Garmisch

21. Februar 2011 23:01; Akt: 21.02.2011 23:26 Print

Bereinigung mit zwei kleinen Kugeln?

von Marcel Allemann - Die erfolglose WM ist vorbei, die Saison aber noch nicht. Wiedergutmachung soll mit dem Gewinn von zwei kleinen Kristallkugeln betrieben werden.

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Wohin führt der Weg von Carlo Janka? (Foto: ap)

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Bis zum Saisonende in einem Monat finden insgesamt noch 24 Weltcup-Rennen (12 Frauen, 11 Männer, 1 Teamwettkampf) statt. Schon an diesem Wochenende geht es weiter. Die Frauen sind in Åre (Sd), wo eine Super-Kombi (Freitag), eine Abfahrt (Samstag) und ein Super-G (Sonntag) auf dem Programm stehen. Die Männer finden sich in Bansko (Bul) ein, wo sie eine Super-Kombi (Samstag) und einen Slalom (Sonntag) austragen. Für die Sieger von Garmisch ist es die Möglichkeit, ihre Erfolge zu bestätigen. Für die Verlierer, und zu ihnen zählen vor allem die Schweizer, ist es die Chance zur Wiedergutmachung.

«Wir haben die Chance, um zwei Kugeln zu kämpfen», sagt Männer-Cheftrainer Martin Rufener. Namentlich fahren Carlo Janka sowie Didier Cuche um die Gesamtwertung des Super-G-Weltcups – und Cuche liegt in der Abfahrt in Front.

Ausgerechnet zwei Angeschlagene sollen es also richten. Der an einem mysteriösen Virus und Herzrhythmusstörungen leidende Janka will die Saison trotz seinen Problemen durchziehen. Und Cuche nach seiner Daumen-Operation in zweieinhalb Wochen bei den beiden Abfahrten und dem Super-G in Kvitfjell (No) wieder «angreifen und den Gegnern nicht zeigen, dass ich wegen meinem Daumen etwas schwächer bin», wie der Romand sagt. «Bis dann werde ich ausschliesslich konditionell arbeiten, damit sich der Daumen etwas festigen kann.»

Janka und Cuche sind auch die Hoffnungsträger für den Weltcupfinal auf der Lenzerheide vom 16. bis 20. März. Sie sollen dafür sorgen, dass dort ein Schweizer Skifest steigt – und nicht noch einmal Katzenjammer herrscht wie an der Weltmeisterschaft in Garmisch.