Medaillensatz komplett

15. Februar 2011 07:09; Akt: 15.02.2011 07:09 Print

Innerhofer ist der Skikönig

von Marcel Allemann - Mit Silber in der Super-Kombi hat Christof Innerhofer seinen Medaillensatz komplett gemacht. Den Südtiroler hatte niemand auf der Rechnung – und nun ist er der Skikönig.

Innerhofer über die Ski-WM.
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Aksel Lund Svindal gelang es gestern zwar als erstem Fahrer, seinen WM-Titel zu verteidigen. Doch die Sensation war einmal mehr Innerhofer. Zu Gold im Super-G und Bronze in der Abfahrt kam in der Super-Kombi nun auch noch Silber. Der Italiener ist der König der WM, auf einen Medaillensatz dürfte keiner mehr kommen. Ausgerechnet Innerhofer, der vielen vor dieser WM eigentlich nur wegen seines Techtelmechtels mit Lara Gut vor zwei Jahren ein Begriff war, sonst aber als Mitläufer galt.

«Ich werde viel Zeit brauchen, um zu realisieren, was in den letzten Tagen geschehen ist. Bislang kam ich noch gar nicht dazu, darüber nachzudenken», sagt der Speed-Spezialist. Kunststück: Auf ein Rennen und eine Medaillenfeier folgte sofort das nächste Grossereignis. «Doch jetzt wird erst einmal so richtig, richtig abgefeiert.» Aus dem Mund des Lebemanns hört sich das fast wie eine Drohung an ...

Extrem freute sich Innerhofer auch darüber, dass es auch sein Zimmerkollege Peter Fill als Dritter aufs Podest schaffte. «Wir sind gegensätzliche Typen. Peter ist introvertiert, ruhig und ausgeglichen – fast wie eine Traumfrau.» Auf das schallende Gelächter der Journalisten an der kurzweiligen Pressekonferenz reagierte Innerhofer postwendend mit einem: «Also rein charakterlich, meine ich.»

Der Sonnyboy staunte in der Super-Kombi ein weiteres Mal über sich selber – vor allem über seine Slalomkünste. Denn auf ein Stangentraining hatte Innerhofer verzichtet: «So konnte ich kein schlechtes Gefühl bekommen.» Innerhofer kann derzeit machen, was er will – es wird zu Edelmetall.