Am Chuenisbärgli

10. Januar 2015 14:34; Akt: 10.01.2015 15:42 Print

Hirscher dominiert weiter, Schweizer enttäuschen

Marcel Hirscher ist weiterhin das Mass aller Dinge und gewinnt den Riesenslalom von Adelboden mit über einer Sekunde Vorsprung. Carlo Janka wird als bester Schweizer 21.

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Marcel Hirscher gewinnt zum zweiten Mal den Weltcup-Riesenslalom in Adelboden. Der Österreicher siegt im Klassiker überlegen.

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Die Schweizer enttäuschten bei ihrem Heimauftritt. Carlo Janka belegte als noch bestklassierter Fahrer von Swiss-Ski Platz 21. Der in den letzten Riesenslaloms überzeugende Gino Caviezel, der vor zwei Jahren als Elfter in Adelboden erstmals im Weltcup für Aufsehen gesorgt hatte, wurde nach zwei zu fehlerhaften Fahrten Dreiundzwanzigster. Die restlichen sieben Schweizer, Manuel Pleisch, Justin Murisier, Thomas Tumler, Sandro Jenal, Elia Zurbriggen, Amaury Genoud und Loïc Meillard, hatten die Qualifikation für den zweiten Lauf verpasst.

Hirscher deklassiert Konkurrenz um über eine Sekunde

Hirscher demonstrierte ein weiteres Mal seine aktuelle Vormachtstellung. Der Salzburger hatte die Weichen auf den vierten Sieg im fünften Riesenslalom des Winters schon im ersten Lauf gelegt, in dem er seine Konkurrenten um mindestens 55 Hundertstel zu distanzieren vermochte. Im Finale verteidigte Hirscher die Spitzenposition souverän und siegte im Klassiker am Chuenisbärgli nach 2012 zum zweiten Mal. Dazu hat er im Berner Oberland in den vergangenen drei Jahren auch den Slalom für sich entschieden. In diesem Winter ist Hirscher bereits bei sechs Vollerfolgen angelangt, womit er sein Total an Weltcup-Siegen auf 29 erhöhte.

Der Franzose Alexis Pinturault wurde mit 1,13 Sekunden Rückstand Zweiter vor dem Norweger Henrik Kristoffersen. Vorjahressieger Felix Neureuther wurde hinter seinem deutschen Teamkollegen Fünfter. Der einstige Dominator der Riesenslalom-Szene, der Amerikaner Ted Ligety, musste sich mit Rang 7 zufrieden geben.

Hirschers Konstanz ist auch im Riesenslalom beeindruckend. Seit er vor zwei Jahren in Adelboden mit dem Sieg vor Augen wegen eines zeitraubenden Fehlers im Zielhang im zweiten Durchgang auf Platz 16 zurückgefallen war, war er nie mehr schlechter klassiert denn als Vierter. In den 18 Riesenslaloms seit dem Missgeschick im Berner Oberland, die Rennen bei der WM in Schladming und den Olympischen Spielen in Sotschi eingerechnet, wurde Hirscher sechsmal Erster fünfmal Zweiter, viermal Dritter und dreimal Vierter.

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Adelboden. Weltcup-Riesenslalom der Männer. Das Schlussklassement:
1. Marcel Hirscher (Ö) 2:39,11. 2. Alexis Pinturault (Fr) 1,13 zurück. 3. Henrik Kristoffersen (No) 1,64. 4. Fritz Dopfer (De) 1,74. 5. Felix Neureuther (De) 1,75. 6. Florian Eisath (It) 1,78. 7. Ted Ligety (USA) 1,86. 8. Leif Kristian Haugen (No) 1,98. 9. Mathieu Faivre (Fr) 2,11. 10. Roberto Nani (It) 2,14. Ferner: 21. Carlo Janka (Sz) 2,84. 23. Gino Caviezel (Sz) 2,87.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • KarlBE am 09.01.2015 19:08 Report Diesen Beitrag melden

    Kirche im Dorf lassen!

    Mit dem Sieg geschweige denn Podest haben die Schweizer RTL-Fahrer morgen ganz sicher nichts zu tun. Ein Platz zwischen 7 und 15 sehe ich für Jänks und G. Caviezel als realistisches Ziel. Um den Sieg kämpfen werden primär Hirscher, Ligety, vielleicht noch der eine oder andere Franzose (Fanara, Pinturault) sowie die Deutschen (Neureuther, Dopfer).

  • Sony am 10.01.2015 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    selber an der Nase nehmen...

    Ihr Reporter, dass ist nicht enttäuschend, dass ist pure Realität, wir sind nicht mehr in den 80er / 90er Jahren. Die Schweizer können es einfach nicht mehr besser. Vielleicht solltet ihr Reporter, Medien selber mal überlegen und von Anfang an viel weniger Druck aufsetzen, dass sind meistens nämlich die Medien, Reporter die viel zu viel erwarten und schon ist der Sportler unter Druck.

    einklappen einklappen
  • M.Matter am 10.01.2015 00:24 Report Diesen Beitrag melden

    Träume sind Schäume

    Also bitte nicht übertreiben. Aus dem einstigen Iceman ist schon seit Jahren ein Glacestengeli im Regen geworden. Die CHer müssen froh sein, dass man den 1. Lauf nicht "wie meist" verschläft und sich wenigstens für den 2. L. qualifizieren....Ich träume auch davon Bill G. als reichsten Mann abzulösen, aber ich bin realist !

Die neusten Leser-Kommentare

  • Domi am 10.01.2015 18:26 Report Diesen Beitrag melden

    SRF...

    Kann man den Hüppi nicht mit dem nächsten Zug nach Österreich verfrachten? Seine unglaubliche Begeisterung für Marcel Hirscher, einem Fahrer aus dem Land des grössten Skisportrivalen der Schweiz, geht mir allmählich auf die Nerven. Der Gipfel war es ja, dass heute morgen nach dem 30. Fahrer noch einmal Hirschers Fahrt gezeigt und analysiert wurde, während wohl 95 % der Bevölkerung lieber das Rennen verfolgt hätte. Habe sofort auf Eurosport umgeschaltet!

  • Ditmar am 10.01.2015 14:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Logisch

    war mir schon gestern Abend klar..... einfach genial dieser Sommer

  • Nando am 10.01.2015 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    Wird immer peinlicher

    ...und die Lücken, die sie hinterlassen, ersetzen sie voll und ganz...

  • Sony am 10.01.2015 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    selber an der Nase nehmen...

    Ihr Reporter, dass ist nicht enttäuschend, dass ist pure Realität, wir sind nicht mehr in den 80er / 90er Jahren. Die Schweizer können es einfach nicht mehr besser. Vielleicht solltet ihr Reporter, Medien selber mal überlegen und von Anfang an viel weniger Druck aufsetzen, dass sind meistens nämlich die Medien, Reporter die viel zu viel erwarten und schon ist der Sportler unter Druck.

    • Skirennen am 10.01.2015 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Hohe Nummer

      Heute waren die Bedingung mit über Nummer 40 schwer. Es hatte kein Läufer mehr geschafft den cut in den zweiten Lauf zu schaffen nicht nur die Schweizer auch andere hatten es nicht geschafft. Zweitens müssen die junge Schweizer noch immer mit sehr hohen Nummer kämpfen deshalb gilt es in den zweiten laufen zu kommen und um zu punkten um nach vorne zu kommen. Deshalb können wir noch nicht um den Sieg mit fahre

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  • M.Matter am 10.01.2015 00:24 Report Diesen Beitrag melden

    Träume sind Schäume

    Also bitte nicht übertreiben. Aus dem einstigen Iceman ist schon seit Jahren ein Glacestengeli im Regen geworden. Die CHer müssen froh sein, dass man den 1. Lauf nicht "wie meist" verschläft und sich wenigstens für den 2. L. qualifizieren....Ich träume auch davon Bill G. als reichsten Mann abzulösen, aber ich bin realist !