Emsige Helfer

05. Januar 2016 18:40; Akt: 05.01.2016 18:53 Print

Adelboden karrt 3500 Tonnen Schnee heran

von Adrian Hunziker - Die Weltcuprennen am Chuenisbärgli standen auf der Kippe. Rennleiter Hans Pieren und seine Helfer legten sich gewaltig ins Zeug, damit sie stattfinden können.

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Sonnenschein beim Riesenslalom und Slalom am Chuenisbärgli? Sehr gern, aber doch nicht vorher. Zu Jahresbeginn sah es danach aus, als ob der Schnee in Adelboden für die Weltcuprennen nicht genügen würde, es war viel zu warm. Ende November hatte es noch viel von der weissen Pracht gegeben, die Weltcuppiste konnte auch beschneit werden. Dann kamen aber die Wärme und die Trockenheit, der Schnee ging verloren und es konnte kein neuer produziert werden.

Die Pistenmacher wussten sich aber zu helfen. «Wir haben ein kaltes Loch im Unterbirg vor der Engstligenalp, zirka 2 Kilometer neben der Strecke, gefunden», sagt Hans Pieren, Rennleiter in Adelboden. In diesem Loch sei durch Inversion die Kälte nach unten gedrückt worden, es herrschte ein optimales Klima von -5 bis -2 Grad. «Da konnte seit Weihnachten Schnee produziert werden, der dann auf die Strecke gebracht wurde.»

Es sollte nun kalt bleiben

Genauer gesagt waren es 50'000 Kubik Schnee, die mit Lastwagen herangekarrt wurden. Anders ausgedrückt: Etwa 3500 Tonnen Schnee mussten auf die Piste gebracht werden. So konnte die FIS am vergangenen Samstag grünes Licht für die Rennen vom kommenden Wochenende geben.

Nach viel harter Arbeit schaut auch Pieren optimistischer auf die Weltcuprennen. «Der Schnee ist nun auf der Piste und wir haben Reserve, folglich ist der prognostizierte Regen nicht das grösste Problem. Aber es wäre nun wichtig, dass der nasse Schnee gefrieren könnte.» Dafür müsste es aber kalt werden und es sollte nicht immer schneien oder regnen. Diese Prognose ist bisher nur für Donnerstag angesagt.

Dass es genügend weisse Masse hat, ist laut Pieren ebenfalls wichtig für das gesamte Skigebiet, das seit einem Monat geöffnet ist. «Jetzt ist wieder Winterstimmung und es fühlt sich nicht an wie Herbst.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas Knecht am 05.01.2016 18:45 Report Diesen Beitrag melden

    Bedenklich

    winter um jeden Preis :-( nichts von Nachhaltig - Naturverbunden.

  • franz am 05.01.2016 18:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hauotsache Geld fliest

    Toll, Umweltschutz lässt grüssen. Die Kohle muss stimmen, alles andere ist doch egal.

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  • Helen B. am 05.01.2016 18:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verrückt!

    Unglaublich was von uns alles verlangt wird punkto Umweltschutz. Des Profites wegen dürfen derartige Umweltsünden begangen werden. Höher Energie- und Wasserverbrauch in Zeiten von Strom- und Wasserknappheiten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bergler am 06.01.2016 23:11 Report Diesen Beitrag melden

    Winter hat natürlich nicht nur Vorteile

    Winter hat natürlich nicht nur Vorteile, Nachteile gibt es auch. Wünsche den Schweizer viel Erfolg beim Weltcuprennen

  • Schneehäsli_BE am 06.01.2016 21:17 Report Diesen Beitrag melden

    Bei uns ist der Schnee gekommen

    Bei uns ist der Schnee gekommen. Die Temperaturen sind viel zu warm will 20 minus

  • Beat Meier bünzli am 06.01.2016 20:55 Report Diesen Beitrag melden

    Weltcuprennen interessiert mich nicht

    Weltcuprennen interessiert mich nicht, vor 20 Mio. Jahren ein tropisches Meer war? Oder? Warum soll das Klima immer kalt sein? Wie waere es einmal wirklich progressiv an seiner Einstellung zum Wetter zu srbeiten.

  • Unterländer am 06.01.2016 18:00 Report Diesen Beitrag melden

    Rücktransport

    Ab Montag können die 50'000 Kubik Schnee wieder zurück transportiert werden sodass in der urprünglichen Region wieder genügend Schnee liegt und somit später die Basis da ist für das übliche Schmelzwasser.

  • Snowmaker am 06.01.2016 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Wieviel ist es denn nun?

    50'000m3 Kunstschnee wären ca. 20'000tonnen oder umgekehrt 3'500tonnen wären "nur" ca. 8'750m3 Schnee. (Kunstschnee hat eine Dichte von ca. 0.4tonnen/m3)