WM-Kombination

11. Februar 2019 15:51; Akt: 12.02.2019 23:10 Print

Schweizer geschlagen, Pinturault holt sich Gold

Die Schweizer können an der Ski-WM in Are die gute Ausgangslage aus der Abfahrt nicht nutzen. Alexis Pinturault gewinnt dank überragender Slalomleistung Kombi-Gold.

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Alexis Pinturault errang in Are seine fünfte Medaille an einem Grossereignis, aber die erste in Gold. Pinturault gewann die WM-Kombination vor dem überraschenden Slowenen Stefan Hadalin.

Bester Schweizer war der Bündner Mauro Caviezel, der als Siebenter der beste Abfahrer war. Doch gegen die starken Slalomfahrer, welche nach der Abfahrt in den Positionen zwischen 16 und 30 gelegen hatten, am Ende aber geschlossen die ersten sechs Ränge belegten, war nichts auszurichten.

Leise Enttäuschung für die Schweizer

Caviezel, dem WM-Dritten von 2017, fehlten vier Zehntel zu Platz 3 und einer Medaille. Bronze ging an den Österreicher Marco Schwarz, der in Wengen die einzige Weltcup-Kombination dieses Winters gewonnen hatte.
Unmittelbar hinter Caviezel belegte der Berner Titelverteidiger Luca Aerni, der eine gute Abfahrt gezeigt hatte, dann aber im Slalom nicht auf seinem Top-Level fuhr, Platz 8. Carlo Janka, Niels Hintermann und Sandro Simonet schafften es nicht unter die Top 15.

Wetter spielt weiterhin nicht mit

Die Abfahrt war wegen zu starkem Wind verkürzt worden, weshalb auch der Slalom auf einem verkürzten Parcours stattfand. Keine 40 Fahrsekunden dauerte der Tanz zwischen den engen Stangen, doch den besten Slalomfahrer genügte auch dieser kurze Einsatz, um die starken Abfahrer, die sich auf einer schon deutlich schlechteren Piste herunter kämpften, auf Distanz zu halten. Caviezel hatte schon nach der Abfahrt gewusst: "Es wird ganz schwierig. Der Vorsprung auf die Slalomfahrer ist zu gering." Wie sich der Bündner aber schlug, verdiente dennoch Anerkennung.

Pinturault trotzt Verletzung

Pinturault klagte nach der Abfahrt über Schmerzen im rechten Knie. Der 27-jährige Franzose hatte durch einen Schlag eine Knochenprellung erlitten. Doch Pinturault trotzte der Blessur und setzte sich letztlich um 24 Hundertstel gegenüber Stefan Hadalin durch. Der Slowene profitierte nicht zuletzt vom Umstand, dass er als 30. der Abfahrt den Slalom eröffnen durfte. Hadalin ist jedoch schon oft starke zweite Durchgänge gefahren. Schon dreimal realisierte er Bestzeit in einem zweiten Lauf.

Pech hatte der 23-jährige Sandro Simonet, der unmittelbar hinter Hadalin die Abfahrt als 31. beendete. Vier Hundertstel trennten den Bündner Slalom-Spezialisten vom Slowenen.

Resultate WM-Abfahrt der Männer
1. Alexis Pinturault (FRA) 1:47.71
2. Stefan Hadalin (SLO) +0.24
3. Marco Schwarz (AUT) +0.46
4. Riccardo Tonetti (ITA) +0.67
5. Linus Strasser (GER) +0.80
6. Victor Muffat-Jeandet (FRA) +0.81
7. Mauro Caviezel (SUI) +0.86
8. Luca Aerni (SUI) +1.02

9. Dominik Paris (ITA) +1.51
10. Felix Monsen (SWE) +1.63

Ferner:
18. Carlo Janka (SUI) +2.13
23. Niels Hintermann (SUI) +2.30
26. Sandro Simonet (SUI) +2.52

Wintersport

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tom Minder am 11.02.2019 16:51 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht fair

    Das ganze ist eine Farce, bei einer so kurzen Abfahrt, hat ein Abfahrer keine Chance, entsprechend Zeit gegenüber einem Techniker rauszuholen.

  • Nik S. am 11.02.2019 17:48 Report Diesen Beitrag melden

    Warum Are?

    Ich begreife nicht, warum die FIS eisern an diesem Austragungsort festhält. Entweder hat es Nebel und es schneit oder der Wind ist zu stark . Gab es hier überhaupt mal ein Speed-Rennen, das regulär ausgetragen werden konnte? Und selbst wenn: Besonders anspruchsvoll und attraktiv sind die Strecken nicht.

  • Summerwind am 11.02.2019 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Schäbig

    Es ist einfach nur schäbig und und traurig wie hier über einen tollen Sportler wie Janka und allgmein über unser Skiteam geschrieben wird! Was müsst ihr für minderbemittelte Komplexhaufen sein! Wahrscheinlich hasst ihr euch selber am meisten. Einfach nur wiederlich!!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hinkebein am 12.02.2019 15:14 Report Diesen Beitrag melden

    Gejammer und Gejammer

    Ich erinnere, in St. Moritz ist Aerni als 28. oder 29. im Slalom gestartet bei super Pistenverhältnissen und aufgrund der schlechter werdende Piste kam nicht mal Marcel Hirscher an seine Zeit heran. Jetzt zu jammern ist einfach nur schäbig.

  • Peinlich am 12.02.2019 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Kathie

    Janka war schon die ganze Saison ein Ausfall, und jetzt noch reklamieren! Pfui.

    • Kein Bauer am 12.02.2019 13:29 Report Diesen Beitrag melden

      Carla wer

      Immerhin noch unter den Top 20 klassiert.... Ironie off.... peinlicher geht's nicht. Immer reklamieren und nichts liefern.

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  • Otti am 12.02.2019 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    WM unwürdig

    Die ganze WM ist eben nicht WM würdig! Viel zu kurze Abfahrten. Beide Starts nach unten verschoben. Warum vergibt man eine WM an einen solchen Ort, von dem man weiss, dass es dort fast ständig starken Wind hat?

  • René am 12.02.2019 08:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum nicht Marco Odermatt?

    Warum wurde Marco Odermatt nicht in der Kombi eingesetzt? Dass was Janka in der jetzigen Form zu liefern vermag, hätte Odermatt sicherlich auch geliefert und hätte zudem sehr wertvolle erfahrungen sammeln können...

    • Kari Leuthold am 12.02.2019 10:38 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmung

      Und Janka macht die Stimmung im Team kaputt!! Er hat sich ja nich für die WM qualifiziert!

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  • René Schmid am 11.02.2019 22:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FIS

    Diese Skiveranstaltung ist einer WM unwürdig und darf nicht als WM bezeichnet werden. Diese Lausbuben und Lausmädchen von der FIS sollten sofort ihre Ämter nieder legen, sie sind unfähig um faire und eine selektive WM zu organisieren. Der Skiort Are ist bekannt für eine unsichere Wetterlage und daher verwundert es mich , dass Are wieder eine WM durchführen konnte. Für mich ist dieser Event eine Schande für die Athleten, die auf dieses Ereignis viel trainieren und dann nur so ein unorganisierten Event antreffen. Mein Fazit von Are ist, dass jedes Dorfskirennen besser organisiert ist.