Abfahrts-Weltcup

12. März 2011 13:02; Akt: 12.03.2011 13:43 Print

«Jetzt wirds extrem spannend»

Michael Walchhofer überflügelt vor dem letzten Rennen Didier Cuche im Abfahrts-Weltcup. Sieht er sich jetzt in der Favoritenrolle?

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Klaus Kröll (l.), Didier Cuche (Mitte) und Michael Walchhofer: Wer holt den Abfahrtsweltcup?

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«Der schnupft’n heut», prognostizierte der ORF-Kommentator, als Michael Walchhofer mit Bestzeit die Strecke in Kvitfjell herunterdonnerte. Gemeint war Didier Cuche, welcher im Ziel auf Rang 7 verdrängt wurde und damit nur 36 Punkte holte. Walchhofer dagegen zog mit den 100 Zählern für den Sieg am Schweizer vorbei. 474 totalisiert er jetzt, Cuche weist 14 Punkte Rückstand aus. Auch Klaus Kröll hat mit 79 Zählern Rückstand noch Chancen auf die Kugel.

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Während Didier Cuche in Norwegen angespannt wirkte und dem ORF kein Interview geben wollte, nachdem er gestern zum Konflikt mit Günter Hujara gefragt wurde, wirkte Walchhofer lockerer denn je: «Das ist extrem lässig, dass ich jetzt auch noch in Kvitfjell einen Sieg eingefahren habe. Ich habe die richtige Mischung zwischen Biss und lockerem Fahren gefunden.» Er wollte einfach «gscheit skifahren», was ihm mit dem Sieg natürlich gelungen ist.

Highnoon auf der Lenzerheide

«Ich habe in meiner Karriere jetzt alles erreicht», bilanzierte Walchhofer vor seinem letzten Rennen in Lenzerheide am 16. März. Alles? Es könnte nochmals eine kleine Kristallkugel für den Abfahrtsweltcup geben. Es wäre die vierte für den fast 36-Jährigen. Sieht er sich jetzt als Favoriten? «Der Vorsprung ist gar nichts. Jetzt wirds einfach extrem spannend.» Damit hat er nicht unrecht. Sicher ist nur eines: Im Gegensatz zu anderen Fahrern, wird er bei seinem letzten Auftritt nicht auf Holz-Latten antreten, sondern noch einmal Vollgas geben.

(fox)