Sturz in der Halfpipe

20. Januar 2018 15:33; Akt: 21.01.2018 18:58 Print

Glück im Unglück für Boarder Hablützel in Laax

Der Youngster stürzt beim Heimweltcup im Bündnerland schwer, kommt aber relativ glimpflich davon. Hinter seiner Teilnahme an den Olympischen Spielen steht allerdings ein Fragezeichen.

Der haarsträubende Unfall von David Hablützel. (Video: SRF/TA)
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David Hablützel ist bei seinem heftigen Sturz im zweiten Finallauf des Halfpipe-Weltcups in Laax vergleichsweise glimpflich davongekommen. Der 21-jährige Zürcher erlitt am Samstag Verletzungen im oberen Körperbereich.

Hablützel knallte beim ersten Sprung seines zweiten Runs mit voller Wucht auf die Kante und wurde regelrecht ins Innere der Pipe katapultiert. «Ich weiss nicht, wann ich zum letzten Mal einen derart heftigen Sturz gesehen habe», sagte der sichtlich schockierte Teamkollege Jan Scherrer im TV-Interview mit «SRF». «Vermutlich hat er den Sprung zu früh ausgelöst», mutmasste der St. Galler.

Hablützel wurde vor Ort von Teamarzt Stefan Fröhlich und dem örtlichen Rettungsteam betreut und später per Helikopter ins Kantonsspital Chur gebracht. Dort ergab der Untersuch, dass der Olympia-Fünfte von Sotschi keine schlimmen Verletzungen erlitten hatte. Zur Beobachtung bleibt Hablützel vorderhand im Spital.

«Ein paar Tage schlafen»

Am Sonntag meldete sich der 21-Jährige auf Instagram zu Wort. «Nach dem heftigen Sturz in Laax bin ich heute im Spital aufgewacht. Ich war bewusstlos. Ich habe eine Gehirnerschütterung und ein wunder, blauer Rücken davongetragen.» Er sei gerade einfach nur froh, dass es ihm «okay» gehe. «Ich hoffe, ich bin bald zurück», gibt sich der Snowboarder kämpferisch. «Erst einmal werde ich aber ein paar Tage schlafen und mich intensiv erholen. Danke für die Unterstützung», schrieb der Snowboarder.

Was die Verletzungen im Hinblick auf die Olympia-Teilnahme bedeuten, ist schwer abzuschätzen. Viel Zeit zur Genesung bleibt dem Youngster aber nicht. Die Qualifikation im Phoenix Snow Park von Bokwang findet am 13. Februar statt, der Final einen Tag später.

Sieg von Podladtchikov

Der Halfpipe-Wettbewerb musste für eine halbe Stunde unterbrochen werden und endete schliesslich mit einem Erfolg von Iouri Podladtchikov. Der Olympiasieger von Sotschi 2014 setzte sich im Schneetreiben dank zwei sehr guten Läufen vor dem japanischen Disziplinen-Weltcupsieger Yuto Totsuka und dem Chinesen Zhang Yiwei durch. Jan Scherrer wurde Vierter, Pat Burgener nach zwei unsauberen Läufen Elfter.

In Laax fehlten neben den Amerikanern der beste Japaner Ayumu Hirano und der australische Weltmeister Scotty James. Diese Fahrer – inklusive Podladtchikov als einziger eingeladener Schweizer Snowboarder – werden am kommenden Wochenende an den X-Games in Aspen, Colorado noch ein letztes Mal vor den Olympischen Spielen gegeneinander antreten.

Rohrer erfüllt Selektionskriterien

Erfreuliches gab es auch vom Schweizer Frauenteam zu berichten. Nach Überstehen des Halbfinals war klar, dass Verena Rohrer die Olympia-Selektionskriterien von Swiss Olympic erfüllen würde (Top 8). Im Final belegte die 21-jährige Schwyzerin den 6. Rang, gewonnen wurde der Wettkampf von der Chinesin Liu Jiayu.

(ak/sda)