Ski WM

13. Februar 2011 22:35; Akt: 14.02.2011 13:07 Print

Jetzt sollen Zurbriggens Tage beginnen

von Peter Berger - Am Montag in der Super-Kombination liegt eine Schweizer Medaille bereit: Silvan Zurbriggen startet als Favorit, Beat Feuz als Aussenseiter mit Ambitionen.

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Kann sich Zurbriggen in der Kombi-Abfahrt einen Vorteil gegenüber den Slalomspezialisten verschaffen? (reu)

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Mit Ivica Kostelic fehlt der Dominator der Saison. Der Kroate, der diesen Winter alle drei Kombinationen gewonnen hat, ist immer noch in den «WM-Ferien». «Ich verstehe das nicht. Er hätte ja bloss zweimal runterfahren müssen, und die Medaille wäre ihm sicher gewesen», staunt Christof Innerhofer (It) über Kostelic’ Verzicht. «Aber für uns ist es natürlich besser, wenn er nicht dabei ist.»

Nutzniesser könnte vor allem Silvan Zurbriggen werden. Der Walliser liegt in der Kombi-Wertung hinter Kostelic an zweiter Stelle vor dem ebenfalls abwesenden Carlo Janka. In der Spezialabfahrt am Samstag hielt Zurbriggen die Slalomspezialisten trotz für ihn enttäuschender Fahrt in Schach. «Man darf sich nicht auf solche Spekulationen abstützen, sondern muss immer vorsichtig sein», sagt der Walliser dazu. Dem Olympia-Dritten von 2010 (hinter Bode Miller und Kostelic) ist nicht entgangen, dass in der Abfahrt viele Favoriten unter den Erwartungen geblieben sind. Zurbriggen hat sich am Sonntag einen «gemütlichen Tag» gemacht, um «wieder mit voller Energie an den Start zu gehen». Cheftrainer Martin Rufener hatte bereits am Samstag gesagt: «Die Tage von Silvan an dieser WM kommen erst.»

Mit Aussenseiterchancen geht Beat Feuz ins Rennen. «Wenn ich in der Abfahrt ein Wort mitreden kann, werde ich im Slalom bestimmt nicht bremsen», verspricht der Emmentaler. Am Sonntag hat Speed-Spezialist Feuz erstmals seit seiner Verletzung wieder im Stangenwald trainiert.

Zum Favoritenkreis zählen indes noch andere: Neben Miller, Innerhofer auch Aksel Lund Svindal (No) oder die Österreicher Romed Baumann und Benjamin Raich.