Falsche Wortwahl

12. März 2011 12:10; Akt: 12.03.2011 18:37 Print

5000 Franken Busse für Didier Cuche

Didier Cuche ist von der Rennjury in Kvitfjell (No) mit 5000 Franken gebüsst worden. Er versteht das nicht und prüft einen Rekurs.

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Didier Cuche wird zur Kasse gebeten.

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Cuche hatte nach dem einzigen Training für die beiden Weltcup-Abfahrten auf der Olympia-Strecke von 1994 den FIS-Renndirektor Günter Hujara aufgefordert, einen Sprung, der seiner Meinung nach einen zu weiten Flug zur Folge hatte, abtragen zu lassen. Nach der Besichtigung fürs erste Rennen am Freitag wurde dem Wunsch entsprochen.

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Die Sanktion wurde ausgesprochen, weil sich Cuche in der Wortwahl vergriffen hatte. «Wenn der Sprung nicht abgetragen wird und es passiert etwas, werde ich nicht zögern, dich in aller Öffentlichkeit zu attackieren», liess der Romand Hujara in einem Telefongespräch wissen. Der 36-Jährige verteidigte sich später allerdings: «Von meiner Seite her wurde das Gespräch nie laut und ich habe Günter Hujara auch nicht gedroht oder genötigt, wie das von der FIS und in den Medien dargestellt wurde. Ich habe Günter Hujara lediglich gesagt, er dürfe von mir nicht erwarten, dass ich keinen Kommentar abgeben würde für den Fall, dass tatsächlich ein Fahrer an dieser Stelle gestürzt wäre. Ich habe zu keiner Zeit gesagt, dass ich ihn oder die FIS attackieren oder verklagen würde.»

Cuche prüft Rekurs

Cuche erhielt neben der Busse eine schriftliche Verwarnung. Gemäss einer Mitteilung von Swiss Ski wird Cuche prüfen, «ob er gegen die verhängte Busse Rekurs einlegen wird».


(sda)