Junioren Skinati

03. Februar 2011 18:12; Akt: 04.02.2011 13:54 Print

Bereit für Sotschi - oder 2018

Noch vor dem letzten Rennen ist es der Schweizer Junioren-Skinati geglückt, den Medaillen-Rekord zu übertreffen. Die Schweiz ist für zukünftige olympische Winterspiele gewappnet.

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Andrea Thürler, Wendy Holdener und Joana Hählen - drei Medaillensiegerinnen in der Kombination - und drei Gesichter, die man sich merken muss.

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Wendy Holdener (17), Andrea Thürler (18) und Joana Hählen (19) heissen die drei Medaillengewinnerinnen in der Kombination der Junioren WM. Bei den Männern gewinnt Reto Schmidiger (18) vor Justin Murisier (19). Fünf von möglichen sechs Kombi-Medaillen gehen somit in die Schweiz. Das nationale Junioren-Skiteam sammelte noch vor den abschliessenden Super-G-Rennen in Crans Montana bereits 9 Medaillen. Rekord.

Reto Schmidiger schloss mit seinen zwei Goldmedaillen zu Beat Feuz (23) und Daniel Albrecht (27) auf und besitzt nun drei Goldmedaillen an Junioren-Weltmeisterschaften. Was aus seinen Vorgängern wurde ist bekannt. Feuz ist drauf und dran, sich in der Weltspitze einzunisten, Albrecht war vor seinem Sturz ein Superstar der Szene und ein Kandidat für den Gesamtweltcup. Bei den Juniorinnen überzeugte vor allem Wendy Holdener, die einem kompletten Medaillensatz nach Hause nimmt.

Technische Disziplinen

Erfreulich sind vor allem die guten Platzierungen in den technischen Disziplinen. Zwar reichte es für Wendy Holdener im Spezialslalom knapp nicht für eine Medaille (4. Platz), Schmidiger und Murisier räumten allerdings ab – Schmidiger mit 1,5 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen gar äusserst eindrücklich.

Für die Zukunft gewappnet

Die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi kommt für die aktuellen Medaillenfahrerinnen und -Fahrer des Schweizer Teams noch etwas früh. Schmidiger und Holdener könnten auch im nächsten Jahr noch als Junioren starten. Während die Unteribergerin wie auch der Walliser Murisier bereits Weltcup-Punkte gewinnen konnten, hat der Junioren-Slalom-Weltmeister von 2010 und 2011, Reto Schmidiger, bisher wohl Erfahrungen auf dem höchsten Niveau sammeln können, aber noch nie ein Rennen in den Top 30 beendet. Spätestens für die Spiele 2018 zeigt sich die Schweizer Delegation aber (bereits) gewappnet. Wie Franz Heinzer gegenüber der «Sportinformation» sagte: «Als Junioren-Weltmeister hat man vielleicht die Hälfte hinter sich». Hoffen wir, dass die zweite Hälfte ebenso medaillenreich sein wird.

(tog)