Bilanz

09. März 2020 21:29; Akt: 10.03.2020 09:58 Print

«Für Österreich ist das viel zu wenig»

Für den österreichischen Skiverband wird die Saison so schlecht ausfallen wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Zwei Legenden äussern sich.

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Stephan Eberharter fordert vom ÖSV-Team mehr Leidenschaft. (Bild: Keystone)

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30 Podestplätze hat das österreichische Skiteam vor den abschliessenden fünf Saisonrennen (zwei der Männer in Kranjska Gora, drei der Frauen in Are) gewonnen. Das ist eine magere Ausbeute für die sonst so erfolgsverwöhnte Ski-Nation.

Somit droht dem ÖSV die schlechteste Saison seit 1986/87, als es 27 Podestplätze gegeben hat (2 Siege). Denkbar ist, dass es die erste Saison ohne Disziplinensieg seit 1995 wird. Einzig im Parallel-Rennen der Frauen in Are könnte es noch eine Kristallkugel geben. Es wäre jedoch ein schwacher Trost für eine äusserst bescheidene Saison, in der kaum jemand die Erwartungen erfüllte. Die Lücke, die Dauergewinner Marcel Hirscher hinterliess, war nicht zu schliessen.

Für Eberharter ists «peinlich»

Erstmals seit 1990 gewinnt nicht Österreich die Nationenwertung, sondern die Schweiz. Entsprechend harsch ist die Kritik. Skilegende Stephan Eberharter nimmt kein Blatt vor den Mund. «Für ein Land, das den Anspruch hat, die Ski-Nation Nummer eins zu sein, ist es viel zu wenig. Heuer ist Österreich klar nicht die Nummer eins», sagt er in der «Krone». Und setzt noch einen obendrauf: «Für den Aufwand, der betrieben wird, ist das peinlich.» Mit Ausnahme von Matthias Mayer, Vincent Kriechmayr und Marco Schwarz liege es an den Läufern selbst. «Es braucht wieder Leute, die mit Leidenschaft Ski fahren», betont der Riesenslalom-Olympiasieger von 2002

Für Michaela Dorfmeister sind die Österreicherinnen «zu oft nicht gut Ski gefahren». Die zweifache Olympiasiegerin nennt die vielen Verletzungen als Hauptgrund für die magere Saison. Aber nicht nur: «Wenn man Siegläuferinnen wie Nicole Schmidhofer, Stephanie Venier oder Ramona Siebenhofer hat, dann müssen die Ansprüche ganz andere sein.» Als einzige positive Überraschung nennt die 46-Jährige das Talent Nina Ortlieb.

Wintersport

(rom)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pitri am 09.03.2020 21:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mimimi

    Oje, nach 30 Jahren, wieder mal nicht die Nr. 1. Was soll das Gejammer. Jede Serie geht mal zu Ende.

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  • ErichMo am 09.03.2020 21:38 Report Diesen Beitrag melden

    Da sind noch andere Nationen heiss

    Na und. Vielleicht nächstes Jahr wieder.

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  • Mr.Y am 09.03.2020 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und dann die Kommentare wie:

    "Also bei diesen vielen abgesagten Rennen freut sich kein Sportler über eine kleine Kristallkugel..." Aber wäre es nur ein Österreicher, wäre alles super

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Andy Perren am 10.03.2020 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Warum jammern?

    Es kommt halt vor, dass in einer Sport-Saison eine Nation viele gute Fahrer hat und deshalb eine sehr erfolgreiche Saison erlebt. Österreich hat in den vergangenen 30 Jahren den alpinen Skisport dominiert, dieses Jahr eben nicht. Jede Serie geht mal zu Ende. Also, Ösis, Ball flach halten, Nächstes Jahr geht es wieder bei Null los.

  • Martin am 10.03.2020 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    Finito

    Die Dominanz der Österreicher ist jetzt zu Ende. Andere Nationen werden eben auch immer besser. Siehe Norwegen, Italien, Schweden, Frankreich, USA, Slowenien, oder Kroatien. Ist auch gut so.

    • Ruedi am 11.03.2020 15:14 Report Diesen Beitrag melden

      naja

      Bei Schweden, USA und Slowenien sehe ich das anders. Früher war Schweden eine Slalommacht... Jens Byggmark, André Myhrer, Mattias Hargin.. die sind alle nicht mehr dabei. Es kommt keiner nach. Bei den Amerikanern ist Lindsey Vonn und Julia Mancuso auch nicht mehr da... Ted Ligety gewinnt auch keine Rennen mehr. Bei Slowenien ist es dasselbe, mit Jure Kosir, Drago Grubelnik, Andrej Miklavc im Slalom oder auch mit Andrej Jerman in der Abfahrt fehlen die Top Ten Fahrer. Zan Kranjec ist noch der einzige, der es schafft.

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  • nino bosch am 10.03.2020 11:00 Report Diesen Beitrag melden

    Akzeptieren, abhaken

    So ist das Leben, nach Hochs kommen Tiefs! Ihr Ösis akzeptieren, abhaken, abwarten! Eure Zeit kommt auch wieder mal und gönnt den anderen auch mal was!

  • Dani Düsentrieb am 10.03.2020 09:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hmmmmm...

    Auch wir mussten oft unten durch. Dieses Mal schwimmen die Schweizer auf der Erfolgswelle, wie es nächstes Jahr aussieht, sehen wir dann....

  • Helifix am 10.03.2020 08:58 Report Diesen Beitrag melden

    Muss gesagt sein !

    Tolle Zusammenfassung unter "Resultate & Tabellen. Lieber nichts als sowas.