Dominique Gisin

11. Februar 2011 16:14; Akt: 11.02.2011 16:55 Print

«Ich bin eigentlich mega happy»

Die Schweizer Medaillenträume bleiben weiter unerfüllt. Dominique Gisin zeigt sich aber über ihren 4. Rang in der Super-Kombination mehr als zufrieden.

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Sinnbildlich für das schlechte Abschneiden des Schweizer Ski-Teams: Silvan Zurbriggen schied aus. Auch eine Variante: Über die Stange statt neben ihr vorbei - vorgeführt vom Franzosen Steve Missilier. Hoffentlich macht ders besser: Der deutsche Hoffnungsträger Felix Neureuther schaut Teamkollege Fritz Dopfer nach seinem Ausfall zu. Den Hang vor der Linse: Der britische Fotograf Mitch Gunn im Schottenrock am Gudiberg. Marlies Schild kann ihren Gold-Triumph im Slalom kaum fassen. Disziplinen-Dominatorin Schild fand den schnellsten Weg durch den Stangenwald. Auch Wildkatzen traten zum WM-Slalom am Gudiberg an: Die Rumänin Sandra-Elena Narea. Ted Ligety: Bei der Siegerehrung noch andächtig... ...um danach seinen Triumph mit der ganzen Welt zu teilen. Stehaufmännchen: Didier Cuche war nach der ersten Enttäuschung schon bald wieder nach Lachen zumute. Tina Mazes Welt steht Kopf: Die Freude über den Riesenslalom-Titel ist gross. Federica Brignone freut sich kurz nach ihrem Lauf über die Medaille. Tessa Worley (rechts) zeigte im zweiten Lauf eine unglaubliche Aufholjagd: Von Platz 19 zu Bronze. Strahlende Sieger auf dem Podest. Sechs glückliche Franzosen geben die Marseillaise zum Besten. Beim Team-Event musste sich niemand am Skilift hinten anstellen. Anja Pärson geniesst die Fahrt nach oben. Die Kroatin kommt gewaltig ins Straucheln. Das Schreien hat sich ausbezahlt: Schweden gewinnt Bronze. Küsschen für den Kombi-Sieger: Aksel Svindal mit Freundin Julia Mancuso. Grosser Ärger hingegen bei Beat Feuz. Der Berner fädelte im Slalom ein. Er lag knapp in Führung, eine Medaille war in Reichweite. Den Schweizer Fans blieb der Jubel auf den Lippen kleben. Dafür durfte sich Christof Innerhofer über seine dritte Medaille freuen. Zusammen jubelt es sich besser. Die Piste musste intensiv präpariert werden. Elisabeth Görgl gewinnt die Frauen-Abfahrt vor Lindsey Vonn (mit den schönen Schuhen) und Maria Riesch. Lindsey Vonn ist enttäuscht, dass es nicht für einen Sieg gereicht hat. Lara Gut schreit im Ziel ihre Freude heraus. Am Schluss reicht es doch nur für Platz 4. Innige Umarmung von Vonn und Görgl: Die Amerikanerin gratuliert ihrer Konkurrentin zum Sieg. Medaillenfeier von Didier Cuche im Swiss House. Die ist echt: Didier Cuche und seine silberne Medaille von der Abfahrt bei der offiziellen Siegerzeremonie. Didier Cuche (l.) mit seiner Silbermedaille neben Sieger Erik Guay und dem drittplatzierten Christof Innerhofer. Didier Cuche gewinnt in der Abfahrt die Silbermedaille. Nach seinem schnellen Lauf, kracht Didier Cuche mit voller Wucht in die Auffang-Kissen im Zielraum. Diese erste Schweizer Medaille sorgt wohl nicht nur bei Didier Cuche für Erleichterung. Erik Guay geniesst den Moment zuoberst auf dem Podest. Keine optimale Haltung bei Christof Innerhofer - trotzdem gabs Bronze. Viele Fahrer war im Ziel völlig ausgepumpt: So zum Beispiel Natko Zrncic-Dim, ... ... Andrej Sporn oder ... ... der Italiener Werner Heel. Schweizer Fans konnten erstmals jubeln. Bode Miller enttäuschte seinen Anhang dagegen leicht. Gespenstische Stimmung vor der Super-Kombination der Frauen. Aurelie Revillet im Schneegestöber. Laurenne Ross zeigt ihre Zunge. Diese Jacke gehört einem der Exoten, nämlich ... ... Jean-Pierre Roy, der als erster Haitianer an den Start einer Ski-WM gehen wird. Er wird sich im Riesenslalom versuchen. Didier Cuche einsam und allein auf dem Sessellift. Marion Rolland knallt im Ziel in die Absperrung und muss befreit werden. Lindsey Vonn hat's da schon besser. Sie will im Abfahrtstraining keine Risiken eingehen und ist deshalb dick eingepackt. Super-G-Weltmeister Christof Innerhofer macht im Abfahrtstraining keine gute Figur. Didier, was siehst du denn da? Bode Miller kommt mit nur einem Stock ins Ziel. Wieder einmal hat der Amerikaner Pech mit dem Material. Viele Fotografen warten auf das Siegerfoto. Der frischgebackene Weltmeister spielt aber nur mit der Fernsehkamera. Trotz Rang 4: Didier Cuche zeigt seinen Special. Julia Mancuso läuft über den Laufsteg, äähh zum Podest. Bronze-Küsschen für Maria Riesch. Ga und Pa sollen im Zielraum für den einen oder anderen Lacher sorgen. Mehr Aufsehen erregt allerdings dieser Ziegen-Fan. Mit Feuerwerk werden in Garmisch-Patenkirchen die Ski-Weltmeisterschaften begrüsst. Die Zeremonie findet beim Aufsprunghügel der Olympia-Schanze in Partenkirchen statt und dauerte rund 45 Minuten. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (links) posiert mit Maria Riesch (Mitte) und Felix Neureuther. Die Schweizer Fahrer zeigen sich zuvor bei der Pressekonferenz im Schweizer Haus. Von links: Sandro Viletta, Tobias Grünenfelder, Silvan Zurbriggen, Carlo Janka und Didier Cuche. Weitere Bilder der Eröffnungsfeier.

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Die Super-Kombination war vor dem heutigen WM-Tag nicht die Disziplin, in welcher sich die Schweizer Medaillen-Träume erfüllen sollten. Die Schweizerinnen trotzten jedoch dieser Einschätzung und zeigten eine grossartige Leistung – zumindest in der Abfahrt. Danach blieb uns aber nur die Enttäuschung über einen vierten Rang. Einmal mehr.

Dass dieser vierte Rang ausgerechnet Dominique Gisin belegen würde, hätte wohl niemand gedacht. Sie hatte bereits in der Abfahrt geglänzt und lag lediglich 26 Hundertstel hinter der Führenden Görgl. Auch im Slalom wusste sie sich in Szene zu setzen. Obwohl die Engelbergerin die mit Abstand schlechteste Slalom-Fahrerin im Schweizer Team ist, verfehlte sie Platz 3 nur um 0,40 Sekunden. Sie wusste im Ziel um ihre gute Leistung. «Ich bin eigentlich mega happy, für mich ist es das mit Abstand beste Kombi-Resultat meiner Karriere. Es ist sicher auch der beste Slalom, den ich je gefahren bin.» Wieder ein vierter Platz, wobei man von Gisin heute nicht mehr erwarten konnte. «Ich habe wirklich alles gegeben, mehr liegt momentan halt nicht drin im Slalom.»

Gut stampft wortlos aus dem Zielraum

Beinahe alles richtig gemacht hat heute auch Lara Gut – bis auf ihren unglaublich spektakulären Sturz im Slalom. Dies nach glänzenden Zwischenzeiten. Die 19-Jährige nahm heute volles Risiko, wäre vielleicht sogar auf Podestkurs gewesen. Die Enttäuschung über ihren Ausfall war ihr ins Gesicht geschrieben. Sie stampfte nach ihrer Zielankunft wortlos an der Medienschar vorbei. Sie war heute wirklich der Pechvogel. Erst in der Abfahrt die gelbe Flagge auf der Piste und danach der brutale Sturz im Slalom.

Denise Feierabend vermochte ihre Stärken als vermeintliche Slalom-Spezialistin nicht auszuspielen: «Nachdem die Abfahrt so gut gegangen ist, wäre vielleicht schon mehr drin gelegen.» Sie konnte den guten 7. Zwischenrang aus der Abfahrt nicht nutzen, um ganz nach vorne zu fahren. Feierabend wurde dennoch gute Sechste: «Wenn ich gestern von einem sechsten Platz erfahren hätte, wäre ich schon mehr als zufrieden gewesen.»

Erneutes WM-Gold für Österreich

Die 21-jährige Österreicherin hat in ihrer noch jungen Karriere noch keine Abfahrt gewonnen und nun ist sie Weltmeisterin. Sie hat vor allem im Slalom eine hervorragende Leistung gezeigt. Denn nach der Abfahrt lag sie «nur» auf dem vierten Platz. «Dass es gereicht hat, ist eigentlich unglaublich. Ich kann es noch gar nicht glauben», zeigte sich die Österreicherin überglücklich. Auf Rang 2 fährt die Slowenin Tina Maze. Dies nachdem sie dank einem glänzenden Slalomlauf gleich acht Plätze gut gemacht hat. Bronze ging an die Schwedin Anja Pärson.

(als)