Rennen abgesagt

16. März 2011 16:28; Akt: 17.03.2011 09:06 Print

Cuche holt Super-G-Kugel kampflos

von Herbie Egli - Didier Cuche kann sich über seine zweite Kristallkugel in Lenzerheide freuen. Der Super-G wurde wegen der Sicherheit und des schlechten Wetters abgesagt.

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Am 29. Dezember 1993 startete Didier Cuche in Bormio zu seinem ersten Rennen. Er wurde Zweitletzter. In Kitzbühel feiert der Neuenburger auf der legendären Streiff seinen ersten grossen Erfolg. Bis zu seinem nächsten Weltcupsieg sollten allerdings vier Jahre vergehen. 1998 gewann der Neuenburger an den Olympischen Winterspielen von Nagano im Super-G die Silbermedaille. 2002 gewann Didier Cuche seinen ersten Riesenslalom - ausgerechnet in Adelboden am «Chuenisbärgli». Dort zeigte er auch zum ersten Mal seinen Trick mit dem sich überschlagenden Ski. 2005 zog sich Cuche in Adelboden einen Kreuzbandriss zu. Nach einer Saison, in der er sich wieder an die Weltspitze herantastete, gewann Cuche 2007 an den Weltmeisterschaften in Are Bronze im Riesenslalom. Im selben Jahr holte er die kleine Kristallkugel in der Abfahrt. Auch 2008 gewann Cuche die kleine Kugel in der Abfahrt. An den Weltmeisterschaften 2009 in Val d'Isère gewann der mittlerweile 34-Jährige die Goldmedaille im Super-G und die Silbermedaille in der Abfahrt. 2009 gewinnt Didier Cuche die Wahl zum Sportler des Jahres vor Roger Federer. 2010 gewinnt Cuche auf der Streif in Kitzbühel sowohl den Super-G als auch die Abfahrt. Bei Olympia 2010 wollte der beste Abfahrer der letzten Jahre gross auftrumpfen. Doch die Spiele in Kanada endeten für ihn in einer einzigen grossen Enttäuschung. An den Weltmeisterschaften 2011 in Garmisch-Partenkirchen holt Cuche Silber in der Abfahrt - damit ist er der einzige Skirennläufer, der in drei verschiedenen Jahrzehnten einen Medaillengewinn an einem Grossanlass feiern durfte. Grosse Emotionen eines grossen Sportlers: Didier Cuche gewinnt im Weltcup-Finale 2011 in der Lenzerheide zum vierten Mal (nach 2007, 2008 und 2010) den Abfahrtsweltcup. Stolz präsentiert der Neuenburger die kleine Kugel. Nur einen Tag später holt sich Cuche auch die Kugel im Super-G. Das Rennen am Weltcupfinale in Lenzerheide musste wegen des schlechten Wetters abgesagt werden - Cuche ist erstmals der beste Super-G-Fahrer der Saison. Im November 2011 gewinnt der 37-jährige Neuenburger die Abfahrt in Lake Louise. Es ist sein 18. Weltcupsieg. Am 11. Dezember 2011 gewinnt Cuche zum zweiten Mal die Wahl zum Schweizer Sportler des Jahres. Didier Cuche wird am 14. Januar 2012 sogar noch zum Schweizer des Jahres gewählt. Am 19. Januar 2012 gibt der 37-jährige Neuenburger in Kitzbühel bekannt, dass er seine Karriere Ende Saison 2011/12 beendet. Drei Tage nach seiner Rücktrittsankündigung gewinnt Cuche auf der legendären Streif zum fünften Mal die Abfahrt. Er ist damit alleiniger Rekordhalter. Auch in Garmisch stand der Neuenburger wieder zuoberst auf dem Podest. Der Triumph in der Sprintabfahrt war bereits der 20. Weltcup-Sieg seiner Karriere. In Crans-Montana, bei Cuches letztem Heimrennen, konnte der Neuenburger noch einmal Jubeln: Sieg im Super-G. Beim Saisonfinale in Schladming bedankt sich Cuche nach seinem letzten rennmässigen Einsatz im Super-G bei den Fans. Die grpsse Abschiedsshow gibt er im Riesenslalom. In der Saison 2012/13 nimmt Didier Cuche bei Swiss Ski eine beratende Funktion ein.

Die grosse Karriere von Didier Cuche.

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Ohne zu fahren gewinnt Didier Cuche erstmals in seiner Karriere den Super-G-Weltcup. Wie die Rennleitung mitteilt, sei die «Sicherheit auf der Piste nicht gewährleistet und die schlechten Wetterprognosen liessen kein Rennen zu».

Da beim Weltcupfinale Rennen nicht verschoben werden, steht Didier Cuche damit als Disziplinensieger fest. Er holt sich die Kugel 64 Punkte vor dem verletzten Georg Streitberger und 68 Zähler vor Ivica Kostelic. Der letzte Schweizer, der diese Disziplin gewann, war Paul Accola 1992.

Sechste Kristallkugel

Für den Neuenburger ist dies die sechste Kristallkugel, welche er bald in seiner Vitrine ausstellen kann. Nach dem Triumph im Riesenslalom 2009 sicherte er sich auch die Abfahrtskrone 2007, 2008, 2010 und am Mittwoch 2011.

Die Siegerehrung findet erst am Freitag statt, ob Cuche dann wieder so gut aufgelegt ist, wie hier, als er Günter Hujara auf die Schippe nahm?

Vonn siegt bei den Frauen

Bei den Frauen geht die kleine Kugel an Lindsey Vonn. Die Amerikanerin sicherte sich den Disziplinensieg schon zuvor zum dritten Mal in Serie. Im Hinblick auf den Gesamtweltcup, dürfte die Absage aber ein Rückschlag im Duell mit Maria Riesch sein. Von führt vor den technischen Disziplinen mit 27 Punkten Vorsprung, gilt aber als schlechtere Fahrerin bei den noch ausstehenden Rennen.