Mit Hundert ins Koma

10. März 2011 19:40; Akt: 10.03.2012 19:45 Print

Die schlimmsten Stürze im Ski-Weltcup

Ob Daniel Albrecht, Hermann Maier oder Hans Grugger - trotz aller Bemühungen kommt es immer wieder zu Horror-Unfällen auf der Piste.

Bildstrecke im Grossformat »
Der Schweizer stürzte beide Jahre in der Abfahrt und musste schliesslich wegen Lähmungserscheinungen zurücktreten. So viele Überschläge können selbst Kunstturner kaum. Brooker zieht sich beim Sturz am Zielsprung Knieverletzungen, einen Nasenbeinbruch und Ellbogenverletzungen zu. Beim Sturz verfängt er sich in den Netzen bei der Steilhangausfahrt. Nach schweren inneren Verletzungen rettet ihm eine Not-OP das Leben. Das österreichische Talent stürzte im Qualifikationstraining im Ziel-S so schwer, dass es wenig später im Spital seinen Verletzungen erlag. Die Österreicherin stürzt in der Abfahrt und prallt mit dem Kopf in eine Zeitmessanlage. Sie ist auf der Stelle tot. Der Italiener wird bei der Traverse in den Sicherheitszaun geschleudert. Dank seiner Landung im Tiefschnee bleibt er unverletzt. Der Österreicher steht den Zielsprung nicht. Er bleibt unverletzt. Österreichs Star legt bei der Olympia-Abfahrt einen Jahrhundertsturz hin. Er bleibt praktisch unverletzt und wird Tage später Doppel-Olympiasieger. Der Österreicher stürzt bei der Hausbergkante. Ein Trümmerbruch im Oberschenkel, Absplitterungen an der Hüftpfanne, Seitenbandriss im Knie und eine Lungenquetschung beenden seine Karriere. Die Französin prallt im Abfahrtstraining mit dem deutschen Trainer Markus Anwander zusammen und stirbt später im Spital. Der Deutsche überlebt. Der Sturz in der Abfahrt hatte fatale Folgen. Er durchbrach eine Werbebande, schlug auf einem Stein auf und ist seither querschnittgelähmt. Der Österreicher macht sich beim Zielsprung im linken Knie alles kaputt. Er kehrt zurück, aber nie mehr so stark wie vor dem Unfall. Der Ex-Weltmeister stürzte beim Weltcupfinale in der Abfahrt. Wegen Knieproblemen musste er seine Karriere beenden. Der Norweger verletzte sich bei einem Sturz im Abfahrtstraining schwer und die Saison war vorbei. Ein Jahr später gewann Svindal in Beaver Creek die Abfahrt. Der Amerikaner stürzte beim Zielsprung schwer und erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma. Heute fährt er wieder Rennen. Der Österreicher zog sich beim Super-G schwere Beinverletzungen zu. Wegen Gefässverletzungen musste sein linkes Bein amputiert werden. Der Schweizer stürzte beim Zielsprung fürchterlich und erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma. Er erholte sich vom schweren Sturz und gab im Dezember 2010 in Beaver Creek sein Comeback. Der Österreicher stürzt in der Mausefalle und zieht sich ein Schädel-Hirn-Trauma zu. Über den genauen Gesundheitszustand ist bis jetzt nichts weiteres bekannt.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Trotz grosser Sicherheitsvorkehrungen kommen auch in der heutigen Zeit immer wieder schlimme Stürze im Ski-Weltcup vor. Der Österreicher Hans Grugger und der Schweizer Daniel Albrecht sorgten in den letzten Jahren für die schlimmsten Zwischenfälle. Beide stürtzten in Kitzbühel fürchterlich und lagen danach im Koma.

Doch die beiden Abfahrer sind keine Ausnahme im schnellen Sport auf hartem Untergrund. Von schweren Gehirnerschütterungen, über dauerhaften Lähmungen bis hin zum Tod – im alpinen Rennsport kommt es immer wieder zu einem dramatischen Sturz, der den Zuschauern das Blut in den Adern gefrieren lässt. Die Sportredaktion von 20 Minuten Online hat die dramatischsten Momente im alpinen Rennsport in einer Bildstrecke zusammengestellt.

(mon/oku)