Horrorsturz in Kitzbühel

31. Januar 2011 15:59; Akt: 31.01.2011 16:19 Print

Grugger kann wieder selber atmen

Dem schwer verunfallten Österreicher Hans Grugger geht es den Umständen entsprechend immer besser. Die Aufwachphase verläuft für die Ärzte zufriedenstellend.

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Der Gesundheitszustand des im Kitzbühel-Training schwer gestürzten Österreichers verbessert sich immer mehr. Wie die Universitätsklinik Innsbruck am Montagnachmittag mitteilte, kann Hans Grugger wieder selber atmen. «Bis in die Mittagsstunden hat sich die Atmung so gut entwickelt, dass das Beatmungsgerät entfernt werden konnte. Er ist aber noch sehr erschöpft und schläfrig», sagt Alexandra Kofler, die ärztliche Direktorin. Mit aussagekräftigen neurologischen Tests werde man frühestens am Dienstag beginnen können.

Grugger ist nach wie vor in der Aufwachphase, die anfangs Woche eingeleitet wurde. Sie wird auch noch einige Tage dauern, aber der Patient macht Fortschritte. Er öffne immer wieder spontan die Augen. «Ganz gezielt drückt Grugger die Hand und das ist ein Zeichen eines beginnenden Erwachens. Bis jetzt schaut es gut aus», zeigt sich Kofler vorsichtig optimistisch.

«Normalerweise hätte Trauma zum Tod geführt»

Auch wenn sich Gruggers Gesundheitszustand verbessert, Kofler bleibt vorsichtig. «Es ist doch ein gewaltiges Trauma gewesen, das normalerweise zum Tod geführt hätte. In diesem Fall sind einfach andere Dimensionen im Spiel. So etwas ist immer sehr vorsichtig zu betrachten und dauert sehr, sehr lange bis man wieder ganz zurückkommt, wenn man es überhaupt tut.» Die ärztliche Direktorin glaubt weiter, «dass man sich doch ein wenig verändert, wenn man so eine schwere Verletzung hat».

Laut Kofler könnte die Rehabilitation sehr lange dauern. Mit Sicherheit sei diese nicht in ein bis zwei Wochen erledigt.

Skiwelt hielt den Atem an

Grugger war beim Abfahrtstraining am 19. Januar 2011 in der Mausefalle schwer gestürzt. Der 29-jährige Österreicher erlitt dabei ein Schädel-Hirn-Trauma sowie Rippenbrüche und eine Lungenquetschung. 2009 hatte der Sturz von Daniel Albrecht auf der Streif die Skiwelt schockiert. Der Walliser war beim Zielsprung schwer verunfallt und lag dreieinhalb Wochen im künstlichen Koma. Nach seiner langen Rehabilitation gab Albrecht im Dezember 2010 sein Comeback im Weltcup.

(heg)