Bild: Reuters)

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Mit einem Sprung auf 129,5 Meter und dem achten Zwischenrang gestaltete sich der erste Durchgang beim WM-Springen von der Grossschanze für Doppel-Doppel-Olympiasieger Simon Amman eher enttäuschend. Dabei hatte er sich nach «Leder» auf der Normalschanze so viel vorgenommen. Doch im zweiten Durchgang gelang dem Toggenburger ein starker Satz - und mit 134,5 Metern die Bestweite. Damit verbesserte sich Ammann auf Platz 3 und holte schliesslich Bronze. Der Schweizer profitierte dabei aber auch von Patzern der Konkurrenz, unter anderem des Polen Kamil Stoch oder der beiden Norweger Anders Bardal und Anders Jacobsen.

Unmittelbar nach dem Wettkampf war der sonst so emotionsgeladene und gesprächige Ammann vorübergehend etwas sprachlos. Für ihn sei es eine komische Situation, dass sein guter Freund Anders Jacobsen, der nach dem ersten Durchgang Zweiter war, hinter ihn zurückgefallen sei. «Da weiss man gar nicht was sagen», so Ammann. Doch dann taute der 29-Jährige doch noch auf. «Ich freue mich so über diese Medaille, das ist ein Riesengewinn für mich. Es tut wirklich richtig gut.»

Eine Medaille für einen guten Freund

Es sei ein extrem spezieller Tag. «Die Medaille ist sicher meinem guten Freund Andreas Küttel gewidmet, der heute seinen letzten Sprung gemacht hat», so der Schweizer weiter. Wenn einem das bewusst sei, habe man ein ganz anderes Gefühl als in einer normalen Wettkampfvorbereitung. Ammann: «Mich hat es enorm motiviert. Ich habe gewusst, da liegt etwas drin. Schade konnte ich nicht alles herausholen, das ist einfach so. Aber Bronze muss man zuerst einmal gewinnen.» Und das sei ihm spätestens nach diesem Winter mit all diesen vierten Plätzen bewusst. «Ich bin froh, konnte ich diesem Fluch, oder wie auch immer man dem sagen will, dieses Mal wirklich etwas entgegen halten.»

(mon)