News vom Ski-Star

17. April 2019 10:32; Akt: 17.04.2019 17:20 Print

Gut-Behramis Lärm um nichts

Das Ski-Ass lud die Medien ins Tessin ein. Neuigkeiten gab es wenige, Kritik wurde jedoch viel geäussert.

Das Ski-Ass lud die Medien ins Tessin ein. Neuigkeiten gab es wenige, Kritik wurde jedoch viel geäussert. (Video: SDA)
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Lara Gut-Behrami hatte zum Medientreffen geladen. Auf dem Monte Brè, ihrem Hausberg ob Lugano. Erst ging es hoch mit dem roten Bähnchen, ein bisschen Schulreise. Und die Frage war: Weshalb hatte die Tessinerin die Journalisten in ihre Heimat gebeten? Sie wurde ziemlich schnell beantwortet. Die ersten Minuten der Pressekonferenz waren eine Werbeaktion von Ticino Turismo, Gut-Behrami war da als «lokale Person, die das Tessin repräsentiert».

Nach den eindimensionalen Fragen – Gut-Behrami hatte den gut 40 anwesenden Sportjournalisten aus allen Teilen des Landes von ihren Lieblingsorten als Kind und Erwachsene erzählt und gesagt, wo sie am liebsten hingehe, um zu entspannen –, ging es ums Sportliche. Die Verletzung, erlitten beim Saisonfinal, sei geheilt, sagte die 27-Jährige, die in zehn Tagen 28 wird.

Der erneute Dank an Papa

Zunächst deutete Gut-Behrami eine Annäherung an den Schweizer Skiverband an. Sie würde mit den Technikerinnen und den Abfahrerinnen in Südamerika trainieren in diesem Sommer. Etwas, was bisher nicht möglich gewesen sei, weil die Trainings stets zur gleichen Zeit stattgefunden hätten. Gut-Behrami trainiert seit Beginn ihrer Karriere mit ihrem Vater Pauli Gut, abermals betonte sie am Mittwoch, wie viel sie ihm zu verdanken habe.

Was wird uns Lara Gut-Behrami heute sagen?

Die Zusammenarbeit mit dem Verband, bei dem ihr Vater mittlerweile auf Mandatsbasis angestellt ist, war stets schwierig. Auch am Mittwoch klagte Gut-Behrami über fehlende Unterstützung in den vergangenen Jahren. Wenn sie beispielsweise einen eigenen Physiotherapeuten gewollt habe, habe ihr der Verband gesagt, sie müsse ihn selbst bezahlen. Gut-Behrami zieht den Vergleich mit dem slowenischen Verband, wo Abfahrerin Ilka Stuhec auch stets mit ihrer Mutter unterwegs war, aber dann fünf Betreuer zur Seite gestellt bekam, als der Erfolg einsetzte.

Guts Begehren

Es sind Privilegien, die die Tessinerin auch möchte. «Ich will zu den Weltbesten gehören», sagt sie, «ich will die weltbeste Betreuung.» Aus der angetönten Annäherung an Swiss-Ski wird dann doch nicht mehr als das gemeinsame Training in Südamerika. Sie würde nur in gewissen Bereichen mit dem Team trainieren. Sie sagt: «Ich werde meinen Weg weiterhin konsequent gehen.» Schliesslich habe sie dank diesem Weg all ihre Erfolge errungen.

Die Kritik, die Gut-Behrami am Mittwoch über den Verband äusserte, ist nicht neu, sie ist aufgewärmt. «Wir streiten seit Jahren über Kleinigkeiten», sagt sie. Beim Verband würde viel geredet und wenig gemacht. Heftige Worte für eine Athletin, die sich auf Formsuche befindet.

Wintersport

(mro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Minnie Mouse am 17.04.2019 15:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Extrawurst für Gut!

    Komisch, dass andere Fahrerinnen unter den herrschenden Bedingungen im Verband ihre Leistungen bringen - nur Gut fordert, liefert aber nicht! Es wäre an der Zeit, von ihrem hohen Ross zu steigen! Wer nicht mit dem Team trainiert, sollte auch keine finanziellen Zuwendungen erhalten - keine Extrawurst für wen auch immer!

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  • Marie am 17.04.2019 15:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    DIVA

    DIVA und nichts dahinter.. Was sie diesen Winter geleistet hat.. Ist die Pressekonferenz übertrieben.. Aber typisch für sie

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  • Strolchi am 17.04.2019 15:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geht's der noch gut?

    Sich mit Stuhec zu vergleichen, ist ein bisschen arrogant, denn Stuhec feiert Erfolge, während Gut nur hinterherfährt!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Igi am 18.04.2019 12:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Übertrieben

    Hochmut kommt vor dem fall

  • Rene Calculus am 18.04.2019 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    Zwischenbilanz

    - Shiffrin: 2013-2019, 60 WC-Siege - Gut: 2009-2019: 24 WC-Siege

  • Esther am 18.04.2019 12:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts Neues

    Viel Blabla...und viele übertriebene Forderungen.

  • Fabian Marker Uhrenfan am 18.04.2019 10:18 Report Diesen Beitrag melden

    Original-Zitat LG auf Uhrensponsor-Seite

    "Ein Champion sein, das bedeutet anderen zeigen zu können, wie man besser wird, wie man über sich hinauswächst. Ich hatte starke Eltern, sie halfen mir, indem sie mir sagten: Tu was du willst, lerne was du willst und kämpfe dafür. Ich denke, der Schlüssel zum Erfolg ist eine gute Kombination aus allem: kämpfen, trainieren, sich erholen, an sich glauben und sich mit großartigen Menschen umgeben, weil du allein nicht sehr weit kommst. Auf die Mischung kommt es an." Tsssss...

  • Kevin T, Lausanne am 18.04.2019 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    Ich hoffe inständing, dass

    die Uhren-(Kronen)marke aus Genf das Sponsoring von Madame Gut einstellt. Die beste Uhr soll sich auf Toplevel bewegen.