Ski-WM

09. Februar 2011 09:39; Akt: 09.02.2011 15:18 Print

Innerhofer holt Gold - Schweizer ohne Medaille

Der spektakuläre Super-G der Männer in Garmisch nahm aus Schweizer Sicht einen enttäuschenden Verlauf. Die Swiss-Ski-Delegation blieb auch am zweiten WM-Tag medaillenlos.

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Nachdem zum WM-Auftakt am Dienstag Lara Gut Vierte geworden war, reihte sich tags darauf auch Didier Cuche auf dieser an Grossanlässen undankbarsten Position ein. Der 36-jährige Neuenburger, der vor zwei Jahren in Val d'Isère im Super-G triumphiert hatte, verpasste die Titelverteidigung klar. Cuche büsste auf den italienischen Sieger Christof Innerhofer 1,03 Sekunden ein, zum drittklassierten Kroaten Ivica Kostelic fehlten ihm 0,31 Sekunden. Silber ging an den Österreicher Hannes Reichelt (0,60 zurück).

Auch weitere Schweizer chancenlos

Auch für die weiteren vier Schweizer setzte es im WM-Super-G, der vom Schweizer Speed-Trainer Hans Flatscher ausgeflaggt wurde, eine Enttäuschung ab. Carlo Janka, zuletzt am Samstag in Hinterstoder starker Vierter, verlor nach fehlerhafter Fahrt 1,72 Sekunden auf Innerhofer und wurde Siebenter. Silvan Zurbriggen klassierte sich nur im 13. Rang (2,81 zurück). Tobias Grünenfelder, der im Super-G von Lake Louise seinen ersten Weltcup-Sieg realisiert hatte, und Sandro Viletta, in Hinterstoder Siebenter, schieden gar aus.

In den fünf Super-G in diesem Winter gab es fünf verschiedene Sieger. An der WM kam mit Christof Innerhofer nochmals ein neuer Siegername dazu. Der 26-jährige Südtiroler hatte sich in dieser Saison im Super-G noch nie in den Top 3 klassiert. Mit Reichelt (Sieger in Hinterstoder) und Kostelic (Kitzbühel) standen immerhin zwei Super-G-Gewinner dieser Saison auf dem Podest.

Die Goldmedaille in Garmisch war für Innerhofer auch aus anderer Sicht eine Premiere. Noch nie hatte er an Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften Edelmetall gewonnen, im Weltcup stand er bei 112 Starts erst viermal auf dem Podest (ein Sieg).

(sda)