Abfahrt in Kitzbühel

21. Januar 2012 08:41; Akt: 21.01.2012 14:49 Print

Cuche in Kitzbühel zum Fünften

Bereits zum fünften Mal gewinnt Didier Cuche die legendäre Hahnenkamm-Abfahrt. Dies hat noch keiner vor ihm geschafft. Beat Feuz wird Sechster.

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Wie in den beiden Vorjahren heisst der Sieger der Abfahrt in Kitzbühel Didier Cuche. Der 37-jährige Romand gewann den Klassiker am Hahnenkamm zum fünften Mal, womit er alleiniger Rekordhalter ist. Cuche verhinderte in der bei starkem Schneefall ausgetragenen Sprint-Abfahrt einen Dreifachsieg der Österreicher, die bei ihrem Heimrennen seit 2006 (Michael Walchhofer) sieglos sind. Als Zweiter verlor Romed Baumann 0,24 Sekunden auf Cuche. Klaus Kröll wurde Dritter, Joachim Puchner Vierter.

Besser als Klammer

«Dass ich am Start wusste, dass ich hier zum letzten Mal starten werde, macht es noch spezieller», so Cuche nach seinem 19. Weltcup-Triumph. Elf davon schaffte der «Schweizer des Jahres» in der Abfahrt. Die Schweizer Siegserie am Hahnenkamm hält damit weiterhin an. Viermal Cuche sowie 2009 Didier Défago sorgten dafür, dass der als schwierigste Abfahrt der Welt bezeichnete Klassiker in Kitzbühel fest in Schweizer Hand bleibt.

Cuche, der am Donnerstag seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte, überflügelte mit seiner fantastischen Abschiedsvorstellung auf der Streif auch Abfahrts-Legende Franz Klammer. Der Neuenburger hat in Kitzbühel, wo er 1998 erstmals triumphierte, nun fünf Abfahrtssiege im Palmarès, der österreichische Olympiasieger von 1976 «nur» deren vier.

Feuz bleibt Leader im Abfahrtsweltcup

Zweitbester Schweizer am Samstag war trotz einer fiebrigen Erkältung Beat Feuz. Der 24-jährige Berner büsste zwar bei seinem dritten Start auf der Streif im oberen Teil viel Zeit ein. Doch der Lauberhorn-Sieger erwischte den Schlussabschnitt über die Hausbergkante wie Teamkollege Cuche hervorragend und verbesserte sich noch auf den 6. Platz (0,45 Sekunden zurück). Damit bleibt Feuz auch Leader im Abfahrtsweltcup. Mit 300 Punkten führt der Emmentaler vor Cuche (277 Punkte) und Kröll (265). Ausser Cuche und Feuz schaffte es kein Schweizer in die ersten 15.

Das Rennen in Kitzbühel fand auf stark verkürzter Strecke statt. Aufgrund des starken Schneefalls und Nebels entschied die Jury, dass der Start von der Einfahrt zur Alten Schneise erfolgen soll. Damit fielen Schlüsstelstellen wie die Mausefalle und der Steilhang weg und verkürzte sich die Fahrzeit auf knapp 75 Sekunden.

Rangliste

Kitzbühel (Ö). Weltcup-Abfahrt der Männer:
1. Didier Cuche (Sz) 1:13,28.
2. Romed Baumann (Ö) 0,24 zurück.
3. Klaus Kröll (Ö) 0,30.
4. Joachim Puchner (Ö) 0,36.
5. Johan Clarey (Fr) 0,40.
6. Beat Feuz (Sz) 0,45.
7. Andrej Sporn (Sln) 0,47.
8. Stephan Keppler (De) 0,48.
9. Adrien Théaux (Fr) 0,50.
10. Jan Hudec (Ka) 0,58.
Ferner: 17. Marc Gisin (Sz) 0,71. 20. Didier Défago (Sz) 0,91. 24. Silvan Zurbriggen (Sz), Patrick Küng (Sz) 1,13. 26. Ambrosi Hoffmann (Sz) 1,24. 44. Carlo Janka (Sz) 1,95. 50. Vitus Lüönd (Sz) 2,22.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eigi am 21.01.2012 14:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Du bisch de BEST

    Bravo Didier du bisch und blibsch de best

  • cornelia koster am 21.01.2012 14:58 Report Diesen Beitrag melden

    Wahre Grösse!

    Du bisch efach de Gröscht!!! Congratulations- E supergeili Leistig!!!!

  • Mathias R. am 21.01.2012 13:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Sache

    Eigentlich ist es ja schon schade, dass Didier aufhört. Aber ein Sahnehäubchen zum Abschluss hat doch jeder gerne. ;)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ray Winter am 22.01.2012 23:48 Report Diesen Beitrag melden

    Fairness

    Oesterreicher geben das zurück, was wir Ihnen für die Grossen, Schranz, Klammer und Maier an Wertschätzung gaben. Sie hielten schon mit Russi - und nun mit Cuche Gegenrecht. Die wahren Skinationen halten zusammen und wissen solche Leistungen zu würdigen Rivalität und Neckereien, ausnahmsweise mal auch Sticheleien sind nur zum Anheizen der Szene Alpiner Skisport da. Im Grunde sind wir so gleich wie sie und meist beste Freunde.

  • spotlite zh am 22.01.2012 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    Gut gemacht!

    Im Gegensatz zu anderen hat Didier Verstand und Herz. Nicht alle finden den richtigen Zeitpunkt zum Rücktritt. Umso mehr gönne ich Ihm den tollen 5. Sieg auf der Streif. Vielleicht wäre er der geeignete Mann, um unseren Nachwuchs zu Höchstleistungen anzuspornen, ein guter Trainer wäre er allemal. Und mit ausgezeichnetem Potential als Motivator. Danke Didi und alles Gute!è

    • oschtschwwiizär am 22.01.2012 14:44 Report Diesen Beitrag melden

      Cuche wird Nachwuchs trainieren

      Speedier WIRD sich unserem Nachwuchs annehmen. Er wird seine/unsere Neuenburger-Heimat fördern. Herzlichste Gratulation an Didier(-for ever).

    einklappen einklappen
  • Stephan.F am 22.01.2012 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    Didi

    machs noch mal,du schaffst auch noch die Nummer 6,streff sie dir ein.

  • renato bittel am 22.01.2012 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    juhui!!

    cuche ist super!!!!! Er sollte nicht zurücktreten. Er ist ein grosses Vorbild.

  • Silver am 22.01.2012 10:50 Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Didier

    Ehre wem Ehre gebührt! Ich mag es ihm von Herzen gönnen - er hat so viel für den Schweizer Skisport getan. Weiterhin alles Gute!