Super-G Männer

06. Februar 2019 14:38; Akt: 06.02.2019 15:05 Print

Schweizer deutlich geschlagen, Paris siegt

Im WM-Super-G gewinnt Dominik Paris die Goldmedaille. Die Schweizer enttäuschen und schaffen es nicht in die Top Ten.

Beat Feuz äussert sich zum Abschneiden der Schweizer im WM-Super-G. (Video: SDA)
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Dominik Paris erringt an den Weltmeisterschaften in Are seinen ersten grossen Titel. Der Italiener, im Weltcup schon zwölffacher Sieger, wird Weltmeister im Super-G. Die Schweizer enttäuschen. Paris gewann mit 9 Hundertsteln Vorsprung auf ein zeitgleiches Duo mit dem Österreicher Vincent Kriechmayr und dem Franzosen Johan Clarey. Kriechmayr konnte die Scharte auswetzen, welche die Austria-Frauen tags zuvor in der gleichen Disziplin hinterlassen hatten. Und Clarey wurde mit seinen 38 Jahren zum ältesten Fahrer, der je an Weltmeisterschaften eine Medaille gewann. Die bisherige Bestmarke gehörte dem Schweden Patrik Järbyn, der als 37-Jähriger 2007 ebenfalls in Are im Team-Wettbewerb Silber geholt hatte.

Grossanlässe waren bisher nicht unbedingt das Ding des grossgewachsenen Paris. Der 29-jährige Südtiroler hatte bisher erst eine Medaille auf dem Konto: Silber, das er 2013 in Schladming in der Abfahrt errang. Letzten Winter an den Olympischen Spielen in Südkorea war Paris Vierter in der Abfahrt. Im Weltcup dagegen fährt er regelmässig seine Erfolge ein. In diesem Winter gewann er die Abfahrten in Bormio und in Kitzbühel, daneben auch den Super-G in Bormio.

Schweizer enttäuschen

Die Schweizer konnten nicht in den Medaillenkampf eingreifen. Der erst 21-jährige Nidwaldner Marco Odermatt durfte den 12. Schlussrang bei seiner ersten WM-Teilnahme als ansprechendes Ergebnis werten, seine Teamkollegen jedoch enttäuschten allesamt. Beat Feuz landete auf Platz 18, die Bündner Mauro Caviezel und Thomas Tumler schieden beide aus.

Paris holt Gold, Schweizer sind geschlagen

Feuz hatte das Rennen mit Nummer 1 eröffnet. Der Berner beging auf dem selektiven Parcours, der für viele Ausfälle sorgte, einige Fehler. Für ihn war sofort klar: "Zu einer Medaille reicht dies nicht." Bereits in der Saison zuvor hat er sich im Super-G wesentlich schwerer getan als in der Abfahrt, in welcher er ständiger Gast auf dem Podium ist. Besser als Sechster war Feuz in diesem Winter im Super-G nie.

Bruder von Lara Gut-Behrami ausgeschieden

Caviezel hatte in dieser Saison als Zweiter in Beaver Creek und Dritter in Lake Louise als einziger Schweizer einen Podiumsplatz im Super-G erreicht. Doch in Are konnte er nicht an diese Erfolge anknüpfen. Kurz nach der zweiten Zwischenzeit, die er als Achter passierte, kam für ihn das Aus.

Unter den ausgeschiedenen Fahrern befand sich auch noch ein fünfter Schweizer, der aber für Liechtenstein an den Start gegangen war: Ian Gut, der Bruder von Lara Gut-Behrami.

Die Resultate:
Are (SWE). Weltmeisterschaften. Super-G der Männer:
1. Dominik Paris (ITA) 1:24,20.
2. Vincent Kriechmayr (AUT) und Johan Clarey (FRA), je 0,09 zurück.
4. Christof Innerhofer (ITA) 0,35.
5. Adrien Théaux (FRA) 0,37.
6. Josef Ferstl (GER) 0,39.
7. Brice Roger (FRA) 0,41.
8. Mattia Casse (ITA), Steven Nyman (USA) und Adrian Sejersted (NOR), je 0,50.

11. Ryan Cochran-Siegle (USA) 0,53. 12. Marco Odermatt (SUI) 0,58. 13. Martin Cater (SLO) 0,59. 14. Nils Allegre (FRA) 0,64. 15. Dominik Schwaiger (GER) 0,67. 16. Aksel Lund Svindal (NOR) 0,92. Ferner: 18. Beat Feuz (SUI) 1,00. 22. Kjetil Jansrud (NOR) 1,18. 24. Aleksander Kilde (NOR) 1,63. - 69 Fahrer gestartet, 51 klassiert. - Ausgeschieden u.a.: Thomas Tumler (SUI), Mauro Caviezel (SUI), Matthias Mayer (AUT), Hannes Reichelt (AUT) und Ian Gut (LIE).

(lif/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max0808 am 06.02.2019 13:51 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, ja

    die Presse wie immer vor Grossanlässen, jubeln die Schweizer hoch und praktisch jedesmal geht es in die Hosen. Einfach mal den Mund nicht zu voll nehmen und die Sportler ihren Job machen lassen, statt mit unqualifizierten Pressestatements zu bombardieren. Aber eben, was Hänschen nicht lernt.....

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  • Mara am 06.02.2019 12:58 Report Diesen Beitrag melden

    Paris wäre toll

    Es wäre schön, wenn Paris gewinnt sehr netter und sympathischer Mann.

  • Deutschmann am 06.02.2019 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    Egal

    Was ist schon 1 Sekunde. Das sind alles sensationell fahrende Jungs. Ist doch egal, wer gewinnt. Ich habe Freude, dass sich niemand verletzt. Hopp Schnee

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Die neusten Leser-Kommentare

  • susi am 06.02.2019 18:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation an Frankreich

    wahnsinn kein schnee aber paris gewinnt

  • Alex Del Hero am 06.02.2019 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dobermann Paris

    Weltmeister trotz Irrfahrt kurz vor dem Ziel. Eben bissig wie seine Dobermänner an den Füssen und jetzt noch die Abfahrt. Lieber Domme friss Sie alle. CAMPIONE

  • austria girl am 06.02.2019 16:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ski fan

    Bravo vincent krichmayr und gratulation an dominik paris

    • Ichweissnix am 06.02.2019 16:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @austria girl

      Paris ja Bravo der ösi naja hätte nicht sein müssen

    • Josef Schlafwandler am 07.02.2019 18:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @austria girl

      Du solltest such den Schweizer Hangrutscher gratulieren , sir gaben ihr Bestes im Tiefschlaf !

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  • Lara Schlecht am 06.02.2019 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    wird nichts.

    schon wieder eine grosse Klappe wie immer Feat Boiz. Der Hang, der Schnee alles ist böse zu ihm. Bravo dem Sieger

  • s'Guetzli am 06.02.2019 16:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schaue nicht

    Ich schaue das Skifahren nicht. Erst den Slalom nächstes Jahr in Katar.