Absage fast sicher

28. Januar 2020 18:32; Akt: 28.01.2020 20:45 Print

Coronavirus bedroht den Ski-Weltcup in China

Das Coronavirus lässt auch die Skifahrer zittern. Bei Swiss-Ski geht man davon aus, dass die geplanten Rennen in China nicht stattfinden werden.

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Das Coronavirus hat immer mehr Auswirkungen auf die Sportwelt. Nachdem China bereits Olympia-Qualifikationsturniere der Fussballerinnen und Basketballerinnen sowie die nationalen Winterspiele absagen musste, steht nun der Weltcup der Skirennfahrer kurz vor dem Aus.

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In der Nähe von Peking sollten die Männer in zweieinhalb Wochen eine Abfahrt und einen Super-G absolvieren. Aufgrund der aktuellen Lage stehen die allerersten Weltcuprennen auf chinesischen Boden in Yanqing nun aber hart auf der Kippe. Gleiches gilt für den Slalom und Riesenslalom eine Woche später in Yuzawa Naeba in Japan. «Wir müssen abwarten, was die FIS entscheidet», sagt Christian Stahl, Medienchef von Swiss-Ski, auf Anfrage.

Die Verunsicherung ist gross

Bei Swiss-Ski gehe man aber stand jetzt davon aus, dass die Rennen, die ein erster Test für die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking gewesen wären, abgesagt werden. Deshalb mache man sich aktuell auch nicht allzu viele Gedanken über Sicherheitsvorkehrungen vor Ort, die getroffen werden müssten. Da die FIS der Veranstalter ist, liegt es an ihr, zu entscheiden, ob eine Durchführung machbar ist. «Sollte die FIS wider Erwarten das OK geben, müsste man die Situation intern neu beurteilen», sagt Stahl.

Die Athleten aber zu zwingen, an den Wettkämpfen teilzunehmen, das kommt bei Swiss-Ski genau so wenig in Frage wie bei anderen Verbänden. Der Deutsche Skiverband (DSV) beispielsweise lässt es seinen Athleten offen, ob sie die Reise antreten wollen. Das berichtete Alpin-Chef Wolfgang Maier gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. «In 100 Jahren übernehme ich dafür keine Verantwortung», betonte er angesichts der Situation.

Ersatzaustragungsort in Österreich?

Das Coronavirus breitet sich immer mehr aus: Die Gesamtzahl der weltweit bekannten Erkrankungen war am Dienstag auf mehr als 4500 gestiegen. In China starben schon mindestens 106 Menschen an der Lungenkrankheit. Aber die Teams fürchten sich nicht nur wegen der hohen Ansteckungsgefahr. China hat mittlerweile Teile des Landes praktisch unter Quarantäne gesetzt, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Heisst: Vielleicht dürften die Athleten nach den Wettkämpfen gar nicht mehr aus dem Land ausreisen.

Auch Matthias Mayer, der frischgebackene Kitzbühel-Sieger, zeigt sich skeptisch: «Ich würde es mir wirklich überlegen, ob ich da rüberfliege oder nicht. Ich muss es nicht unbedingt haben», sagt Mayer. Ein Entscheid der FIS wird an diesem Mittwoch erwartet. Laut mehreren Medienberichten stünde Saalbach-Hinterglemm in Österreich als Ersatzaustragungsort für die Speed-Wettkämpfe am 15./16. Februar bereit.

Wintersport

(lai/dpa/spy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ron am 28.01.2020 18:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    China?

    In China hat der Weltcup auch nichts verloren.

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  • Hunrod am 28.01.2020 19:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Total übertrieben

    Es ist sowieso fragwürdig, dass der Skizirkus im Jahr um die Welt fliegt. Wegen 2 Rennen diesen ganzen Aufwand ist masslos übertrieben.

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  • simi zh am 28.01.2020 18:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schnee

    hätte es denn überhaupt schnee dort ? oder alles künstlich erstellt

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Aufgewachter am 29.01.2020 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    Propaganda

    Zittern? Warum, weil sie den Virus schon intus haben? Wieso dieser Titel, der sicher nicht zutrifft?

  • joggeli am 29.01.2020 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    no Chance..

    hmm...Corona gegen Xi Jinping...da könnte die Führung ziemlich Pleite aussehen gegen diesen Gegner..

  • Hene am 29.01.2020 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Brauchen wir das wirklich?

    Diese extreme Reiserei; masslos übertrieben. Wir, der kleine Wähler sollen überall auf die Natur achten und der Skitross? Und dann die Holdener mit Werbung in 30 Jahren und so und 1 Minute später kommt sie aus dem Kühlschrank mit Plastikbecher. Der blöde Wettbewerb im SFR hat nichts besseres zu bieten als für 20000.- herumzufliegen. Nein ich bin kein Grüner und werde das auch nie werden. Aber was in unsern Bregne geschieht ist nur noch von den Österreichern zu topen. Brauchen wir das wirklich?

    • kilian k. am 29.01.2020 14:02 Report Diesen Beitrag melden

      Ich kenne Wendy nicht persönlich,

      aber ist sie sich wirklich nicht bewusst, wie peinlich sie mit diesem Klimaspot herüberkommt?

    • adima am 29.01.2020 14:55 Report Diesen Beitrag melden

      Gut erkannt

      Werbung für Klimaschutz und 1 Minute später für Cafélatte aus dem Plastikbecher... Ich verurteile ganz sicher nicht Holdener dafür, aber es spiegelt unseren Spagat als Konsumgesellschaft wider.

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  • Maierisli am 29.01.2020 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    Hans was Heiri

    Auch hierzulande brauchts VIELEN Kunstschnee

  • Provegetal am 29.01.2020 10:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tickender Yule

    Slalom in Japan. Und D. Yule nimmt dort sicherlich auch teil? Aber dann in den Zeitungen mehr Klimaschutzmassnahmen von den Normalbürgern fordern. So tickt also der Yule. Sehr unsympathisch!

    • Klimarealist am 29.01.2020 12:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Provegetal

      Nicht nur der Yule. 90% der Klimahysteriker sind selbst Klimasünder, wenn man ihrer Definition glaubt. Wieso soll man in China (ausserhalb Coronavirus) keine Skirennen abhalten?

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