Ski Freestyle

08. Februar 2019 07:36; Akt: 08.02.2019 07:49 Print

Gold für Schweizer Skiakrobaten

Das Märchen des Schweizer Aerials-Teams findet an den Weltmeisterschaften in Deer Valley seine Fortsetzung. Nach Roth gewinnt die Schweiz auch im Mixed-Team-Event.

Das Team mit Bouvard, Gygax und Roth zeigt eine sensationelle Leistung und lässt die Konkurrenz hinter sich. (Video: Twitter/FISfreestyle)
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Was war das für ein Exploit, als Skiakrobat Noé Roth in der Nacht auf Donnerstag überraschend zu WM-Bronze gesprungen war. In der Nacht auf Freitag setzten die Swiss-Ski-Athleten in dieser Disziplin sogar nochmals einen drauf: Carol Bouvard, Nicolas Gygax und Noé Roth sicherten der Schweiz im Mixed-Team-Event Gold. Eine Leistung, die dem blutjungen Team von Chefcoach Michel Roth – Gygax trat mit 22 Jahren als Leader des Trios in Erscheinung – nicht hoch genug angerechnet werden kann.

Das Schweizer Trio darf sich einem Eintrag in den Geschichtsbücher sicher sein: Bouvard, Roth und Gygax sicherten sich den WM-Titel in einer Disziplin, die ihre Premiere an Grossanlässen feierte. Mit 303,08 Punkten distanzierten die Schweizer die beiden zu favorisierenden Equipen aus China (297,82 Punkte) und Russland (296,74). «Damit hätte ich nie gerechnet. Ich dachte mich, dass ein Podestplatz allenfalls möglich sei. Aber an den Sieg dachte ich nicht», sagte Roth jr. nach der Entscheidung. Eine tolle Nachricht ist der Sieg auch im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2022 in Peking: Dort werden im Mixed-Team-Event der Aerials-Athleten erstmals Olympia-Medaillen vergeben.

Feiern und strahlen sichtlich über ihre Goldmedaille: Carol Bouvard, Nicolas Gygax und Noé Roth. (Bild: Keystone/George Frey)

Roth in Not, Leader Gygax und Kämpferin Bouvard

Der erst 18-jährige Roth hatte bereits in der Nacht auf Donnerstag für einen Exploit gesorgt, als er im Wettkampf der Männer Bronze gewinnen konnte. Auch im Team-Event behielt der Zuger als jeweils abschliessender Springer die Nerven. Zwar bekundete Roth bei seinem "Double Full-Full-Full" (drei Salti mit vier Schrauben) im Superfinal etwas Probleme bei der Landung, rettete sich aber in extremis souverän.

Den Sieg sicherte der Schweiz im Final allerdings Leader Gygax. Der 22-Jährige, der erst im Alter von 15 Jahren vom Turnen in den Aerials-Sport wechselte, erhielt für seinen "Full-Double Full-Full" mit 121,68 Punkten die höchste Bewertung sämtlicher Final-Springer. «Dabei war es mir im Training nicht wirklich gut gelaufen», sagte Gygax. «Im Wettkampf, als es dann darauf ankam, habe ich aber endlich mal einen sauberen Sprung herunter gebracht.»

Damit sich die beiden Männer allerdings erfolgreich in Szene setzen konnte, musste Carol Bouvard ihre Auftakt-Sprünge jeweils sauber gestalten. Dabei bewies die Zürcherin, wie sehr sie auf die Zähne beissen kann. Bei ihrem ersten Sprung schlug sie nach der Landung mit ihrer Nase auf dem Knie auf: «Die Nase ist wohl gebrochen», befand Bouvard. Dennoch sprang sie weiter und hielt sich und ihr Team im Rennen um die Medaillen.

Arbeit an der Landung macht sich bezahlt

Am Ursprung des jüngsten Erfolgs steht einmal mehr der Name Roth. Diesmal sogar gleich doppelt. Während die Schweiz in Noé Roth während der gesamten Wettkampf-Tage den konstantesten Springer gestellt hatte, besass sie in Michel Roth auch den erfahrensten und besten Coach. Roth legt in der Vorbereitung seit Jahren das Hauptaugenmerk auf die Landung der Sprünge. Im Teamevent, aber auch schon in den Tagen davor, machte sich dieser Fokus bezahlt. Praktisch alle seine Athleten brachten ihre Sprünge sauber in den Schnee, während die Konkurrenz durchaus auch einmal patzte.

Pech für Teamkollegen

Während sich Noé Roth, Nicolas Gygax und Carol Bouvard über den WM-Titel im Mixed-Team-Event freuen, muss der 19-jährige Pirmin Werner einen gesundheitlichen Rückschlag verkraften.

Der talentierte Schaffhauser hat sich am Mittwoch im Training auf den Wettkampf der Männer einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie zugezogen, wie Abklärungen im Spital ergaben. Werner war trotz der Knieverletzung zum Final-Wettkampf gestartet und beendete die WM im beachtlichen 9. Rang.

Wintersport

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bündner am 08.02.2019 07:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super super

    Juhuiii super gratuliara Eu zur Goldmedailla.

  • Tobi71 am 08.02.2019 08:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hopp Schwiiz

    Glückwunsch zur Goldmedaille..Gute Besserung an Pirmin Werner.."

  • Jakob Braidt am 08.02.2019 08:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wahnsinn

    unglaublich was die können. Gold verdient!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Goldie Wendener am 08.02.2019 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    super

    Das war stacksarch! Weiter so! Congrats!

  • Fan am 08.02.2019 10:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SUPER

    fantastische Leistung! bravo herzliche Gratulation,ihr dürft sehr stolz sein auf eure ausgezeichnete gute Leistung!

  • Lisa A. am 08.02.2019 09:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bombastisch..

    Super, Herzliche Gratulation von meiner Seite, gehe davon aus, dass Gian Franco Kasper euch auch bereits überschwänglich und euphorisch gratuliert hat...

  • Wodoomaster am 08.02.2019 09:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation

    Eine Super Leistung. Ich sehe mir diese Sportart sehr gerne an. Fliegt weiter so!

  • Luis Mäder am 08.02.2019 09:34 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Schade, dass dies kein richtiger Sport ist, wo das zählen würde, sondern nur eine Freizeitbeschäftigung. Aber zum Zuschauen ist es recht unterhaltsam. Jedenfalls unterhaltsamer als Abfahrt oder Super-G. Von mir aus könnte man das gerne austauschen beim SRF Fernsehen.

    • Kathy, Zug am 08.02.2019 10:51 Report Diesen Beitrag melden

      Kein richtiger Sport?

      Ist denn für Otto-Normalverbraucher nicht jede Sportart eine Freizeitbeschäftigung? Diejenigen aber, die all' ihre Energie, Zeit und ihr Herzblut in eine Sportart investieren um sich mit den Besten ihrer Sparte zu messen, verdienen höchste Anerkennung. Nur Zuschauen gehört definitiv nicht in die Rubrik "Sport".

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