Super-G

04. Februar 2011 17:11; Akt: 05.02.2011 14:35 Print

Österreicher feiern Doppelsieg - Janka Vierter

Dem Österreichischen Super-G-Team gelingt beim Heimrennen in Hinterstoder ein Doppelsieg. Bester Schweizer ist Carlo Janka als Vierter vor dem überraschenden Sandro Viletta, der auf Platz 7 fuhr.

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Janka, der zwecks Regneration auf den Start in den Rennen am vergangenen Wochenende in Chamonix verzichtet hatte, kehrte überzeugend in den Weltcup zurück. Rang 3 verpasste der Bündner um gut zwei Zehntel. Die Überraschung aus Schweizer Sicht war die Vorstellung von Viletta. Er, der ebenfalls nicht nach Chamonix gereist war, gewann in seinem erst vierten Weltcup-Super-G die allerersten Punkte, realisierte sein zweitbestes Ergebnis überhaupt und erfüllte damit auch die Limite für die WM-Selektion.

Didier Cuche vergab die Möglichkeit auf ein neuerliches Top-Ergebnis schon auf den ersten Fahrsekunden mit einem zeitraubenden. Fehler. Tobias Grünenfelder büsste noch mehr Zeit ein als der Neuenburger. Silvan Zurbriggen war erst gar nicht nach Hinterstoder gereist. Weitere Anwärter auf den fünften Startplatz im Schweizer Team waren Patrick Küng, der mit Platz 10 in Lake Louise die halbe Limite geschafft hatte. Der Glarner büsste aber über 4,3 Sekunden ein. Der zuletzt überzeugend aufgetretene Beat Feuz, in Kitzbühel im Super-G Dreizehnter, verpasste ein Tor und schied aus.

Reichelts Sieg ungefährdet

Auf dem stark drehenden, extrem langen Kurs war Reichelt vor allem im Mittelteil eine Klasse für sich. Auf diesem Abschnitt distanzierte der Salzburger mit wenigen Ausnahmen die gesamte Konkurrenz um über eine Sekunde. Reichelt war in diesem Winter bislang nicht auf Touren gekommen. Der 9. Rang im Super-G in Kitzbühel war seine zuvor einzige Klassierung in den ersten zehn gewesen.

Nun aber, im teaminternen Kampf um die letzten WM-Ticket, sicherte sich Reichelt seinen fünften Weltcup-Sieg, den vierten im Super-G und den ersten seit fast drei Jahren. Letztmals hatte er im März 2008 im Super-G in Bormio triumphiert. Reichelt wird damit am nächsten Mittwoch im WM-Super-G zusammen mit Michael Walchhofer, Romed Baumann und Benjamin Raich das ÖSV-Quartett bilden.

Auch Raichs Formkurve zeigt steil nach oben. Der Pitztaler, der zuvor in diesem Winter den 4. Rang in Val Gardena als einziges Spitzenergebnis ausgewiesen hatte, schaffte in dieser Disziplin erstmals seit über einem Jahr wieder den Sprung unter die ersten drei. Hinter den Erwartungen war bisher auch Bode Miller zurück geblieben. Nun aber, so kurz vor dem Saisonhöhepunkt, scheint der Amerikaner mit Rang 3 und einer Rennpause den Tritt wieder gefunden zu haben.

Super-G Hinterstoder, Herren

1. Hannes Reichelt (Ö) 1:43,91.
2. Benjamin Raich (Ö) 0,34 zurück.
3. Bode Miller (USA) 0,93.
4. Carlo Janka (Sz) 1,15.
5. Ivica Kostelic (Kro) 1,19.
6. Alexis Pinturault (Fr) 1,24.
7. Sandro Viletta (Sz) 1,30.
8. Werner Heel (It) 1,31.
9. Christof Innerhofer (It) 1,37.
10. Thomas Frey (Fr) 1,39.
11. Tommy Ford (USA) 1,43.
12. Klaus Kröll (Ö) 1,53.
13. Michael Walchhofer (Ö) 1,59.
14. Aksel Lund Svindal (No) 1,61.
15. Romed Baumann (Ö) 1,77.
Ferner: 17. Didier Cuche (Sz) 2,32. 24. Tobias Grünenfelder (Sz) 3,40. 30. Patrick Küng (Sz) 4,32. 32. Cornel Züger (Sz) 4,54. 33. Ambrosi Hoffmann (Sz) 4,62. 35. Christian Spescha (Sz) 5,27. 36. Mauro Caviezel (Sz) 5,56.
Ausgeschieden u.a.: Beat Feuz (Sz), Erik Guay (Ka).


(mon)