Klassiker am «Chuenisbärgli»

12. Januar 2019 15:24; Akt: 12.01.2019 17:56 Print

Bei der Hirscher-Show sind alle machtlos

Henrik Kristoffersen führt zur Halbzeit, dann dreht der Österreicher auf. Zwei Schweizer schaffen es beim Riesenslalom in Adelboden in die Top 10.

Oben noch gleichschnell wie Fanara, unten ohne Gegner: Marcel Hirscher gewinnt in Adelboden. Video: SRF
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Marcel Hirscher, kurz vor Weihnachten in Saalbach nur Sechster, rückt beim Weltcup-Riesenslalom in Adelboden die Hierarchie auf eindrückliche Weise wieder zurecht. Der Österreicher gewann überlegen, mit 71 Hundertsteln Vorsprung auf den Norweger Henrik Kristoffersen, der nach dem ersten Lauf noch 12 Hundertstel vor ihm gelegen hatte. Dritter wurde der Franzose Thomas Fanara, der im April 38 Jahre alt wird und somit der älteste jemals auf einem Riesenslalom-Podest vertretene Fahrer ist.

Hirscher errang seinen 66. Sieg im Weltcup, den achten in dieser Saison. Den Riesenslalom in Adelboden entschied er nach 2012, 2015 und 2018 zum bereits vierten Mal für sich. Sollte der Salzburger am Sonntag auch noch zum fünften Mal den Adelbodner Slalom gewinnen, wäre dies Rekord. Neun Siege an ein und demselben Ort schaffte bisher noch nie einer.

Die Schweizer weit vom Podest entfernt

Die Schweizer Riesenslalom-Spezialisten, die in diesem Winter schon zweimal auf dem Podium vertreten waren, brachten in ihrem Heimrennen mit Gino Caviezel ihren besten Mann lediglich auf Platz 9. Mit diesem Ergebnis durfte der Bündner aber sehr zufrieden sein. Es war sein bestes in diesem Winter, in dem er zuvor schon dreimal in den Top 15 vertreten war, aber nie besser als Zwölfter. Seinen Karriere-Bestwert im Riesenslalom, Platz 8, verpasste er zudem nur knapp.

Caviezel klassierte sich unmittelbar vor Marco Odermatt, der im ersten Lauf gleich zweimal mit dem Arm an einem Tor hängen geblieben war. Im zweiten Anlauf machte es der 21-jährige Junioren-Weltmeister besser. Diesmal blieb der Nidwaldner ohne grossen Makel, was ihn im Klassement vom 16. auf den 10. Platz nach vorne trug. Das ist seine zweitbeste Klassierung im Riesenslalom, nachdem er Anfang Dezember in Val d'Isère Siebenter geworden war.

Caviezel und Odermatt zeigten sich erfreut über ihre Resultate:

Video: SDA

Weniger gut lief es Loïc Meillard. Zuletzt in Saalbach hatte der Walliser als grossartiger Zweiter brilliert, aber in Adelboden fuhr er vor allem im ersten Lauf zu rund und zu brav. Im zweiten Durchgang griff er vehement an, doch dabei schlichen sich Fehler ein, die ihn auf Position 14 abrutschen liessen.

Pech hatte der Ostschweizer Cédric Noger, der in Saalbach als 18. überrascht hatte, nun aber in seinem erst dritten Weltcuprennen die Qualifikation für den zweiten Lauf um zwei Hundertstel verpasste. Der Bündner Thomas Tumler, der Zweite von Beaver Creek, schied im ersten Durchgang aus, nachdem er schon im oberen Teil einen zeitraubenden Fehler begangen hatte.

Wintersport

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Olivia am 12.01.2019 15:15 Report Diesen Beitrag melden

    Marcel Hirscher

    wer sonst, einfach super klasse und mega sympathisch!!!

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  • Kevin Klein am 12.01.2019 11:07 Report Diesen Beitrag melden

    Selbst Verliebt

    bringt jetzt srf jedes wochenende denn Roger Federer Film oder wie? Es gibt auch noch andere Dokumentationen von anderen Sportlern.

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  • De. Dorftrottel. am 12.01.2019 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    Skandalös.SRF.

    Heitere-Fahne. Gefühlt, zum 100 mal. kommt die Doku, über R.Federer.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Obervogel lisi am 13.01.2019 23:12 Report Diesen Beitrag melden

    Weg damit

    Und schon wird wegen den kosten gejammert, aber immer grösser und aufwendiger. Anlass ersatzlos streichen. Die adelbodner sind längst nicht so begeistert wie man meint. Einen haufen kosten, unannehmlichkeiten und geistige unruhe, sonst nichts.

  • Peter Binder am 13.01.2019 19:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    St. Albanus

    Natürlich fährt Hirscher gut, aber langsam wird es langweilig, deshalb schaue ich nicht mehr.

  • Daniel Kampl am 12.01.2019 23:01 Report Diesen Beitrag melden

    hirscher ein ausnahmetalent

    hirscher ist hirscher. wäre auch als schweizer ein ausnahmetalent. sag ich als gsiberberger!

  • Schorsch Meier am 12.01.2019 21:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sonderklasse

    Dieser Hirscher ist schon Sonderklasse, greift immer voll an, riskiert immer viel, kommt in Schwierigkeiten. Dank seiner phänomenaler Körperbeherrschung kann er sich (fast) immer retten (Bestzeit)

  • Suisse am 12.01.2019 21:26 Report Diesen Beitrag melden

    Marcel Hirscher

    Ja so ist der Marcel, bodenständig, ehrlich, sympathisch, und einfach über Jahren hindurch akribische und harte Vorbereitung