Nach Herz-OP

06. März 2011 18:30; Akt: 06.03.2011 18:31 Print

Janka erholt sich schneller

Für Carlo Janka hat sich die Herz-Operation gelohnt. Tests zeigen, dass er nach einem Rennen wieder schneller fit ist als zuvor.

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Carlo Janka ist wieder schneller fit als vor der Herz-OP. (Bild: Keystone/AP)

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Die Auswertung der Herzfrequenzmessung, die bei Carlo Janka mittels eines am Körper getragenen Messgerätes bei seinem Sieg in Kranjska Gora gemacht wurde, bestätigte das subjektiv gute Gefühl des Bündners. Nach dem Riesenslalom vom Samstag dauerte es bei beiden Läufen noch 20 Minuten, bis der Puls von 199 auf unter 130 Schläge pro Minute sank, was einer deutlichen Verbesserung gleichkommt. Dies ist in erster Linie auf den operativen Eingriff zurückzuführen. Vor der Operation hatte es nach grosser Belastung ungewöhnlich lange gedauert, bis sich die Herzfrequenz jeweils normalisierte. Bis zu einer halben Stunde nach einem Rennen war der Puls nicht unter 160 Schläge gesunken.

Dr. Christian Schlegel, der Teamarzt von Swiss-Ski aus Bad Ragaz, äusserte sich in einem Communiqué von Swiss-Ski zu den Messungen: «Der Herfrequenzrückgang hat sich besonders gegenüber den Messungen von Garmisch verbessert. Konkret geht die Herzfrequenz langsam aber regelmässig zurück und bleibt nicht mehr konstant, über mehrere Minuten nach dem Rennen, auf sehr hohem Niveau. Die maximale Herzfrequenz im Rennen ist ähnlich wie bei früheren Messungen. Viel wichtiger jedoch ist die Erkenntnis, dass sich das Zusammenspiel von Herzvorhof und Kammer verbessert hat, was zu einer gesteigerten Herzleistung führt. Ende März sind noch Messungen mit Spezialgeräten notwendig, mit denen die elektrische Herzaktivität noch genauer untersucht werden kann. Diese Geräte können während dem Rennen nicht getragen werden. Die Topleistung und die subjektiv schnellere Erholung sind Hinweise, dass sich die Situation verbessert hat.»

Weitere Tests folgen

Nach Abschluss der Saison Ende März werden nochmals ausführliche Tests durchgeführt, bei denen festgestellt wird, ob der Eingriff tatsächlich den erwünschten Erfolg zeigte und ob noch andere Faktoren vorliegen, welche die Leistung beeinflussen können. Wenn diese Tests positiv ausfallen, kann der Obersaxer im Frühling zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder einen normalen, geregelten Aufbau im Konditionstraining in Angriff nehmen und damit auch den Rückstand im physischen Bereich wett machen.

(sda)