Saisonende

15. März 2011 09:18; Akt: 15.03.2011 09:43 Print

Die Hoffnungen ruhen auf Didier Cuche

von Herbie Egli - Von Mittwoch bis Sonntag finden auf der Lenzerheide die letzten Skirennen des Winters statt. Didier Cuche kämpft gleich in zwei Disziplinen um den Gesamtsieg - und regelt seine Zukunft.

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Behält Didier Cuche beim Weltcup-Finale die Nerven? (Bild: Keystone/AP)

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Beim Weltcup-Finale messen sich die 25 besten Athleten und Athletinnen der jeweiligen Disziplinen. Zusätzlich startberechtigt sind jene Fahrer und Fahrerinnen, die im Gesamtweltcup mehr als 500 Punkte ausweisen sowie die aktuellen Junioren-Weltmeister. Ist ein Fahrer verletzt, rutscht keiner nach, sondern das Starterfeld verkleinert sich. Beim Weltcup-Finale bekommen nur die ersten 15 Athleten Punkte und nicht wie während der Saison die besten 30.

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Aus Schweizer Sicht am spannendsten sind in sportlicher Hinsicht das Abfahrts- und Super-G-Rennen der Männer. Didier Cuche kämpft in beiden Disziplinen um die kleine Kristallkugel für den besten Athleten des Winters. Im Abfahrts-Weltcup musste der 36-jährige Neuenburger am Wochenende in Kvitfjell einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Er verlor die Führung an den Österreicher Michael Walchhofer, der nun 14 Punkte vor Cuche liegt. Auch Walchhofers Teamkollege Klaus Kröll auf dem dritten Platz hat noch theoretische Chancen auf den Disziplinen-Sieg. Wenn Cuche im letzten Rennen der Saison Walchhofer an der Spitze wieder verdrängt, wäre es sein vierter Sieg im Abfahrts-Weltcup.

Cuches Premiere im Super-G?

Im Super-G zählt der Schweizer seit Jahren zu den besten Athleten der Welt. Nun hat der Neuenburger sogar die Chance, zum ersten Mal den Disziplinen-Weltcup zu gewinnen. Dank dem Sieg in Kvitfjell liegt Cuche vor dem Abschlussrennen 64 Punkte vor dem Österreicher Georg Streitberger, der die Saison allerdings verletzungsbedingt bereits beenden musste. Auf Rang drei liegt der bereits als Gesamtweltcupsieger feststehende Kroate Ivica Kostelic mit 68 Zählern Rückstand. Selbst Carlo Janka hat als Sechstplatzierter noch Chancen auf den Sieg, wenn die vor ihm olatzierten Fahrer straucheln. In den übrigen Disziplinen hält kein Schweizer mit der Spitze mit.

Die Hoffnungen ruhen also auf Didier Cuche. Der 36-Jährige wird aber schon am Dienstag im Fokus stehen. Dann teilt er den Entscheid über seine Zukunft mit.

Zweikampf Riesch gegen Vonn

Bei den Frauen ist der Kampf um den Gesamtweltcup nochmals voll entbrannt. Während die Deutsche Maria Riesch am Wochenende in den Rennen in Spindlermühle nur zwei Weltcuppunkte gewann, hat die Amerikanerin Lindsey Vonn mit ihren Resultaten gewaltig aufgeholt. Sie liegt vor dem Weltcup-Finale auf der Lenzerheide noch 23 Punkte hinter ihrer Rivalin und Freundin. Die letzten Rennen müssen also entscheiden, ob Vonn zum vierten Mal nacheinander den Gesamtweltcup gewinnt oder Riesch doch noch zum ersten Mal triumphieren kann.

Die Schweizerinnen nehmen beim Weltcup-Finale im Bündnerland nur Aussenseiterrollen ein. Um den Disziplinen-Sieg fährt keine Athletin von Swiss-Ski mit. Der Riesenslalom und Slalom findet sogar ohne eidgenössische Beteiligung statt.