Vierschanzentournee

03. Januar 2016 16:31; Akt: 03.01.2016 18:04 Print

«Innsbruck hat nicht wirklich Spass gemacht»

Die dritte Prüfung der Vierschanzentournee endet für Simon Ammann enttäuschend. Dem Toggenburger reicht es in Innsbruck nur zum 22. Rang.

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Simon Ammann kehrt an die Stätte seines bösen Sturzes zurück und überzeugt. Der Toggenburger zeigt zwei gute Sprünge und wird in Bischofshofen Achter. Die Vierschanzentournee beendet der vierfache Olympiasieger auf dem elften Rang, Der Slowene Peter Prevc fliegt auch in Bischofshofen am weitesten. Er gewinnt das Springen und die Tournee souverän. Kein Exploit sondern eine Enttäuschung für Simon Ammann: Beim dritten Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck wird der Toggenburger nur 22. Der Slowene Peter Prevc gewinnt das Springen souverän. Zweiter wird der Deutsche Severin Freund. Simon Ammann (Bild) qualifiziert sich für das Springen in Innsbruck. Auch mit dabei sind Killian Peier und Luca Egloff. Die Quali gewonnen hat der Österreicher Michael Hayböck. Simon Ammann wird seiner Favoritenrolle gerecht. Er setzt sich im K.o.-Duell gegen Gregor Deschwanden durch und zieht beim Neujahrsspringen in den Final ein. Am Ende reicht es für Ammann aber wieder nicht für die Top 10, der Toggenburger wird 13. Den Sieg in Garmisch holt sich Peter Prevc. Der Slowene gewinnt mit Sprüngen auf 133,5 und 136 m überlegen und übernimmt zugleich die Führung im Gesamtklassement. Das ist bestimmt nicht nach dem Gusto Simon Ammanns: Der Ostschweizer muss im K.o.-Duell in Garmisch gegen seinen Teamkollegen antreten. Ammann kämpft gegen Gregor Deschwanden um den Finaleinzug beim Neujahrsspringen. Ammann steigt als klarer Favorit in den Zweikampf. Nutzte den Windvorteil: Severin Freund bejubelt seinen Triumph. Simon Ammann landete auf Platz 12. Gregor Deschwanden enttäuschte und klassierte sich auf Platz 37. Ein glücklicher Renndirektor Walter Hofer sieht anders aus. Wegen eines Stromausfalls, der weite Teile der Allgäuer Gemeinde lahmlegte, wurde der zweite Trainingsdurchgang am späten Montagnachmittag gestrichen, die Qualifikation für das erste Tournee-Springen auf der Schattenbergschanze begann mit leichter Verzögerung. So sah dann aber der Blick während der Quali von oben in die Erdinger Arena aus. Simon Ammann (Bild) belegte in dieser dann mit 130,5 m Rang 15. Gregor Deschwandens Leistung hingegen fiel mit Platz 34 (120 m) bescheiden aus. Der Schweizer sah mehr oder weniger zufrieden aus. Peter Prevc sicherte sich den Tagessieg.

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Simon Ammann kommt auch in Innsbruck nicht auf Touren. Nach dem ersten Sprung auf 123,5 Meter und Rang 14 hatte der Schweizer trotz einmal mehr fehlender Telemark-Landung noch auf eine Verbesserung in die Top Ten hoffen dürfen. Es ging dann aber nach seinem schwächsten Sprung der bisherigen Tournee – nur 117,5 Meter – in die andere Richtung. Schliesslich klassierte er sich als 22. Im letzten Jahr hatte er im Tirol noch den dritten Platz belegt.

Nach der Prüfung erklärte der vierfache Olympiasieger: «Die Sprünge verliefen entgegen meinem Drehbuch. Sie gingen zwar weit, aber ich komme von zu hoch in die Landung rein.» Der Toggenburger fand sich auf der Anlage gut zurecht und zeigte – abgesehen vom Finaldurchgang – am Tisch stets einen Absprung aus dem Lehrbuch. Aber die Landung klappte nie. «Innsbruck hat nicht wirklich Spass gemacht, obwohl ich mit der Schanze eigentlich gut zurecht kam», zog der Schweizer Teamleader Fazit. Das Resultat liess ihn in der Tourneewertung auf Platz 14 zurückfallen.

Prevc auf Siegeskurs

An der Spitze machte der Slowene Peter Prevc einen weiteren Schritt Richtung Gesamtsieg. Er gewann auf der Bergisel-Schanze mit Sprüngen auf 125 und 132 Meter deutlich vor seinem härtesten Verfolger Severin Freund (122,5 und 128 Meter) und baute damit den Vorsprung in der Tourneewertung auf 19,7 Punkte, über 10 Weitenmeter, aus. Es ist schwer vorzustellen, wie Prevc den Gesamtsieg noch verpassen könnte. Er verpasste in dieser Saison nur einmal das Podest. Bereits über 40 Zähler zurück liegt der Norweger Kenneth Gangnes, der am Sonntag den dritten Rang belegte.

Keine Chance auf die Finalqualifikation hatten Ammanns Teamkollegen Luca Egloff (42., 109,5 Meter) und Killian Peier, der auf 104 Meter sprang und anschliessend disqualifiziert wurde.

(si)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Werdenbergerli am 03.01.2016 18:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade für Simi

    War ja irgendwie zu erwarten. Schade, Simi hat den Rücktritt zur richtigen Zeit verpasst. Er wird am Schluss jedoch trotzdem als Doppel-Doppel Olympiasieger in die Geschichte eingehen.

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  • Peter am 03.01.2016 17:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zenith überschritten

    Ich denke Simon sollte nun langsam ans aufhören denken, bevor er nochmals schwer stürzt .... Wir sind ihm alle dankbar für die schönen Zeiten und großen Erfolge ... Viva Simi

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  • Warum? am 03.01.2016 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nachdenkender

    Ich kann es mir nicht erklären warum und wieso Simon sich das antut. Er ist ja weit davon entfernt telemark zu landen. Schade, bin ein grosser Verehrer, sehr sympathisch ist der Simon

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jangdebang am 06.01.2016 06:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Telemark krass überbewertet

    Die Punktewertung beim Skispringen ist ein einziges Cabaret und vor allem ungerecht. Primär sollten die erzielte Weite, dann die Haltung bzw. Flugphase und erst am Schluss die Landung bewertet werden - und zwar im Verhältnis 60 / 30 / 10. Das wäre Gerechtig- keit und nicht wenn jemand eine der grössten Weiten springt und dann trotzdem im Mittelfeld landet, weil das die antiquierte "Telemark-Regelung" so verlangt.

  • simon am 04.01.2016 22:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Simon

    Gian Gilli, sollte zuerst einmal nach Insbruck gehen und über diese Schanze fluegen. Er würde einen BRUCHLANDUNF machen. Wir sind keine Roboter, Radio, TV Reporter. Komentstoren wissen immer alles besser. Selber besser machen, Weite und immer weiter und dabei noch den Telemark Landung. Hofer und Co. es stinkt zum Himmel..... Simon weiter so.

  • Stalter Weiner am 04.01.2016 19:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein neuer Simi in Sicht

    Das bedenkliche am Schweizer Skispringen ist nur, dass der Simi trotz seiner unterirdischen Landungen die zu den absolut schlechtesten im ganzen Feld gehören noch immer der mit Abstand beste Schweizer Skispringer ist. Nach Simi kommt lange, lange nichts mehr. Gregor D. wird wohl als ewiges Talent in die Geschichte eingehen.

  • Stalter Weiner am 04.01.2016 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer s glaubt

    Simon Ammann hat ausser die VSchT praktisch alles gewonnen was man gewinnen kann. Man bedenke, alles mit Landungen auf dem falschen Fuss! Sorry aber wenn er das jetzt tatsächlich selber glaubt sollte er entweder zum Psychiater oder in seinem Umfeld hat es eindeutig zu viel Ja-Sager! Mit seiner umgestellten Landung bringt er es jetzt sogar fertig die schlechtesten Haltungsnoten des ganzen Feldes abzuliefern und das als 4-facher Olympiasieger.

    • Auf Die nase am 05.01.2016 07:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Stalter Weiner

      Er hat nichts anderes als grosse Angst wieder voll auf die F.... zu fliegen und versucht mit dem Wechsel sein mentales Problem auszutricksen... dass das so nie funktionieren kann war eigentlich klar. Sagt ja selber immer wieder das er Angst habe "durchzuziehen", das ist das einzig wahre Problem.

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  • Rapinsel am 04.01.2016 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    Er ist gestern...

    im ersten Sprung am viertweitesten gekommen und auch sonst sind seine Weiten gar nicht so schlecht. Die Landung ist hald etwas gar schlecht.. Naja Aufjedenfall soll er weiter machen solange er kann und mag. Er kanns, hat Spass und ist momentan mit Abstand der beste schweizer Skispringer. Und wenn man so das auf und ab der anderen Skispringer sieht, dann kann man wirklich gut glauben, dass der Simi auch in Zukunft wieder gewinnen kann. Er ist ja noch jung und noch lange nicht 43ig ;)