Von Indien bis Haiti

13. Februar 2015 13:49; Akt: 13.02.2015 14:44 Print

Das sind die Riesenslalom-Exoten

Kennen Sie Pieris Pieri oder Itamar Biran? Wie Marcel Hirscher gehören auch sie zu den 100 Athleten, die im WM-Riesenslalom der Männer starten.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der WM-Titel im Männer-Riesenslalom führt wohl über Marcel Hirscher oder Ted Ligety. Der Österreicher und der Amerikaner gelten als Top-Favoriten auf Gold. Wenn die beiden ihren ersten Lauf schon lange absolviert haben, ist das Rennen aber noch im Gang. 100 Fahrer bestreiten am Freitag (ab 18 Uhr im Liveticker) den ersten Durchgang. 50 Athleten aus dem Weltcup sind gesetzt, die anderen 50 setzten sich am Donnerstag in der Qualifikation unter 110 Fahrern durch.

Umfrage
Wie viele Medaillen holt die Schweiz an der alpinen Ski-WM in Vail/Beaver Creek?
67 %
28 %
5 %
Insgesamt 8726 Teilnehmer

Der Letzte, der den 1. Lauf in Angriff nimmt, ist Pieris Pieri aus Zypern. Die Mittelmeer-Insel ist wahrlich keine Wintersport-Destination. Pieri ist bei weitem nicht der einzige Exot. Vor ihm starten Athleten wie Itamar Biran aus Israel, Himanshu Thakur aus Indien, Alexander Mohbat aus dem Libanon oder Patrick Mc Millan aus Irland. «Ich habe mein Studium abgebrochen und konzentriere mich voll aufs Skifahren. Wenn du so schnell Ski fahren willst wie ein Österreicher, dann musst du auch wie ein Österreicher trainieren», sagt der 23-jährige Ire.

Starter von den Kaimaninseln

In der Qualifikation durchgesetzt hat sich auch Dean Travers. Der 18-Jährige von den Kaimaninseln hat ein gewisses Potenzial und kann dank reicher Eltern im US-amerikanischen Aspen trainieren. Er hat auch einen prominenten Coach. Thomas Vonn, der Ex-Mann von Lindsey Vonn. «Er ist wirklich gut», lobt ihn der Trainer.

Dauerbrenner von Hohenlohe gescheitert

In der Qualifikation dabei war einmal mehr Hubertus von Hohenlohe. Zum 16. Mal. Der 56-jährige Prinz, der für Mexiko antritt, hat sich jedoch keinen Startplatz ergattern können. Seine Mission war aber auch eine andere. «Ich fahre für alle hier lebenden Mexikaner. Ich bin das Vorbild für alle klassischen Amateurrennfahrer», sagte er in der ««Vail Daily»».

Ebenfalls nicht im Rennen dabei sind Michael Williams und Jean-Pierre Roy, die an den letzten beiden Weltmeisterschaften in Schladming und Garmisch-Partenkirchen für grosses Medienecho gesorgt haben. Der Jamaikaner Williams, der in Deutschland wohnt, und Roy aus Haiti beendeten die Qualifikation mit grossen Rückständen auf den letzten beiden Plätzen.

Unvergessen bleibt das Olympia-Rennen 1992 in Albertville, als ein Athlet den Läufer vor ihm ein- und überholte:
Der mit Startnummer 129 gestartete Fahrer ist so langsam, dass er überholt wird. (Quelle: YouTube/7ze3)

(heg)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • naturo am 13.02.2015 15:46 Report Diesen Beitrag melden

    sehen und gesehen werden

    Das sind die , die ich fast am liebsten sehe.

  • vorbi am 13.02.2015 20:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ich kenne da noch vier weitere Exoten...

    .... nämlich die vier Schweizer, die jeweils max. zugelassen sind. Keine Chance im Riesen- und im Slalom.

  • H.P. Meier am 13.02.2015 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    Alle Jahre wieder

    ... und Geld, macht doch Glücklich.....

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • vorbi am 13.02.2015 20:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ich kenne da noch vier weitere Exoten...

    .... nämlich die vier Schweizer, die jeweils max. zugelassen sind. Keine Chance im Riesen- und im Slalom.

  • naturo am 13.02.2015 15:46 Report Diesen Beitrag melden

    sehen und gesehen werden

    Das sind die , die ich fast am liebsten sehe.

  • H.P. Meier am 13.02.2015 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    Alle Jahre wieder

    ... und Geld, macht doch Glücklich.....

    • Donald Duck am 13.02.2015 15:43 Report Diesen Beitrag melden

      Geld allein macht nicht glücklich,

      aber es macht das unglücklichsein angenehmer :-))

    • Chrigu Glauser am 13.02.2015 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nein

      @H.P. Meyer Nein, bei diesen Exoten spielt das Geld keine Rolle sondern: Dabei sein ist alles, was beispielsweise auch bei den Olympischen Spiele der olympische Gedanke ausmacht. Bei den Spitzenfahrern zählt das Geld sicherlich, wie bei vielen anderen Sportarten auch, wo es um Geld geht. Aber da ist der Skisport bei den Besten noch in einem aktzeptablem Rahmen, im Vergleich zum Fussball etc.........

    • Spili am 13.02.2015 18:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Kein staff kein geld - freude!

      Exoten bezahlen meist alles selbst und haben kein staff

    einklappen einklappen