Tour de Ski

28. Dezember 2011 08:16; Akt: 28.12.2011 13:03 Print

Cologna peilt dritten Gesamtsieg an

Am Donnerstag beginnt im deutschen Oberhof die Tour de Ski. Dabei kommt es zum grossen Duell zwischen dem Schweizer Vorjahressieger Dario Cologna und seinem norwegischen Herausforderer Petter Northug.

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Dario Cologna ist für die Tour de Ski bereit. (Bild: Reuters)

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Bei der am Donnerstag in Oberhof (De) beginnenden Tour de Ski versucht Dario Cologna, sich mit dem dritten Triumph alleine an die Spitze zu setzen. Nach drei zweiten Plätzen will Petter Northug endlich auf die oberste Stufe des Podestes.

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Mit neun Rennen innerhalb von elf Tagen ist das Programm der Tour de Ski noch anspruchsvoller geworden. Seit der Einführung der Rennserie im Winter 2006/07 bestand der Anlass aus acht Wettkämpfen. Auch wenn es sich beim zusätzlichen Rennen um eine Kurzdistanz in Toblach (It/Männer 5 km, Frauen 3 km) handelt, stellt es doch die Athleten und insbesondere auch die Betreuer vor eine zusätzliche Aufgabe. Nicht zu unterschätzen sind auch die stundenlangen Transfers von Oberhof nach Oberstdorf und dann weiter von Oberstdorf nach Toblach.

Duell Cologna gegen Northug geht weiter

Die ersten Weltcuprennen des Winters standen im Zeichen des Duells zwischen Petter Northug und Dario Cologna. Dank seiner Spurtstärke behielt der Norweger bei Direktbegegnungen die Oberhand. Northug wies sich zum Saisonauftakt über eine hervorragende Verfassung aus wie vielleicht noch nie zuvor in seiner Karriere Ende November und im Dezember.

Dario Cologna zeigte in den letzten beiden Weltcuprennen vor Weihnachten in Rogla (Sln) auf, dass er sich mit seinen Vorbereitungen auf den Saisonhöhepunkt genau im Fahrplan befand. Im 15-km-Rennen fiel der Spurtsieg Northugs knapp aus. Anderntags feierte Cologna seinen ersten Triumph in einem Weltcup-Sprint. Besser hätte der Bündner seine steigende Formkurve nicht unter Beweis stellen können. Beide Protagonisten sind sich bewusst, dass die lukrative Tour de Ski im Hinblick auf den Gesamtweltcup von vorentscheidender Bedeutung ist. Der Gesamtsieg trägt 400 Punkte ein. Hinzu kommen die Zähler für die einzelnen Rennen.

Auch wenn Cologna und Northug im Mittelpunkt des Interesses stehen, ist der Favoritenkreis etwas weiter zu ziehen. Zu nennen ist in erster Linie Lukas Bauer. Der Tscheche blickt wie Cologna auf zwei Gesamtsiege in der Tour de Ski zurück. Bauer verblüffte im Dezember mit bemerkenswerten Ergebnissen. Nach Davos verzichtete er auf Rogla und schaltete dafür im Schnalstal ein Höhentraining ein. Neben Bauer dürfen aber auch Marcus Hellner und Daniel Rickardsson (beide Sd), Alexander Legkow (Russ) oder Maurice Manificat (Fr) sowie Roland Clara (It) nicht ausser Acht gelassen werden.

Weitere vier Schweizer am Start

Das Schweizer Aufgebot umfasst im weiteren Curdin Perl, Remo Fischer, Toni Livers und Roman Furger. Bisher war dies nicht Perls Winter. Der Engadiner fand den Tritt nie richtig und wurde Mitte Dezember durch eine Erkältung zurückgeworfen. Dennoch versucht Perl, seinen 4. Platz des letzten Jahres zu bestätigen, mit dem er sich in die Weltelite katapultierte. Für Perl wie für seine Teamkollegen und die Gegner gilt, dass die Rennen in Oberhof und Oberstdorf ein Vorgeplänkel darstellen. Dort kann die Tour de Ski zwar verloren, aber sicherlich nicht gewonnen werden. Aussagekräftige Konturen erhält die Rangliste erst mit den Rennen in Toblach. Es würde nicht überraschen, fiele die Entscheidung um den Gesamtsieg erst am Schlusstag im spektakulären Aufstieg zur Alpe Cermis.

Bei den Frauen peilt Marit Björgen ihren ersten Gesamtsieg an. Härteste Gegnerin der Norwegerin dürfte die zweifache Gesamtsiegerin Justyna Kowalczyk aus Polen sein. Es sei denn, die Abstände zu Björgens Teamkolleginnen seien vor dem Schlusstag gering. Dann hätte das Leichtgewicht Therese Johaug in den Kehren der alpinen Skispiste der Alpe Cermis einen nicht zu unterschätzenden Vorteil.

(sda)

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