Poker mit der Skiwahl

17. Februar 2019 16:28; Akt: 17.02.2019 16:39 Print

Cologna verpatzt die Hauptprobe

Dario Cologna lief bei der WM-Hauptprobe über 15 km klassisch auf Rang 25. Nadine Fähndrich hingegen stieg erstmals auf das Weltcup-Podest.

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Dario Cologna erleidet bei der WM-Hauptprobe im italienischen Cogne eine Niederlage. Der vierfache Olympiasieger muss über 15 km klassisch mit dem 25. Rang vorliebnehmen.

Colognas Poker mit der Skiwahl ging nicht auf. Der Bündner schnallte einen Skating-Ski an, obwohl es auf dem eher flachen Parcours auch Technikzonen gab, die im Diagonalschritt bewältigt werden mussten. Cologna war letztlich nur wenig schneller als Ueli Schnider, der als 29. noch zwei Weltcup-Zähler holte.

Cologna reist somit ohne einen Weltcup-Podestplatz in diesem Winter zu den Weltmeisterschaften nach Seefeld. Dort wird er seinen ersten Auftritt am Samstag in Skiathlon haben.

Alexander Bolschunow feierte seinen 5. Weltcupsieg. Der Russe distanzierte den Finnen Iivo Niskanen, den Olympiasieger über 50 km klassisch, um 43 Sekunden. Der drittklassierte Russe Alexander Bessmertnych büsste fast eine Minute ein. Zahlreiche Top-Läufer liessen die Hauptprobe aus. Allerdings war das Feld weniger ausgedünnt als bei den Frauen.

Fähndrichs Premiere

Nadine Fähndrich steigt im italienischen Cogne erstmals in ihrer Karriere auf das Weltcup-Podest - nicht in ihrer Spezialdisziplin Sprint, sondern über 10 km klassisch. Die 23-jährige Luzernerin belegte beim Rennen mit Einzelstart den 2. Rang, der Rückstand auf die Siegerin Kerttu Niskanen aus Finnland betrug bloss drei Sekunden. Die Schweizerin nutzte den Umstand, dass zahlreiche Skandinavierinnen die WM-Hauptprobe ausliessen. Die Leistung wäre allerdings auch bei Vollbesetzung zumindest Top-Ten-würdig gewesen.

Zunächst schien sogar der Sieg Tatsache zu werden. Niskanen, über die Vorgabe der Schweizerin informiert, überflügelte Fähndrich erst auf dem letzten Kilometer. Der 3. Rang ging an die Tour-de-Ski-Zweite Natalia Neprjajewa aus Russland.

«Ich wusste, dass mir diese Strecke liegt, aber mit dem Podest habe ich nicht gerechnet», sagte Fähndrich. Für sie war klar: «Ich habe den 2. Rang gewonnen und nicht den Sieg verpasst.»

Nathalie von Siebenthal, der eigentliche Schweizer Trumpf in den sogenannten Distanzrennen, kam im ausgedünnten Feld überhaupt nicht auf Touren und belegte den 20. Rang. Die Berner Oberländerin dürfte an den Titelkämpfen in Seefeld dieses Rennen auslassen - der Diagonalschritt zählt nicht zu ihren Stärken.

Wintersport

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Guschtaff am 19.02.2019 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Russenbeschiss

    Was interessieren mich russische Sieger? In ein paar Monaten wird so oder so bekanntgegeben, dass sie gedopt waren. Die Dopingagentur arbeitet halt zu langsam.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Guschtaff am 19.02.2019 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    Russenbeschiss

    Was interessieren mich russische Sieger? In ein paar Monaten wird so oder so bekanntgegeben, dass sie gedopt waren. Die Dopingagentur arbeitet halt zu langsam.